RX20u - Installation, Garage, Fahrlogik, Antriebskraft

  • Ich habe zugegeben einen sehr kleinen Rasen. Das RoboMow Projekt war mehr Spieltrieb als Notwendigkeit. Deshalb fiel die Wahl auch auf den RX20u von RoboMow. Er ist relativ preiswertig, ist klein und hat ein gefälliges Design.


    Um absehbare Problemzonen möglichst auszuschließen habe ich die Ausläufer nach der Rasenkante vorher auf das gleiche Niveau wie den Rasen gebracht. Die Begrenzungsleitung ist nach den angegebenen Abständen ca. 2cm im Rasen versenkt worden.
    Die Ladestation bekam eine Garage aus Holz mit Verkleidung und Blechdach. Er soll ja weder in der Sonne stehen noch im Regen. Außerdem bekam er auf Wunsch der Kinder und Frau ein Marienkäfer Design. Soweit so gut. Vor dem ersten Test wurde alles nochmal mit einem normalen Mäher kurz gemäht.


    Erster Test, in die Mitte stellen und heimfahren lassen geht. Er schleicht langsam und ohne Mähfunktion bis zur Begrenzung und dann gegen den Uhrzeigersinn den Draht entlang. Die Station trifft er einigermaßen genau, den Rest wackelt er sich gar ein.
    Zweiter Test, aus der Station mähen. Er fährt hierbei in einer leichten Rechtskurve heraus und fängt dann an bis zum Rand zu mähen, stößt zurück, dreht sich ein zufälliges Stück und fährt wieder bis zur nächsten Begrenzung. Würde die Station jetzt auf der freien Wiese stehen und alles einigermaßen groß sein damit er immer schön Platz hat klappt das einwandfrei, trotz der einfachen Technik.
    Folgende Eigenheiten führen bei meinem kleinen Rasen zum Problem und ich hoffe dass sich das durch eine gute Idee oder ein Firmware Update noch lösen lässt:


    Antriebskraft bei festem Hindernis. Stößt er bei mir gegen ein festes Hindernis kann es passieren dass er stehen bleibt, die Räder aber weiter drehen. Er merkt also nicht dass er steht. Das alles bei trockenem Rasen und gutem Grip. Die Folge ist das die Räder zwei Löcher buddeln. Hier müsste man die Kraft einstellen können die er maximal aufwendet bevor er auf Hindernis erkennt. Das scheint über den Strom der Antriebsmotoren zu gehen. Einen Sensor konnte ich nicht entdecken.
    Fahrlogik. Von Zeit zu Zeit fährt er ein Stück die Begrenzung entlang um dann wieder in die freie Fläche einzubiegen. Wenn das zufällig in der Ladestation endet, biegt er in der Station ab und verkeilt sich. Von selbst kommt er aus dieser Situation nicht mehr raus.


    Ecken. Er tut sich in der Ecke manchmal schwer wieder rauszukommen. Richtig sinnlos erscheinen mir hierbei seine 360 Grad Drehungen mit erneutem Versuch. Wenn er einfach langsam zurücksetzen würde wäre schon einiges gewonnen. Allgemein stoßen die Sensoren bei diesem einfachen Modell hier an ihre Grenzen.


    Unterm Strich führt es dazu dass ich ihn nur unter Aufsicht fahren lassen kann. Fängt er an zu buddeln oder fährt er sich fest muss ich ihn manuell befreien. Habe auch schon mit verschiedenen Varianten des Begrenzungsdrahts experimentiert aber ich bekomme dieses Verhalten nicht weg. Meine Hoffnung liegt auf einem Update mit etwas cleverer Fahrlogik und einstellbarer maximaler Antriebskraft. Dann wäre eigentlich alles gut.


    Wenn jemand das auch schon beobachtet und eine Lösung gefunden hat wäre ich sehr interessiert.

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  • Update: Wenn man den RX20 erst mal ne zeitlang hat wird einem klar wie man die kleinen Schwächen auffangen kann.
    Im Grunde sind es am Ende zwei Eigenheiten die man kennen sollte:


    1: Mangels Sensor erkennt er nicht wenn er irgendwo weich anstösst und fängt dann an mit den Rädern an zu wühlen. Wahrscheinlich hält er das Hindernis für eine Steigung und legt sich erst recht ins Zeug :) Das waren bei mir ein großer Bambusgrasbüschel und ein Tontopf der erstmal ein wenig nachgab. Kein Problem dagegen ist zB ein großer schwerer Holzbottich. Also entweder den Begrenzungsdraht soweit nach innen versetzen das er nicht gegen ein "weiches" Hindernis stösst oder diese soweit zurückversetzen das er über die Kante mäht ohne an das Hindernis zu docken.


    2: Der RX20 braucht im vorderen Teil der Ladestation - zum Ausgang - hin seitlich Platz zum drehen und rangieren. Baut man eine Garage wie ich muss sie anders aussehen als auf meinen Bildern. Die vorderen Pfosten sollten so weit wie möglich nach hinten versetzt werden sodass nur das Dach selbst den vorderen Teil überdeckt. Man sieht das eigentlich auch an der Bodenplatte wo er auch mal von der Seite kommen kann.


    Außerdem ist ein Software-Update angekündigt: https://youtu.be/RAmyIezOJ98


    Vielleicht bringt das auch nochmal die eine oder andere Verbesserung. Nächstes Frühjahr stell ich nochmal ne Aktualisierung ein mit geänderter Garage und dem Firmware Update. Jetzt kommt erst mal die Winter Mähpause und er wird eingelagert.

  • Ich selbst habe einen RX12, der das gleiche Verhalten zeigt. Er mutiert an vielen Stellen zur Wühlmaus. Da ich den Akku bereits durch einen leichteren ersetzt habe, hält sich der Schaden am Rasen jetzt in Grenzen.

    Um den BD partiell optimieren zu können, habe ich mir alle 5m ein Drahtreservoir eingebaut, aus dem heraus ich Korrekturen vornehmen kann. An den Stellen, an denen er sich festfährt erhöhe ich den Abstand, bis es nicht mehr passiert. Um das nicht bei jedem Einsatz machen zu müssen, verwende ich in der Zwischenzeit Drahtbügel oder Blechheringe, die ich in die Erde stecke, um aus einem weichen Hindernis ein hartes zu machen. Nach einiger Zeit wird der Drahtverlauf an den Stellen optimiert, an denen die Metallhindernisse sie bereits kennzeichnen.

    Mir ist aufgefallen, dass er sich immer nur in die eine Richtung festfährt (die runde Seite), auf der sich die Gleitfläche nicht befindet. In dieser Richtung überfährt er den BD sehr weit. Die Räder mit Spikes auszurüsten, um den Drehwiderstand der Räder zu erhöhen, um damit sensibler auf Hindernisse reagieren zu können, dürfte kontraproduktiv sein, da sie den BD beschädigen könnten.

    Momentan habe ich kaum noch ein Thema damit, würde aber gern in einigen Bereichen den Rand besser gemäht haben. Dazu werde ich demnächst mal mit einem Trimmgewicht experimentieren, dass ich ich auf der runden Seite anbringen werde. Mir war aufgefallen, dass wenn er sich festfährt, bereits leichter Druck auf seinen „Rücken“ dafür sorgt, dass er das Hindernis erkennt. Das Gewicht darf so groß sein, dass er beim Anfahren in die Gegenrichtung gerade keinen Hochstart macht. Damit würde dann die Last auf der Achse vergrößert werden, was ihn Widerstände besser erkennen lassen dürfte.