Überwinterung Smart Sileno Plus (Akku Laden)

  • Welche Spannung sollte denn er Akku (Sileno) haben?


    In der ERFAdok steht: ESS: 17.7V (3.54V pro Zelle). Das bedeutet doch, dass es 5 Zellen sind.


    Folglich sollte die Spannung (bei 85%voll) 4.1*5==20.5V betragen?


    Ist das soweit richtig?

  • Meines Wissens haben Akkus 1,3 Volt,weiß aber nicht ob das bei Lithium Ionen genau so ist
    Auf der Garden Seite gibt's glaube ich sogar eine Anleitung zum Überwintern, ist aber meiner Meinung nach etwas kompliziert für den Laien

    Gardena Smart Sileno

    Edited once, last by selli ().

  • Ja es ist ein 5 Zellen Akku. Die ganzen Spannungen u.v.a.m. stehen im ERFA Dok.


    Auf verschiedenen Wunsch bin ich daran 2 Seiten überwinterungstipps zu erstellen.


    Ich selber nehme nach dem Absaugen von Saphira den Akku sicherheitshalber raus (weil der Gardenaschalter KEIN Akku-Hauptschalter ist und vor allem wenn man noch Zusätze eingebaut hat), weil dann gibt es garantiert nur die eigene Selbstentladung und ich muss den Akku nie kontrollieren. Wenn ich grad Lust habe lasse ich ihn auch durch den Graupner Ultra Duo 50 Plus refreshen. Das ist zwar offiziel nicht möglich, mein Akku aus 2012 hat aber dadurch wieder so viele mAh zugelegt, dass er eine weitere Saison diente.


    Die Empfehlungen für Lagerung schwanken so zwischen 40% und 60% Ladung! d.h. von unten her reingeladen auf 40%, nicht von oben her auf 40% entladen. So gesehen sollten die Mäher optimalerweise einen Menüpunkt "Winterladung" enthalten.


    Lagertemperatur, möglichst kühl, bis 0° erlaubt.


    Keine Tiefentladung darf stattfinden, also auf 40% laden dann bei 50° lagern :-( würde dann schief gehen


    Die Begründung tönt soweit plausibel: Da Li-Ion ab Produktion oxidieren folgern wir


    1. Li-Ion sollten keinesfalls auf Vorrat gekauft und gelagert werden


    2. eine kühle Lagerung verlangsamt den Prozess


    3. eine 40% Ladung verlangsamt den Prozess (je höher die Spannung im Akku desto freudiger oxidiert er)


    Aber vielleicht ist das für den Schafeinsatz alles zu akademisch und für die 4-6 Jahre Betrieb im Schaf plus minus ziemlich egal. Aber schaden tut das Befolgen der Richtlinien ja auch nicht :-)

  • selli: die offiziellen Angaben von Gardena sind (für mich) leider wenig hilfreich:


    1. Baue ich den Akku aus, um ihn bei definierte Temperatur lagern zu können. Der Mäher selbst wird im Gartenhäuschen gelagert.
    2. Zum Nachladen müsste ich hinfahren, einbauen, Netzteil anstecken, in Ladeschale stellen, warten, aus Ladeschale heraus, ausbauen, Netzteil wieder raus, zurückfahren. Insgesamt also doch sehr aufwändig.


    Da ist es wesentlich einfacher, mit einem Labornetzteil nachzuladen.


    Je nach Quelle werden unterschiedliche Werte empfohlen. Einig sind sich aber alle, dass "voll" und "leer" zu vermeiden sind.


    Am häufigsten genannt werden Werte von 3.8V bis 3.9V, was bei 5 Zellen 19.0V bis 19.5V entspricht.


    Das Laden sollte 1/3 C nicht überschreiten. Bei 1.2Ah wären das 400mA.

  • Achtung: Ich rate dringend davon ab einen Li-Ion mit einem Labornetzgerät zu laden. Man könnte das theoretisch tun indem man daneben sitzt und U / I dauernd nachregelt und dann abstellt und den Akku trennt, in der Praxis wird man abgelenkt, läuft am Schluss davon und schon brennts in der Nacht. Wie sicher die Balancerschaltung auf dem Gardenaakku ist und ob überhaupt alle eine solche haben ist offen.


    Wenn man den im Mäher geladenen Akku nach Ladeende rausnimmt und dann im Keller kühl lagert ist ein Nachladen IMHO sicher nicht nötig innerhalb der 4-5 Monate Pause.


    joe: der Akku hat 1600, 1800, 2400, 2600 mAh. die 1.2Ah sind ein interner Budgetwert für das Fahrtenmanagement.

  • Achtung: Ich rate dringend davon ab einen Li-Ion mit einem Labornetzgerät zu laden.


    ???


    Quote

    Man könnte das theoretisch tun indem man daneben sitzt und U / I dauernd nachregelt


    Wieso manuell nachregeln? Es geht hier ja nicht darum, sich an die Ladeschlusspannung und an die 100% heranzutasten.


    Die Labornetzgeräte die ich kenne, haben Einstellmöglichkeiten für Spannung und Strombegrenzung.


    Stellt man als Spannung zB 19.5V ein (5zeller, 40%) und als Strombegrenzung 400mA, dann kann der Akku auf keinen Fall überladen werden. Wenn der Balancer so krumm ist, dass er bei 19.5V eine Zelle überladen würde, dann würde er das auch im originalen Ladeteil auch nicht ausgeregelt bekommen.


    BTW: auf meinen Akku (Sileno) steht 18.5V, 2.1Ah... Der hätte also eine Ladeschlusspannung von 21V. Mit 19.5V hätte man noch einen Sicherheitsabstand von 1.5V.


    Unbeaufsichtigt sollte man das allerdings wirklich nicht machen. Und Temperatur im Auge behalten kann ebenfalls nicht schaden.

  • verfolge mal eine offizielle LI-Ion Ladung zBsp mit dem Graupnergerät, dann siehst du wie da alles dauernd nachgeregelt wird. zudem kannst du bei 19,5V problemlos eine Zelle zum brennen bringen, weil die Spannung verteilt sich nach den Innenwiderständen. Somit kann an einer Zelle 3V an der anderen 4.5 zusammen 7.5 und du denkst (weil du ja nicht reinsehen kannst (Beim Graupner geht das übrigens)) beide auf 3.75 ist ja voll OK. Was der allfällige vorhandene Balancer macht und wie gut der ist weiss ich nicht. Ich werde das auch nicht rausfinden, da IMHO sinnlos.
    Akku aufladen in der LS, wenn voll oder wenn man will etwas vorher (SPannung-% Tabelle im ERFAdik), das Schaf aus LS nehmen und abstellen am HS, Akku ausbauen und gut ist.


    Es ist auch völlig wurscht wie wahrscheinlich ein Unfall mit Brandschaden ist. Gemäss aktueller Rechtsprechung ist der Anwender bei jeder Bastelei rund um Li-ION, LiPos etc voll haftbar und die Versicherung verabschiedet sich mit Verweis darauf elegant! Will das echt jemand riskieren?
    Es ist auch so, dass die Li-ion, Lipos keinesfalls dauergeladen werden dürfen (auch nicht mit Ministrom), das hatten schon die NiMH nicht gerne. Geht nur mit dafür spezifizierten NiCd


    Dehalb sage ich:
    Achtung: Ich rate dringend davon ab einen Li-Ion oder gar ein 5er Paket mit einem Labornetzgerät zu laden.


    joe: der Akku hat 1600, 1800, 2400, 2600 mAh. die 1.2Ah sind ein interner Budgetwert für das Fahrtenmanagement. Die von Dir angegebenen 1200mAh und daraus via 1/3C abgeleiteter Ladestrom ist somit falsch. Außerdem werden Li-ION nicht einfach mit Konstantstrom geladen sondern degressiv. Gardena beginnt bei über 1000 (beim R40) und regelt dann auf 300 runter, dann stellt er ab. Meist hat es auch eine Max xC discharge ( zBsp 40C) und eine Max xC charge (zBsp 5C) aufgedruckt.

  • Gibt es eigentlich auch wissenschaftliche Tests, um wieviel Stunden sich die Lebensdauer eines Akkus insgesamt reduziert, wenn man den Akku vor dem Winter einfach ganz normal (laut Anleitung des Herstellers) auflädt?



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    Viele Grüße
    Kloakenjoe

  • verfolge mal eine offizielle LI-Ion Ladung zBsp mit dem Graupnergerät, dann siehst du wie da alles dauernd nachgeregelt wird.


    Da soll die Kapazität auch optimal genutzt werden.


