Robolinho 1000 wird immer lauter

  • Hallo allerseits,


    nach rund 2 Jahren treuer Dienste nimmt die Lautstärke meines Robolinho 1000 deutlich zu. Der Mähmotor erzeugt ein deutlich hörbares Brummen. Ein Austausch des Messertellers und ein Austausch der Messer hat leider nichts gebracht. Ich vermute eine Unwucht, da das laute Brummgeräusch beim Hochfahren der Drehzahl erst kurz vor dem Erreichen der Nenndrehzahl des Mähmotors auftritt, davor ist noch alles weitgehen ruhig. Außerdem wird das Brummen umso lauter, je tiefer die Schnitthöhe eingestellt ist.


    Gibt es eine Abhilfe, z.B. durch Drehzahlabsenkung des Mähmotors?


    Gruß


    Hans-Heinrich

    AL-KO Robolinho 700

  • Wenn es eine Unwucht wäre, dann müsste man das auch (zumindest ganz leicht) spüren können. Ich tippe eher auf ein verschlissenes Lager und das dürfte mit der Zeit immer weiter verschleißen. Mit einer Drehzahlabsenkung würdest du nur die Symptome kurzzeitig kaschieren, aber nicht das eigentliche Problem beseitigen.


    Wenn du nicht selbst schrauben kannst/willst, würde ich den Gang zum Fachmann empfehlen.

  • Gegen ein verschlissenes Lager sprich aber nach meiner Meinung, dass er ohne montierten Messerteller überhaupt keinen Lärm macht - oder?

    AL-KO Robolinho 700

  • Kann sein, muss aber nicht. Ohne Messerteller fehlt schlicht das Gewicht /die Last auf der Welle und das Lager kann ruhig laufen.
    Aber wie schon geschrieben: Alles Vermutungen. Wissen erhält man durch aufschrauben und nachgucken. :wink5:

  • Aufschrauben und nachgucken mach ich dann aber erst nach der Saison wenn genügend Zeit für einen Plan B vorhanden ist, falls ich das Teil nicht wieder zusammengesetzt bekomme :-) So lange muss er jetzt noch weiter brummen.

    AL-KO Robolinho 700

  • Eine mögliche Erklärung liegt in der Tatsache, dass das Spiel der Tiefenverstellung mit der Zeit zunimmt oder schon ab Werk

    bestand. Die unvermeidliche Unwucht des rotierenden Mähblattes, die durch ungleichmäßigen Schmutz- und Mähgutbesatz

    entsteht, rüttelt an diesem in axialer Richtung verlaufenden Spiel, das in Höhe der Messer schon einen halben Zentimeter und

    mehr betragen kann.

    Mögliche Folgen:

    - Brummgeräusche aufgrund von Resonanzen

    - Frühzeitiger Verschleiß des Motorlagers

    Bei meinem 1200 W war das Lagerspiel der Tiefenverstellung schon nach wenigen Monaten deutlich erkennbar, und auch das

    Betriebsgeräusch war hörbar lauter. Die Konstruktion der Tiefenverstellung ist meiner Meinung nach suboptimal.

  • Hallo JohnHenry,

    das was Hoanzn geschrieben hat, trifft es ganz genau.
    Auch andere Mähroboter kennen dieses starke Brummen von Vibrationen des Mähapparates, weil dieser ungenügend Vibrationsfrei gelagert ist.
    Im Baricusthread gibt es dazu einige Hinweise.
    Ich selber habe es beim Matrix so gelöst, dass ich am unteren Ende der Röhre, in der der Motor steckt, eine Gummidichtung herumgemacht habe, die gegen die Gehäuseöffnung abdichtet.
    Seither ist das Brummgeräusch weg und stört auch keinen Nachbarn.
    Das Zerlegen und wieder Zusammenbauen macht sogar Spass. Am Besten vorher den Akku entnehmen.
    Viel Glück.

