Lagerfähigkeit neuer originaler Akkus

  • Hallo Leute,


    Nachdem mein 230er bei der Hitze Anfang des Monats einige male manuelles Laden benötigte habe ich mir 2 Stück originale Akkus im Netz bestellt und diese wurden auch prompt geliefert. Er läuft jetzt aber wieder probemlos und die Mähleistung ist für mich noch ausreichend. Das er neue Akkus benötigt ist jedoch unbestritten ich möchte diese aber lieber erst zur nächsten Saison einbauen.


    Ist ein Einbau im Frühjahr sinnvoller oder nehmen die neuen Akkus schaden wenn sie ca 8 Monate im Keller liegen?


    Danke an die Experten.

  • Ich weiss es nicht mit Bestimmtheit, aber ich nehme es an, dass die neuen Akkus bereits vorgeladen sind. In diesem Fall wäre eine Entladung unter eine Spannung von unter 15 V (1V/Zelle) höchstwahrscheinlich tödlich.


    An Deiner Stelle würde ich:


    a) Die Spannung des Akkus jetzt messen. Wen sie mehr als 15 V beträgt, solltest Du alle 3-6 Monate nachladen bis auf 20-21 V. Nachladen jeweils bei Werten unter 18 V.


    Wenn Du eine Spannung von praktisch 0 oder einigen V findest, würde ich davon ausgehen, dass der Akku ungeladen ausgeliefert wurde. In diesem Fall musst Du auch nicht nachladen, sondern würdest damit nur einen schlafenden Hund wecken.


    Alternativ kann Dir bestimmt ein guter Fachhändler sagen, ob die Akkus geladen oder ungeladen ausgeliefert werden.


    LOUIS XIV

    AM 230ACX, v2.80, Jg. 2013. Seit 3/2015, 350m2, auto

    AM 220AC, v2.80, Jg. 2013. Seit 3/2019, 150 m2, auto

  • Ein Lithium-Akku mit 0V wär kaputt, kaputter geht gar nicht. Jeder LiIon-Akku kommt vorgeladen, anders geht das nicht.


    Prinzipiell altert jeder Akku alleine mit der Zeit, auch wenn er nicht benutzt wird. Das beste, was du ihm antun könntest, wäre kühl lagern, und schauen das der ungefähr bei der Spannung bleibt, ist der er geliefert wurde. Nicht ganz voll laden, und auch nicht tiefentladen.


    Oliver

  • Die Mäher der 2-er Generation haben eben noch Ni-MH-Akkus und diese haben total andere Eigenschaften als Li-Ionenakkus.


    LOUIS XIV

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  • Ist der Akkuwechsel von einem Laien gefahrlos zu bewerkstelligen? Oder himmelt man die Platine / zerwichst die Programmierung?
    Ich liege mit meinem Händler über Kreuz und überlege das selbst zu machen.

    Grüße
    Tom


    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum.

  • Danke LOUIS XIV,


    Die Akkus sind geladen,beide bei 19,3 Volt. Werde es mir noch überlegen ob ich sie jetzt gleich am Wochenende reinmache oder damit warte bis die Saison vorbei ist. Der Mäher gehört dann ohnehin zerlegt und gereinigt. Die Ladung über den Winter ist ja nur über den Mäher möglich.


    Plattenwerk


    Der Akkutausch sollte nicht so schwierig sein. Es gibt genügend Anleitungen im Netz und beim Versand sollte auch eine Beschreibung dabei sein. Ich öffne aber das ganze Gehäuse,also benötigt man dann auch eine neue Dichtung. Glaube aber auch schon gelesen zu haben wo man das Bedienfeld öffnet. Die Möglichkeit eines Wasserschadens ist dann aber sicherlich höher und würde ich nicht empfehlen.

  • @ Plattenwerk: Ich sehe für das Manöver kein wirkliches Risiko. Ich habe kürzlich eine ganze Reihe von Videos für Reparaturen am Automower entdeckt. Hier das für Akkutausch am 230ACX:


    https://www.youtube.com/watch?v=gq-byLImLCg


    Ausserdem beachten: Den Stecker der neuen Batterie zügig mit dem der Platine verbinden, um einen Funkenregen und dadurch verbrannte Kontakte zu vermeiden. Und dann sollte die Dichtung zwischen Gehäuseober- und unterteil ersetzt werden. Persönlich würde ich nur Originalakkus einbauen, da ich über zu viele schlechte Erfahrungen mit anderen Akkus gelesen habe.


    jcp77 : Also einfach die Spannung alle 1-3 Monate messen. Solange über 18 V nichts machen. Bei tieferen Werten dann nachladen bis auf 20-21 V.
    Wenn Du die neuen Akkus schon jetzt einbaust, kannst Du die aktuelle Spannung im Schnelltestmenu messen (die "0" 2 sek. drücken, Blättern mit "YES", verlassen mit "zurück"). V_aktuell ist auf der 4. Seite. Ich mache diese Überwachung jeden Winter, die ersten zwei Jahre war noch nie Nachladen nötig (Oktober-März).


