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Thema: Samsung POWERbot VR7000 - Neu 2017

  1. #21
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    Standard AW: Samsung POWERbot VR7000 - Neu 2017

    Nachdem ich seinerzeit vor knapp 2 Jahren, wenn ich mich recht entsinne, schon mal einer der ersten hier war, der ein bißchen was zum 9000er Powerbot erzählt hatte (war damals bei mir ein VR9200 aus der Schweiz), nehme ich den Faden heute mal wieder auf und berichte ein wenig über den 7000er, konkret das Modell 7070 mit WLAN. Den 9200er habe ich schon lange nicht mehr; aktuell bin ich beim Roomba 980 gelandet (ist auch schon wieder ein halbes Jahr her). Den hier sah ich zufällig beim Schlendern, und da sie ihn für einen relativ günstigen Eröffnungspreis raushauten, dachte ich mir, ich nehme ihn mal mit, weil ich ihn bei Nichtgefallen vermutlich ohne großen Verlust wieder losbekommen würde. Was dann auch so war, sprich, er ist inzw. schon wieder weg. Woran man dann auch schon erkennen kann, dass er mich nur so lala begeistert hat...


    Im Vergleich zum Roomba kann er auf der Habenseite eigentlich nur eine Sache verbuchen: Er ist leiser (in der mittleren Stufe; in der kleinen sowieso). Gut, und er ist im Vergleich zum 9000er (nicht aber zum Roomba) flacher und kommt somit eher unter Möbel drunter, wo der 9000er nicht drunterpasst. Und die Saugleistung würde ich als mindestens ebenbürtig einordnen (auf mittlerer Stufe).


    Damit wären wir dann schon bei den Dingen, die nicht so schön sind.


    Da wäre zum einen diese tolle neue Edge-Funktion. Rein mechanisch funktioniert das prima - er fährt schön an die Wand ran, senkt die Lippe ab, und erhöht kurz die Saugkraft. Problem: Es bringt irgendwie nix. Leichte Sachen wie Haare oder Staubflusen bekommt er weg, aber schon sowas wie ein Katzenstreukrümel (ca. 1mm Durchmesser) bleibt i.d.R. liegen.


    Dann dieser Mechanismus, der das Umwickeln von Haaren um die Bürste vermeiden soll. Es mag sein, dass dieser bei normalen (Menschen)haaren funktioniert. Die extrem flauschigen Haare unseres Persers waren nach ein, zwei Durchgängen hingegen genauso um die Bürste gewickelt wie bei anderen Geräten. Beim Roomba ist es z.B. so, dass sich diese Haare an der Rotationsbürste, im Führungsrad und links und rechts an den Extraktoren sammeln. Es reicht allerdings, wenn ich das so ca. alle 10 Durchläufe reinige. Bei dem hier blieben die Haare ausschließlich an der Bürste hängen, nicht an den kleinen Rädchen, und eine Rotationsbürste hat er ja nicht. Trotzdem - die Bürste hätte ich meiner Einschätzung nach 2 Durchläufen vermutlich mindestens so ca. alle 5 Durchläufe reinigen müssen, so dass hier unterm Strich keine Verschlechterung, aber eben auch nicht die erhoffte Verbesserung eingetreten wäre. Aber wie gesagt - Perserkatze. Leute mit "normalen" Haaren im Haushalt wird der Mechanismus möglicherweise eher helfen.


    Die Navigation war zwar insgesamt durchaus gut und vergleichbar mit dem Roomba, allerdings schaffte er es bei mir nicht, gerade Bahnen zu ziehen. Also "gerade" im Sinne von "parallel zur Wand". Dabei hat er es hier eigentlich sehr einfach, da er nur einen, allerdings sehr großen Raum (Wohnzimmer/Küche) abfahren muss, der in der Mitte durch einen Treppenaufgang unterbrochen ist, um den man drum herum läuft. Er sollte also eigentlich keine Probleme haben, mit der Kamera die relativ simple Raumgeometrie zu erfassen und schön parallel zu den Wänden entlang zu fahren, was sowohl der Roomba tut, als auch seinerzeit der 9000er noch tat. Die Dockingstation stand auch genau gerade an einer Wand, und die Maserung des Laminats verläuft auch nicht diagonal, sondern parallel zur Wand. Also eigentlich beste Voraussetzungen. Trotzdem fuhr er immer direkt von Beginn an leicht schräge Bahnen (so ca. 15-20% versetzt). Er kam zwar trotzdem überall hin, aber optimal war das natürlich nicht. Und es sah halt auch reichlich blöd aus. Auch hier gilt, dass das in einem anderen Raum natürlich wieder ganz anders aussehen kann, aber hier war's halt so.


    Die für mich ärgerlichste Eigenart: Er stoppt vor Gardinen. Während der Roomba genug Intelligenz hat, zu merken, wenn ein rein optisches Hindernis wie eine Gardine sofort nachgibt, und dieses dann auch konsequent ignoriert, bis er auf ein richtiges Hindernis trifft, macht der Samsung vor der Gardine halt und kehrt um. Da wir zwei sehr große Fensterfronten mit bodentiefen Fenstern haben, bedeutet dass, dass man die Gardinen komplett auf Seite schieben oder irgendwie hochlegen muss, da er andernfalls an den Fensterfronten komplett die letzten ca. 20cm nicht saugt. Wie sich der 9000er damals diesbzgl. verhalten hat, weiß ich leider nicht mehr, ich meine aber genauso.


    Auch etwas blöd ist, dass er schwarze bzw. dunkle Fliesen als Teppich erkennt und daher im Küchenbereich überflüssigerweise ständig im Max-Modus saugte. Steht auch in den FAQs, dass dunkle Fliesen diesen Effekt haben können. Ist also ein prinzipielles Problem, welches der Roomba aber nicht hat.


    Last but not least ist auch die App seit damals nicht wirklich besser geworden. Eher im Gegenteil. Soweit ich mich entsinne, war es damals noch nicht so wie jetzt, dass wenn ich die App öffne, sich das Handy bzw. das Display dann irgendwann ausschaltet, ich es wieder einschalte, die App dann sofort eine Fehlermeldung bringt, dass der Bot nicht verbunden sei. Dass er natürlich verbunden ist und die Verbindung nur durch den Standby des Handys verlorenging, rafft die App nicht. Ich musste sie immer beenden und neu öffnen, damit der Bot wieder erkannt wird. Achja, das Handy ist ein Galaxy S8...


    Fazit: Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Fairerweise muss man da allerdings berücksichtigen, dass ich mit dem Roomba 980 unzweifelhafterweise bereits eines der besten, wenn nicht das beste Gerät habe und der Samsung insofern im Grunde genommen von vornherein keine Chance hatte. Hätte ich zum Vergleich nur ein weniger gutes Gerät, sähe mein Fazit wahrscheinlich anders aus. Wobei - dass das Edge-Saugen und das Haare zerschnippeln nicht so wirklich gut funktioniert, ist halt nunmal so und hat eigentlich nichts damit zu tun, dass hier ansonsten ein Roomba 980 fährt. Gerade von diesen beiden Dingen, die ja auch intensiv als neue Features beworben werden, hätte ich ein wenig mehr erwartet. Aber natürlich gilt auch hier wie so oft im Leben "Your mileage may vary"...

  2. Der folgende Benutzer sagt Danke zu Saubermann71 für diesen Beitrag:

    quappo (01.07.17)

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