    LG fairplay53

  • Hallo fairplay53,


    das ist schon der richtige Weg, da übermäßige Geräuschentwicklung von einer gelockerten Lagerung der Höhenverstellung herrühren kann.

    Erkennbar ist der Fehler wenn das Geräusch vor allem in der untersten, tiefsten Stellung des Mähmotors auftritt und in der oberen Stellung deutlich leiser ist. Dies kann durch nachjustieren (=anpressen) der Lagerung korrigiert werden. Ein Austausch ist in der Regel nicht erforderlich. Vorhandene Abdichtung (Halbschalen) nach innen drücken und wieder verschrauben. Alternativ kann ein zweites Paar Dichtlippen um 90 Grad versetzt montiert werden („Sandwich“).


    Gruß ROBO PROF

  • Hallo ROBO PROF,

    vollkommen richtig. Wie man es macht, ist wahrscheinlich von Robby zu Robby unterschiedlich, man muß nur gewährleisten, dass der Mähapparat kein unnötiges Spiel in der Aufnahme hat, aber trotzdem höhenverstellbar bleibt, weil es doch manchmal vorkommen kann, dass man die Mähhöhe variieren will.

    LG fairplay53

  • Hallo JohnHenry,

    habe ebenfalls ein Problem zunehmender Brummgeräusche bei einem 1200W. Ursache ist mit hoher

    Wahrscheinlichkeit nach meinen Untersuchungen die Tiefenverstellung, die ein gewisses Axialspiel ab

    Werk aufweist, besonders wenn sie sehr weit ausgefahren ist. Der Mähteller weist dann im Abstand

    der Messer ein Spiel von einigen Millimetern auf. Da mit der Zeit Reste des Mähguts am Teller hängen-

    bleiben, entstehen allmählich Unwuchten, die axiale Verkippungen des Gleitlagers der Tiefenverstellung

    bewirken und sich durch zusätzliche Vibrationen bemerkbar machen. Das Spiel kann jeder

    sehr leicht nachprüfen, indem man den Mähteller bei voll ausgefahrender Tiefenverstellung mit der

    Hand verkippt und das Lagerspiel durch Hin- und Herbewegung nachvollzieht. Wohlgemerkt, es ist

    nicht das Spiel des Rotorlagers, sondern das der Höhenverstellung.

    Ich halte diese Konstruktion für bedenklich und habe das Gerät vor einigen Wochen abgegeben, aber

    bis jetzt noch keine Nachricht erhalten.


    Alko spielt seitdem toter Käfer. (Garantie ist jedenfalls noch drauf).


    Gruß

    Thomas

  • Vielen Dank für die Hinweise, allerdings habe ich den Robolinho 1000 zwischenzeitlich eingemottet - er dient als Backup, falls mein aktueller Mähknecht einmal ausfallen sollte. Dazu lade ich ich in regelmäßig, einmal im Quartal reicht bislang.


    Schönen Gruß

    Hans-Heinrich

    AL-KO Robolinho 700

  • Hallo Hoanzn,

    ursächlich für das Brummen sind immer Unwuchten .Hervorgerufen durch unfallbedingte Fehlstellung der Mähmesser die sich nicht mehr in den vorgesehenen Fixierpunkten befinden ,oder durch mit Pflanzensaft und Staub ungleichmäßig verschmutzte Mähscheiben .
    Scheibe ausbauen und 3 Stunden in Prilwassser legen ,dann beidseitig blitzeblank abbürsten und montieren.
    In den allermeisten Fällen läuft dann alles wieder sauber.

    Nach massiver „Feindberührung“ kann auch die Scheibe verformt sein. Meistens sind dann auch die Nasen der Messerfixierung abgeschert. Die Messer stehen dann nicht mehr korrekt.
    Bei 3400 upm des Messers sind auch geringe Unwuchten nicht ohne Wirkung.