    LOUIS XIV

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  • jcp77 / LOUIS XIV : Danke, das sieht in der Tat nicht schwer aus, da mache ich mich im Frühjahr ran. Die bisherigen Akkus nudele ich noch runter (täglich Mähzeit verlängern) und starte mit Frischen in die neue Saison.
    Meiner mäht auf 'Auto' nur noch ~40 , auf 'Manuell' ~55 Minuten.

    Grüße
    Tom


    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum.

  • Plattenwerk : Kannst Du uns noch mitteilen, wieviele Betriebsstunden und wieviele Ladezyklen die Akkus aktuell haben? Ich nehme an, dass es mindestens 2000 Ladezyklen (LZ) sind. Aber ich habe auch schon von über 4000 LZ gelesen. Das sind für mich phantastische Werte, die ich aber nur bei Original-Akkus gefunden habe. Man muss sich dabei jedoch bewusst sein, dass im meist angewendeten AUTO-Modus nur bis auf etwa 30 % entladen wird (entsprechend einer Spannung von 18.0 V unter Betriebslast). Im MAN-Modus wird tiefer, bis auf eine Entladeschlussspannung von 17.0 V entladen.


    Für das winterliche Nachladen habe ich mir ein Provisorium gebastelt, womit ich die Akkus nachladen kann, falls die Selbstentladung während der 4-5 Wintermonate mal zu einer Spannung unter 18 V führt. Das war aber nach den ersten zwei Betriebssommern nicht der Fall; Ende Oktober 2016 hatte der Mäher 770 LZ resp. 800 h auf dem Zähler. Das Provisorium besteht aus einem Trafo eines alten Druckers oder ähnlich, mit sekundär 20 V~ /1.25 A. Diese Wechselspannung schliesse ich unter Zwischenschaltung eines Vorwiderstands direkt mit 2 Krokodilklemmen an den Kontaktblechen der Roboternase an.


    LOUIS XIV

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  • Hallo Tom,


    Meine Akkus zeigten zu Beginn im Batterietest Werte von 3000-3500 mAh bei einer Mähzeit im MAN-Modus knapp 3 h. . Du hast jetzt bei Dir Restkapazitäten von rund 1240 mAh gefunden, also etwas mehr als 1/3; proportional gerechnet ergibt das bei Dir aktuell eine Mähzeit in MAN von 1 h. Du hast in Beitrag #8 ~55 Minuten rapportiert. Das passt alles recht gut zusammen.


    Zu beachten wäre noch, dass die Leistungsaufnahme des Mähmotors stark von der Grashöhe und eingestellter Schnitthöhe abhängt (man kann ja die Mähkraft während des Mähens ablesen), weshalb HQV für den Test empfiehlt, die Schnitthöhe auf den maximalen Wert hochzustellen. Ich habe aber mit dem vereinfachten Test (ohne die Schnitthöhe höher zu stellen) eigentlich immer gute Vergleichsresultate erhalten. Der Test ist ja wohl für den Händler gedacht, der sicherstellen muss, dass nicht eine übermässige Schnittleistung mitgemessen wird.


    LOUIS XIV

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  • Hallo Louis XIV,


    ich habe mir 4 Jahre alte Garten-/ Rasenbilder angeschaut - was für ein Unterschied!
    Vor Anschaffung des Mowers habe ich kaum gedüngt weil ich das alles zur Strafe selber hätte mähen müssen.
    Seit Schantall täglich ihre Runden dreht habe ich sowohl im Frühjahr als auch im Herbst gedüngt und bewässere durchgehend.
    Dadurch ist der Rasen eine dichte Matte. Ich habe Schnitthöhe 5 eingestellt: unsere Gegend ist niederschlagsarm, der Rasen soll sich selber etwas beschatten und die längeren Halme mehr Morgentau sammeln.


    Interessant finde ich Deine 3.000 - 3.500 mAh: sind das original HQV? Ich dachte daß serienmäßig 2.200mAh verbaut sind.


    Welchen Vorwiderstand verwendest Du bei Deiner Winter-Erhaltungsladung?

    Grüße
    Tom


    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum.

  • Hallo Tom,


    Da der "Rasen" bei uns wohl um die 50 Jahre alt ist, uneben und alle möglichen Gräser und Unkräuter, insbesondere auch Moos vorhanden war, habe ich keinen grossen Anprüche an das Ergebnis gestellt. Ich wollte lediglich eine Maschine, die mir das Mähen abnimmt. Im ersten Frühjahr von Roby habe ich wegen diverser Empfehlungen im Forum sogar einmal gedüngt. Aber auch so ist unterdessen aus der "Magerwiese so etwas wie ein dichter Teppich geworden, das Moos ist weitgehend (bis auf die Ränder) verschwunden, einige Unkräuter sind speziell jetzt in der 2. Sommerhälfte störend, besonders Kleearten und Hirse. Die meisten Bekannten finden, dass wir einen sehr schönen Rasen haben... Ich profitiere nun also vom Effekt des Mulchens.