    Quote

    zudem kannst du bei 19,5V problemlos eine Zelle zum brennen bringen, weil die Spannung verteilt sich nach den Innenwiderständen. Somit kann an einer Zelle 3V an der anderen 4.5 zusammen 7.5 und du denkst


    Das Problem mit der Unsymmetrie ist ja nun nicht gänzlich neu. (auch wenn das mit den Innenwiderständen sehr vereinfacht erklärt ist)


    Die Frage ist aber doch, wie schafft es das originale Ladegerät, dieses Problem bei einer Reihenschaltung zu vermeiden?


    Durch Magie?


    Das kann nur durch einen Balancer vermeiden werden. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

    • der Balancer ist im Akkupack integriert. In diesem Fall vermeidet er die Unsymmetrie unabhängig davon, ob der Akku vom originalen Ladegerät oder von einem Labornetzgerät geladen wird.
    • der Balancer ist nicht im Akkupack sondern im Gerät. In diesem Fall müssen aber die Anschlüsse zwischen den Zellen herausgeführt sein. (was aber beim Sileno-Akku nicht der Fall ist)
    • theoretisch besteht die Möglichkeit dass die im Akku integrierte Elektronik mit dem Hauptgerät kommuniziert (zB Nahfeld, oder aufmodulieren auf die Ladeanschlüsse) und die Arbeit verweigert wenn diese Kommunikation nicht zustande kommt. Konkret hatte ich solch ein Verhalten bei einer Sony-Videokamera gesehen. Das war sozusagen ein Kopierschutz. Kennt man ja auch von den Tintendruckern...


    Da der Akku der Sileno keine Balancer-Anschlüsse herausgeführt hat, muss ebendieser im Akku eingebaut sein.


    Und nun würde mich brennend interessieren, aus welchem Grund dieser Balancer seine Arbeit verweigern sollte?


    Quote

    (weil du ja nicht reinsehen kannst (Beim Graupner geht das übrigens))


    Ah! Und wie macht der das? Telepathie?


    Dein Wundergerät von Graupner hat auch nur zwei Anschlüsse. und daran kann er ebenfalls nur EINE Spannung und EINEN Strom messen. Wie sich diese Spannung innerhalb des Akkupacks auf die Zellen aufteilt, kann auch Dein hochgelobter Graupner nicht riechen.


    Quote

    Was der allfällige vorhandene Balancer macht und wie gut der ist weiss ich nicht.


    Es ist derselbe Balancer, der auch bei der Ladung in der Ladestation zum Einsatz kommt. Welchen Grund könnte es geben, dass er seine Arbeit verweigert wenn die Ladung mittels Labornetzteil erfolgt?


    Quote

    Gemäss aktueller Rechtsprechung ist der Anwender bei jeder Bastelei rund um Li-ION, LiPos etc voll haftbar und die Versicherung verabschiedet sich mit Verweis darauf elegant!


    Das ist leider wahr. Laut aktueller Rechtsprechung stehst Du schon mit einem Bein im Gefängnis wenn Du selbst in der Nase bohrst anstatt einen Dienstleister zu beauftragen.


    Quote

    Es ist auch so, dass die Li-ion, Lipos keinesfalls dauergeladen werden dürfen (auch nicht mit Ministrom),


    Diese Einschränkung bezieht sich auf einen vollen Akku. Davon war oben nicht die Rede.


    Wie bitte soll eine Dauerladung auftreten, wenn (bei 1.5V unterhalb der Ladeschlussspannung) kein Strom mehr fliesst?


    Quote

    Außerdem werden Li-ION nicht einfach mit Konstantstrom geladen sondern degressiv.


    Ein Li-Ion wird in zwei Phasen geladen:
    1. bis zum Erreichen der Ladeschlussspannung mit Konstantstrom. Während dieser Zeit nimmt die Spannung kontinuierlich zu.
    2. Sobald die Ladeschlusspannung erreicht ist, wird mit Konstantspannung geladen. Dabei nimmt der Strom kontinuierlich ab. Unterschreitet der Strom einen Mindestwert, ist die Ladung beendet.


    Das ist das, was Du oben als "U/I-Kennlinie" bezeichnest.


    Nichts anderes macht ein Labornetzteil, wenn man es auf die Ladeschlusspannung stellt und eine Strombegrenzung einstellt. Lediglich die Abschaltung müsste in diesem Fall manuell vorgenommen werden.


    Aber auch die Abschaltung macht das Labornetzteil selbstständig, wenn man es auf eine Spannung unterhalb der Ladeschlusspannung stellt. Wie ich im Übrigen weiter ober auch vorgeschlagen hatte: 1.5V unterhalb der Ladeschlusspannung.

  • Gibt es eigentlich auch wissenschaftliche Tests, um wieviel Stunden sich die Lebensdauer eines Akkus insgesamt reduziert, wenn man den Akku vor dem Winter einfach ganz normal (laut Anleitung des Herstellers) auflädt?



    Gesendet von iPad mit Tapatalk


    bereits beantwortet:


    Aber vielleicht ist das für den Schafeinsatz alles zu akademisch und für die 4-6 Jahre Betrieb im Schaf plus minus ziemlich egal. Aber schaden tut das Befolgen der Richtlinien ja auch nicht :-)

  • joe, deine Erwägungen sind teilweise immer noch falsch und aus Haftungsgründen insgesamt nutzlos, weshalb ich nicht darauf eingehe. Nebst dem dass du offenbar die Graupnerlader nicht kennst.


    denn es ist völlig wurscht wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich ein Unfall in deinem Keller oder Bastelraum mit Brandschaden ist. Gemäss aktueller Rechtsprechung ist der Anwender bei jeder Bastelei rund um Li-ION, LiPos etc voll haftbar und die Versicherung verabschiedet sich aus dem Schadenfall mit Verweis darauf elegant! Will das echt jemand riskieren? :mad2: Da kannst du dir vom Dienstleister noch lange in der Nase bohren lassen.:jummp:


    Deshalb sage ich:
    Ich rate dringend davon ab einen Li-Ion oder gar ein 5er Paket mit einem Labornetzgerät zu laden.


    Einfache Lösung ohne Risiko:
    Akku aufladen in der LS, wenn er voll ist oder wenn man will etwas vorher (Spannung-% Tabelle im ERFAdok), das Schaf aus der LS nehmen und abstellen am Hauptschalter, Akku ausbauen, auf unbrennbarem Material**, kühl aber frostsicher lagern und gut ist.


    ** Meine grossen Lipos lagere ich übrigens sicherheitshalber in Munitionskisten.


  • Gibt es eigentlich auch wissenschaftliche Tests, um wieviel Stunden sich die Lebensdauer eines Akkus insgesamt reduziert, wenn man den Akku vor dem Winter einfach ganz normal (laut Anleitung des Herstellers) auflädt?


    Wissenschaftliche Abhandlungen gibt es da durhaus, braucht man aber nicht wirklich.


    Die Lebensdauer reduzierst Du damit nicht.


    Um die Lebensdauer ging es mir dabei aber auch nicht, sondern darum, dass das Nachladen sehr mühsam ist.

  • joe, deine Erwägungen sind teilweise immer noch falsch


    Wie wäre es denn dann wenn Du die Fehler richtigstellen würdest? Und zwar mit Fakten anstatt mit Allgemeinplätzen?


    Quote

    Nebst dem dass du offenbar die Graupnerlader nicht kennst.


    Dafür kennst Du ihn ja um so besser.


    Dann sei doch so gut und erkläre den staunenden Lesern, wie der die Zellen balanciert, wenn am Akku-pack keine Anschlüsse dafür vorhanden sind?


  • Um die Lebensdauer ging es mir dabei aber auch nicht, sondern darum, dass das Nachladen sehr mühsam ist.


    Wenn man den geladenen Akku im Oktober/November aus dem Mäher entfernt und dann im März/April wieder einbaut und in Betrieb nimmt ist wegen der geringen Selbstentladerate vom Li-Ion (je nach Quelle 1-5% / Monat) nachladen total überflüssig.

  • Stimmt, ein Nachladen sollte im Normalfall nicht notwendig sein.


    Wobei man aber durchaus gelegentlich nachmessen darf, ob die Spannung immer noch >=18V ist. Besser ist natürlich >=19V.

  • Hallo ich greife dieses alte Thema mal wieder auf, da es in anderen Bereichen des Forums ja wieder zahlreiche Fragen zum Überwintern gibt.

    Habe heute einen Smart Sileno+ gestartet, nachdem er nun seit November 2018 in meiner Werkstatt stand. Nach einer Reparatur hatte ich ihn nur noch mal kurz getestet und dann ab in die Kiste und nicht an den Akku gedacht.

    So sah heute morgen der Ladezustand aus:


    20191028_073746.jpg


    Also ich mache mir keine Sorgen mehr wegen dem Nachladen im Winter oder irgendwelche anderer Aktionen.

    Der Mäher meldete nach 30min "Akku voll".

    Also alles ok.

    Gruss.