    Die Höhenverstellung hat kein seitliches Spiel, sondern ist in Gummi gelagert und daher elastisch.

    Da das Gerät in Garantiereparatur ist zudem in Corona-Lockdown-Weihnachtszeiten ,können ausserhalb der Saison nicht alle Käfer ständig in der Luft sein. Das wird schon .So sind jedenfalls meine Erfahrungen.

  • Hallo Rasendoktor,

    Das Axialspiel kann jeder nachvollziehen:

    o Tiefenverstellung auf maximal stellen

    o Am Mähteller wackeln: Das Spiel ist deutlich spürbar und beträgt auf Höhe der Messer

    mehrere Millimeter. Ob das Spiel durch ein weiches Gummilager, Ausleiern durch Unwucht

    oder bereits werkseitig verbaut ist, spielt keine Rolle.

    Der geneigte Leser möge durch einen Vergleich mit Markenherstellern wie Honda oder Husqvarna

    selbst entscheiden, ob er das durchgehen läßt.

  • Warum belastest du eigentlich deinen Blutdruck so.

    Das Ding hat im Gegensatz zu den von dir genannten Wettbewerbern volle 4 Jahre Garantie und zwar kostenlos.


    Als Hinweis an die anderen Leser:

    Hotline anrufen und die holen das Gerät kostenlos mit Paketdienst ab, reparieren und schicken ebenfalls kostenlos zurück.

    Falls im Fachhandel gekauft wird , brauch ich wohl nichts erklären.


    Hoanzn : Vermutlich hast du das Gerät mittlerweile wieder repariert zurück bekommen. Berichte doch mal was es gewesen ist.


    Das Gerät zu zerlegen, wie es oben weiter empfohlen wurde ist eine denkbar schlechte Idee ,da dann die Garantie weg ist .

    Das Problem, ich betone es noch einmal, liegt zu 95 % an einer ( evtl an der Oberseite )veschmutzten oder beschädigten Messerscheibe.

  • Mittlerweile sind mehrere Monate ins Land gegangen. Der Händler hat sich endlich telefonisch bei mir gemeldet.

    Eine Zusage, die Unwucht und das Lagerspiel und den damit verbundenen erhöhten Geräuschpegel nachhaltig

    zu beseitigen, konnte ich dem Anruf auf den Anrufbeantworter nicht entnehmen. Ich werde also demnächst im

    Laden erscheinen und versuchen, die Angelegenheit gütlich zu regeln. Auf die Geschichte vom schlafenden

    Papagei werde ich mich aber nicht mehr einlassen ... Am Händler liegt es übrigens nicht, denn der hat mir schon

    vor einem halben Jahr angeboten, das Gerät zurückzunehmen.

    Ich konnte jedoch mittlerweile von einem Nachbarn bestätigt bekommen, daß Alko auch mit seinem Mäher

    Qualitätsprobleme hatte. Und auch auf meinem "Radaubruder" lasten schon zwei Nachbesserungen nach

    diversen Fehlermeldungen, Ausreißversuchen und funktionsuntüchtigem WLAN nach Rücksendung von der

    Reparatur durch Alko.

    Übrigens: Nein, die Messerscheibe ist nicht beschädigt (nach wenigen Monaten Betrieb auch nicht wahrscheinlich,

    denn das Gerät war, wie gesagt, wiederholt wegen diverser Mängel in Reparatur).

    Und: Ja, die Messerscheibe war verschmutzt. Das ist sie aber schon nach einer Stunde Mähzeit, und das ist

    normal und auch nicht abwendbar. Der Honda meines Vaters war nach zwei Jahren Betrieb auch mit

    verschmutzter Messerscheibe trotzdem immer noch genauso leise wie am ersten Tag.


    P.S.: Vielleicht könnte Alko den roten Knopf für den Notstop etwas weniger weit aus dem Gehäuse herausragen lassen,

    damit der Mäher nicht unter jedem zweiten Busch stehenbleibt.