    Ja, die hohen gemessenen Kapazitätswerte bleiben ein Rätsel. Zuerst habe ich sie mit dem (typischen) Wirkungsgrad der Ni-MH-Akkus (0,7) erklärt. Nachgeladen würde dann die entnommene Kapazität x 1/0,7. Aber später durchgeführte Nachmessungen der effektiv zugeführten Ladung haben zu Widersprüchen geführt. Um die zugeführte Ladung zu bestimmen habe ich vereinfachend den Ladestrom [A] mit der Ladezeit [h] multipliziert. Der Ladestrom beträgt beim 230 ja im Durchschnitt 4 A, das kann man am Mäher direkt ablesen, in den letzten paar Minuten die Hälfte.


    So bleiben die gemessenen Kapazitätswerte leider etwas wie Hausnummern, die nicht der Realität entsprechen (wie auch andere Eigenheiten des Mähers). Aber für vergleichende Betrachtungen sind die Messwerte brauchbar.



    LOUIS XIV

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  • Ich will mir für 2018 neue Akkus besorgen. Die Standzeit der bisherigen war ok, daher sollen es original HQ werden.
    Frage an die Experten: erkennt man irgendwo Baujahr bzw. Charge? Ich möchte möglichst keine 4...5 Jahre "gereiften", selbst wenn sie fachgerecht gelagert wurden.

    Grüße
    Tom


    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum.

  • Das möchte ich auch wissen. Aber die Möglichkeiten der Verschlüssellung durch Kombinationen von Zahlen und Buchstaben sind ja so gross, dass ich nicht glaube, dass eine Ermittelung des Produktionsdatums möglich ist. Ich werde mir daher einen Lieferanten aussuchen, der gross ist und daher auch höchstwahrscheinlich genug Akkus umsetzt, um immer wieder frische auf Lager zu nehmen. Zudem erachte ich diese Problematik nicht mehr als so wichtig, nachdem mein 230 ACX Baujahr 2013 hat, erst März 2015 an mich geliefert wurde und nun nach rund 1000 Ladezyklen/1200 Betriebstunden immer noch etwa 70 % der Anfangskapazität besitzt. Vorausgesetzt, die Spannung der Akkus wurde wie beim Mäher regelmässig (~alle 6 Monate) geprüft und nachgeladen.


    LOUIS XIV

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  • Hallo Tom,


    Hier noch der Nachtrag zu Deiner Frage in Beitrag #13 betreffs des Vorwiderstands:


    Trafo: 20 V~, max. 1.25 A, Rvor = 5 Ohm


    Ladeversuch: Batteriespannung vor Laden = 17.1 V (nach Betrieb in MAN-Modus bis Stillstand)


    I gemessen nach :
    0 min. -- 0.8 A
    40 min. -- 0.6 A
    60 min. -- 0.6 A -------------- V Batterie = 19.2 V (nach Schnelltest des Automowers)


    Maximaler Strom also zu Beginn. Nach Ohm'schem Gesetz werden im Widerstand vernichtet/muss er aushalten:


    N = V*I = R*I^2 = 5* (0.8)^2 = 3.2 W


    Der von mir verwendete Widerstand aus der Sammlung ist ein grosser, drahtgewickelter Brummer, schätzungsweise 10-20 W.


    Man kann auch einen höheren Wiedrstand nehmen, dadurch erhöht sich dann entsprechend die Ladezeit und umgekehrt wird die im Widerstand vernichtete Leistung geringer.


    LOUIS XIV

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  • Hallo Louis,


    ich habe hierlange nicht reingeschaut, deshalb erst jetzt: Danke!
    Da kann ich was draus bauen.

    Grüße
    Tom


    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum.

  • Hallo Tom,


    Der Zufall will es, resp. die halbe vergangene winterliche Einlagerungszeit von Roby, dass ich vorgestern erstmals einen wirklichen Versuch der Batterienachladung mit der obigen Schaltung gemacht habe. Die Akkuspannung war auf rund 18,5 V gefallen (Messung direkt mit dem Schnelltestmenu - "0" 3 sek drücken, dann mit "Yes" bis zum 3. Fenster gehen. Nach etwa 4 Stunden war der Akku bereits wieder voll, erkennbar an Ladestrom = 0. Zu Beginn des Ladens war er so um die 0,6 A. Erwartungsgemäss war dann die Akkuspannung wieder über 20 V.


    Akkus nach 3 Mähsaisons, 1003 Ladungen, 1256 Betriebsstunden, Batteriekapazität gemäss Test 2 x ~2200 mAh (neu: 2 x ~3300 mAh!). Ich rechne, mit dieser Kapazität von rund 66 % auch noch die 4. Mähsaison zu bestehen.


    LOUIS XIV

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  • Hallo Louis,


    mein Vater kennt so ziemlich jeden Strom mit Vornamen und Krankheiten der Großmutter :lol: deshalb werde ich ihm den Bau eines Stütz-Ladegerätes umhängen.
    Wobei ich glaube dass Stützladung bei meinen runtergenudelten Akkus eher was fürs gute Gewissen ist...

    Grüße
    Tom


    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum.