Samsung Navibot SR8855: noch ein Erfahrungsbericht

  • Hallo allerseits!


    Seit letztem Samstag bin ich stolzer Besitzer eines Navibots. Dieser ist ein "Technologierefresh" zu meinem alten Roomba Green (=SE). Dieser Roboter, wenngleich er nach wie vor wunderbar funktioniert, hatte einen für mich nicht mehr erträglichen Nachteil: er hat keinen Timer.


    Und der alte Roomba hat einen weiteren Nachteil: er findet seine Ladestation nur "durch Zufall".


    Also suchte ich nach einem Gerät, welches drei Anforderungen erfüllt:

    • Es muss zeitgesteuert selbständig die Bude saugen
    • Es muss mit den langen Haaren der besten Ehefrau von allen klarkommen
    • Es muss damit klarkommen, eine ganze Etage zu reinigen. 5 Räume, keine Sichtverbindung zwischen Roboter und der Ladestation


    Nachdem ich den Kauf des Roomba 555 in Erwägung zog (und weitere Ladestationen als Zubehör kaufe - mir doch egal, wo er parkt...) habe ich mich dann doch für den Navibot SR8855 (nicht zu Verwechseln mit dem billigeren SR8845) entschieden. Ich hoffe, mein Roomba SE verzeiht mir, dass sein neuer Kumpel nicht aus der gleichen Familie ist.


    Ich hatte mit Roomba gute Erfahrungen gemacht, aber habe dann doch massive Zweifel an der amerikanischen Ingenieurkunst. Mein SE hat immer wieder Probleme beim Laden über die Kontaktplatten, die verstauben, und die langen Haare von der Gattin haben ihm (na ja, eigentlich mir) Probleme gemacht. Wickelten sich um das noch starre Vorderrad... und das Gerät war nicht ausreichend gekapselt, was immer wieder zu Aussetzern führte (verstaubte Sensoren, verdreckte Motoren).


    Egal, ich will nicht rumheulen. Bin ja kein Mädchen :cool:


    Weil Samsung es vielleicht besser machen könnte, und weil der Samsung durch seine kamerageführte Navigation die Ladestation raumübergreifend zu finden versprach, habe ich bei einem Buchversender den Staubsauger gekauft. Und mir dann die Frage gestellt: warum verkauft eine online-Buchhandlung wohl Staubsauger...???


    Egal. Der Versender war nicht der billigste, aber ich habe großes Vertrauen in deren Rücknahmepolitik. Und das waren mir die 40 Euro Preisunterschied wert.



    "Wann schreibt der Depp denn etwas zum Roboter", fragst Du dich sicher. Gemach, gemach. Gleich isses soweit.



    Also, das Ding kam letzten Samstag bei mir an. Das erste was mir auffällt: die Kiste ist deutlich größer als mein alter Roomba-Karton. Nun gut, muss ja auch mehr Funktion rein.


    Kiste auf, und was mir entgegenkommt erfreut mich: ein ordentlich verpackter Roboter, etwas größer als mein SE, etwas höher. Dazu eine Fernbedienung, eine Ladestation (größer als bei Roomba, aber nicht störend), zwei "virtual Guards", die ich nicht brauchen werde, weil ich keine Bereiche absperren will. Eine Ersatzbürste und zwei Ersatz-Seitenbürsten. Und natürlich die Bedienungsanleitung in 48.000 Sprachen, von denen ich 47.998 nicht verstehe...


    So, Roboter aus der gepolsterten Schutzfolie rausgehoben und gleich auf den Rücken gelegt. Inspektion der Technik. Das erste was mir auffällt sind die zum Roomba baugleichen Kontaktplatten. Au weia, muss ich also mit Kontaktproblemen rechnen, wenn die Dinger verstauben. Mehr dazu gleich.

    Das zweite ist ein kleiner Aufkleber: Windows CE Core. Aua! Einpacken, zurückschicken. Nein, war nur ein Spaß…


    Ein ein/aus-Schalter. Schön. Wenn ich den Roboter also mal einige zeit nicht einsetzen will kann ich ihn ganz ausschalten. Das will ich auch, wenn ich ihn zwecks Reinigung auf den Rücken lege, denn sonst werden die Sensortasten gedrückt.


    Das Vorderrad ist wie bei den neuen Roombas drehbar gelagert. Super. Leider steht in der Anleitung nichts davon, ob man die Achse zum Entfernen von Haaren problemlos rausnehmen kann. Muss ich wohl mal den Support anrufen....


    Alles in allem macht der Roboter einen guten, soliden Eindruck.


    Also nehme ich mal den Staubbehälter ab und finde die nächste Überraschung: an dem Behälter ist ein grober Kamm, der in die Bürste greift. Die Bürste streift sich also über diesen Kamm ab und schubst so den aufgesammelten Schmutz in den Behälter. Das zieht auch die vielen aufgesammelten Haare meiner Angebeteten auf. Klasse.


    Der eingebaute Feinfilter ist wie auch die Bürste unter Wasser abwaschbar. Cool.



    So, genug des Roboters, schauen wir mal auf das wichtigste Zubehör.


    Die Virtual Guards unterstützen einen "Fence" und einen "Door"-Mode. Im ersten Fall darf der Roboter die virtuelle Wand nicht durchfahren, im zweiten Fall kann er nach der Fertigstellung des Raumes raus. Warum man das will ist mir nicht klar, denn wenn er raus darf (nicht in den Garten!), dann kann ich auch die Virtual Guard weglassen. Das ist auch die Betriebsart, in der ich den Samsung nutze.
    Die Guards fressen zwei Monozellen (die richtig dicken Brummer), und es ist nirgends erwähnt, ob sie sich nach einiger Zeit selbst abstellen oder einfach laufen, bis die Batterien leer sind....


    Überhaupt: das Handbuch ist nicht der Brüller :nonod:. Die verschiedenen Betriebsmodi werden nicht wirklich erklärt, sondern benannt. Ich weiß also vom Lesen her nicht, was der Unterschied zwischen dem Kantenreinigungsmodus und dem Automatikmodus ist, und auch nicht, ob ich den Kantenmodus mit dem Timer steuern kann (nein).


    Zur Fernbedienung brauch ich nicht viel zu schreiben. Sie bedient den Roboter aus der Ferne. Fernbedienung - aus der Ferne bedienen. Cleveres Konzept.


    Die Ladestation. Wummig. Schwer. Gut. Könnte auch von einem deutschen Schwerindustrieunternehmen zugekauft sein. Sie ist nicht so breit wie der Roboter, von daher ist die Größe eigentlich zweitrangig. Im geparkten Zustand steht die Saug-Frisbee etwa 8cm vor der Wand. Eine angenehme Überraschung: die Ladekontakte haben kleine Erhöhungen. Damit liegt der Roboter auf zwei Punkten pro Kontakt auf. Ich hoffe, dass das nicht so staubanfällig ist.

    Empfehlung: die Kontakte nicht mit den Fingern berühren :nono:. Und wenn es doch passiert ist mit Alkohol oder Kontaktreiniger reinigen. Auf fettigen Kontakten bleibt der Staub hängen….

    Nun lade ich den Roboter erstmal auf, denn der Akku ist nur zu 30% geladen. So viel Geduld muss schon sein. Nebenbei kann ich ja die Anleitung studieren, meinen Fußboden mit Konfetti vorbereiten und das Gerät so einstellen, dass er in zwei Stunden die Bude putzt.

    Gesagt, getan. Und weggegangen. Zurückgekommen, und da steht der kleine Lümmel in der Ladestation, der Boden ist immer noch versaut. Ist er wohl nicht losgelaufen. Moment, die Konfetti liegen anders. Und es sind nur noch 40%. Und im Staubfach sind auch welche. Also ist der Schuft doch losgelaufen, koreanische Sauberkeit ist wohl aber nicht mit deutscher Gründlichkeit zu vergleichen.

    Schwere Enttäuschung. Warum ich ihn wahrscheinlich dennoch behalten werde ist gleich zu lesen. Es ist nämlich eine Frage des Anwendungsfalls.

    Die Ursache ist wohl im Reinigungsprinzip zu suchen. Während der Roomba bürstet und saugt, kann ich beim Navibot nur eine Bürste ausmachen, aber keine Staubabsaugung. Offensichtlich wird der Staub an die Bürste gebunden und dann ins Fach transportiert, was aber nicht hängen bleibt oder angehoben wird bleibt liegen.

    Auf meinem Parkettboden funktioniert das auch super, denn es geht nur um Staub. Aber Schnipselchen aufheben ist nicht die Spezialdisziplin.

    Nun trage ich den kleinen Schwerenöter ins Obergeschoss, wo er eigentlich dauerhaft eingesetzt werden soll. Nur Parkett, nur Staub, keine Kinder, kein größerer Schmutz. Perfekt. Rein in die Ladestation, und jetzt habe ich auch erstmalig das komische Ladegeräusch, das schon von anderen beschrieben wurde. Klingt aber harmlos.

    Nun reinigt das Gerät jeden Tag um 8.30 Uhr mein Obergeschoss. Türen kann er nicht aufmachen (ist ja keine Katze), daher lasse ich sie einfach offen. Und die Absturzsensoren habe ich auch schnell getestet – schließlich ist er nicht für die Treppenreinigung gedacht und soll auch im Obergeschoss bleiben..

    Wenn er nachher um 10.30 Uhr loslaufen wird wird folgendes passieren: er wird rückwärts aus der Ladestation fahren, und dann in einer sauberen griechischen Mäanderlinie den Raum reinigen. Aber er hat ein Alkoholproblem, denn eine gerade Linie sieht anders aus. Aber sie ist fast gerade.

    Blöd, dass ich meine Ladestation an die lange Seite des Raumes stellen muss, denn da er in eckigen Schlangenlinien durchs Zimmer eiert muss er häufig wenden. Mir aber egal, wenn's ihm schlecht wird. So lange er nicht aufs Parkett kotzt…. :wuerg:

    Die Wände und Gegenstände erkennt er im Allgemeinen gut, und sein Anstoßkontakt wird im Automatikmodus nur selten bemüht. Nachteil: damit bleibt rund ums Zimmer ein kleiner Streifen ungereinigt. Die Breite des Streifens muss ich noch zu ermitteln versuchen, denn derzeit ist es zu sauber um sich zu beschweren.

    Ich muss mal den Kantenmodus testen. Dann schreibe ich vielleicht noch einmal etwas dazu.

    Ist er durch ein Zimmer mäandert fährt er ins nächste Zimmer. Funktioniert toll. Mann, hatte ich einen Dreck unter dem Bett liegen. Jetzt bleiben auch die in anderen Anwenderberichten häufig zitierten Staubbällchen liegen. Die werden aber beim nächsten Durchlauf aufgehoben, und dann ist wirklich sauber.

    In Raum vier ein Showstopper: Hier steht eine Standleuchte, deren Fuß konisch ist und auf den sich der Navibot übermotiviert aufgeschoben hat. Robbi hängt fest. Aber er wimmert nicht rum, gibt kein Ton von sich, und trägt sein Schicksal mit stolz. Ich helfe dem kleinen Racker aus der misslichen Lage und schicke ihn mit einem Tastendruck zurück in die Ladestation. Dabei passiert etwas sehr interessantes: wenn man Navibot anhebt weiß er nicht mehr, wo er ist. Ist ja klar, man kann ihn ja irgendwo in die Pampa gestellt haben. Wie also findet er die Ladestation: nun, er fährt so lange im Uhrzeigersinn an der Wand entlang, bis er die Ladestation via Infrarot orten kann. Bei mir fährt er durch die Bibliothek (mit der Lampe), den Flur, an der Treppe ins Erdgeschoss, in den Hauswirtschaftsraum, zurück in den Flur, in die Ankleide… und dort steht die Ladestation. Nix wie drauf.

    Übrigens hatte ich bisher kein einziges Mal ein Kontaktproblem. Da können die Amis was von den Koreanern lernen.

    Am nächsten Tag dann läuft alles glatt, und der Staubbehälter ist auch nicht mehr so voll. Aber dennoch so viel drin? Wow, da fällt einiges an Dreck pro Tag an.

    Ich möchte noch etwas zu den Sensoren schreiben. Im Saugbetrieb sind zwei Arten von Sensoren wichtig: die Abstandssensoren und der Anstoßsensor. In 90% der Fälle hat der Abstandssensor den Abstand von der Wand gut eingehalten. Manchmal wird etwas aber nicht erkannt – ein Stuhlbein, eine Leuchte in der Bibliothek, eine Glasvase die auf dem Fußboden steht. So lange der Gegenstand schwer genug ist verträgt er das Anschubsen aus voller Fahrt ganz gut, aber wir haben da zwei Dekolaternen auf dem Boden stehen – die werden ganz ordentlich angeschubst. Eine ordentlich aufgeräumte und damit robotersichere Wohnung ist also beim Betrieb des Staubwusels sinnvoll. Das gilt aber für alle Staubsaugroboter.

    Zum Stromverbrauch: ich habe einen Energiekostenmessgerät an die Ladestation gehängt. Wenn man den Roboter täglich laufen lässt und wie vom Hersteller gedacht immer in der Steckdose hat liegt der Energieverbrauch bei etwa 80kWh pro Jahr. Das sind Stromkosten (20c/kWh) in Höhe von 20 Euro. Dafür sind die Ersatzteile und der Ersatzakku günstiger als beim Roomba, und für die 16 Euro hat man eine saubere Wohnung. Mir ist das die Sache wert.

    Ja, ich werde den Navibot wohl behalten. Mir ist es halt wichtig, dass der Roboter die Ladestation wieder findet, ohne dass ich irgendwelche Leuchttürmchen im Haus verteilen muss wie beim Roomba. Und das macht er bisher sehr gut.

    Über die Langzeitstabilität kann ich noch nichts schreiben, denn der kleine Kerl ist ja erst seit ein paar Tagen im Haushalt. Wenn es aber etwas Bemerkenswertes gibt werde ich das hier noch nachtragen.

    Und wenn alles so klappt wie ich mir das erhoffe ist nächstes Jahr ein zweites Gerät fällig – fürs Erdgeschoss. Da liegt noch Staub. :rolleyes5:

    Edited 2 times, last by bauer40: Schreibfehler korrigiert; Batterietyp korrigiert ().

  • Hallo Bauer40,

    habe deine Erfahrungen mit dem Samsung mit viel Freude gelesen, schön geschrieben :o)

    Der Navibot saugt auch, allerdings ist der Motor dafür im Robbi untergebracht. Dadurch ist der Staubbehälter auswaschbar. Die Ansaugschlitze sitzen über dem Feinfilter. Wie der Luftstrom genau geht kann ich nicht sagen. Habe gerade den Test mit dem Konfetti wiederholt, war praktisch alles weg. Klar ist das er nicht die Saugleistung aht wie ein Roomba, das liegt schon am Konzept des Staubbehälters, wo die " Absaugung " an den 2 Gummilippen unter dem Gerät stattfindet und nicht wie beim Samsung auf der vollen Länge des Bürstenraumes.
    Ich kann aber sagen, das der Kleine Tannennadeln, Sand, Blätter und ähnliches zuverlässig aufsaugt. Meine beiden Katzen sind Freigänger und schleppen recht viel mit rein. Auch Tierhaare werden problemlos entfernt, ebenso wie der normale Staub.

    Zu den Reinigungsmodi habe ich mittlerweile herausgefunden:

    Edge-Mode
    Der Samsung fährt wie der Roomba bis kurz vor ein Hinderniss, reduziert seine Geschwindigkeit und fährt lagsam weiter bis die Sensoren im Bumper den Kontakt mit dem Hinderniss melden und dreht dann ab. Hat den Vorteil das bis in die Ecken gereinigt wird, aber den Nachteil das leichte Gegenstände < 5 kg immer etwas verschoben werden. Das hat mich beim Roomba immer etwas gestört, er hat meinen Subwoofer immer umdekoriert.

    Automodus:
    Auch hier fährt der Samsung bis kurz vor ein Hinderniss, wird wieder langsamer, stoppt jetzt aber kurz vor dem Kontakt mit dem Hinderniss und dreht ab, ohne den Gegenstand zu berühren. Mein Sub steht jetzt jeden Tag da wo er stand :o)
    Der Vorteil ist klar, alles bleibt an seinem Platz. Der Nachteil, es bleibt ein ca 10mm breiter Streifen der nur von der Seitenbürste gereinigt wird.


    Ein ganz klarer Vorteil jedoch für den Roomba:
    Er saugt imer gleich, egal ob es hell ist oder dunkel. Der Samsung bekommt etwas Probleme mit der Navigation wenn es zu dunkel wird und er die Decke nicht mehr erkennen kann. Also eine nächtliche Reinigung ist wohl nicht anzuraten.

    Die Virtual Guards werden übrigens mit 2 D Zellen (Mono) betrieben. Ich konnte bisher keine Auto-Off-Funktion feststellen, glaube aber das die Batterien selbst bei Dauerbetrieb sehr lange halten werden.
    Durch den Einsatz der VGs wird die Reinigung nur strukturierter, heißt ein Raum nach dem anderen. Nötig sind sie nicht, ohne reinigt er genau so gut.

  • Danke, Darked. Den Batterietyp habe ich in meinem Beitrag geändert.


    Was die Reinigung bei Nacht angeht stimme ich zu: vermutlich ist das keine gute Idee. Aber nachts will ich ja auch schlafen, da kann ich keinen laufenden Staubschlucker gebrauchen. Auch wenn dieser angenehm leise ist.


    Herzlichen Dank auch für die Beschreibung des Edge-Modus. Da werde ich mir jetzt überlegen, ob ich einfach einmal pro Woche manuell diesen Lauf anstoße.

  • Nun ist mein Navibot eine Woche alt, Zeit ihn sich mal genauer anzusehen und eine Grundreinigung zu machen.


    Also: nochmal schnell den Staubbehälter ausgeleert und dann nix wie auf den Rücken gedreht (was jetzt schon ein wenig schamlos klingt - und auch so aussieht). Dann wollen wir mal.....


    Das erste was mir auffällt ist, dass das Gerät sehr viel sauberer geblieben ist als mein alter Roomba SE. Die Antriebsräder sind sauber, und in der Hauptbürste hängen nur relativ wenig Haare. Super! Mal einen Blick auf die Hauptschwachstelle beim alten Roomba: das vorderer Rad. Da hat sich regelmäßig meine halbe Frau drumgewickelt - nun gut, nur deren Haare. Beim Samsung hängt hier nur wenig. Das hängt wohl daran, dass sich das Rad auf der starren Achse dreht, und sich nicht gleich die Achse mitdreht.


    Apropos Räder: der Navibot hat Gummiräder. Auf meinem Parkett gibt das saumäßig Grip, und gleichzeitig läuft der Roboter sehr leise.


    Die Verschmutzungen mit Haaren an den beiden Seitenbürsten ist auch sehr gering, und auch keine langen Haare der Gattin auf den Antriebswellen. Super. Ich bin angenehm überrascht, musste ich meinen Roomba genau dort doch noch pimpen (mit Tesamoll).


    Hauptbürste raus. Klar, hier hängt einiges an Haaren drin, die sind aber auch schnell entfernt. Ich denke, die Bürste ist primär so sauber, weil im Getriebe (welches super gekapselt zu sein scheint) ein paar Plastikteile die Haare in Richtung Bürstenmitte transportieren und dazu noch ein Kamm am Restbehälter die Haare entnimmt. Zum Restbehälter: hier wird ja auch reingesaugt. Es ist also tatsächlich so, wie ich ursprünglich schrieb: Navibot saugt nicht direkt den Fussboden, Navibot saugt seine Bürste sauber.


    Zeit, ein paar Fotos anzuhängen.


    Auch Zeit, den Schraubenzieher rauszuholen und zu schauen, wie verschmutzt der Roboter innen ist.... nun ja, lange Rede kurzer Sinn, hier bin ich nicht weit gekommen. So richtig mit der Zerlegung beschäftigen werde ich mich wohl, wenn er mal streiken sollte und die Garantie abgelaufen ist.


    Bis dahin bleibt zu sagen, dass sich im Batteriefach ein kleiner Stecker befindet... interessant, aber leider aktuell nicht zu beantworten, wofür.


    Ich erwähnte ja schon einmal die Qualität des Handbuchs: gestern hätte ich mich fast aufgeregt. Der Roboter kennt zwei Timer: putze um x Uhr, und putze TÄGLICH um x Uhr. Weder die deutsche noch die englische Anleitung verrät, dass man für die TÄGLICHE Reinigung den Knopf "Timer" lange gedrückt halten muss, um diese Uhrzeit einzustellen. Grrr......


    Nun ja, jetzt weiß ich's, und ich werde wohl auch mal ein paar Experimente machen, was passiert, wenn man bestimmte Tasten gleichzeitig drückt, oder beim Einschalten, oder wenn man den Akku entfernt und wieder einsetzt....


    Hier noch ein paar Fotos der Reinigungsaktion:
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    Edited 2 times, last by bauer40 ().

  • Ich hab da mal eine Frage zu dem Navibot.....wie ist das mit dem Tierhaaren im Antriebsbereich nach einer längeren Zeit? Ist der Navibot da ein bisschen weniger anfällig als der Roomba oder tut sich da nicht viel?

  • wie ist das mit dem Tierhaaren im Antriebsbereich nach einer längeren Zeit? Ist der Navibot da ein bisschen weniger anfällig als der Roomba oder tut sich da nicht viel?



    Nach weniger als zwei Monaten Erfahrung mit den Navibots und danach Roomba 581: Der Roomba ist bei den Antriebsrädern und dem Frontrad besser zu reinigen als der Navibot. Beim Navibot blieben dort immer noch Wollfussel von einem unserer Teppiche zurück, die ich beim Roomba immer problemlos wegbekomme. Auch die beiden Reinigungsbürsten des Roomba lassen sich besser davon (und von Menschenhaaren) befreien. Mit frischen Tierhaaren konnte ich es allerdings nicht testen.

  • Hallo zusammen,

    also ich kann mich über die Reinigung des Sammy nicht beschweren. Wo ich beim Roomba immer zusehen musste das die Bürsten sauber bleiben, weil sich sonst die Haare von Frau und Katzen da rein fädeln. Das konnte ich beim Samsung bis jetzt nicht feststellen. Selbst, Asche auf mein Haupt, nach 2 Wochen ohne reinigen der Bürste. Da das Lager so dicht ist beim Samsung bilden sich zwischen Bürste und Lager "Haarscheiben" die recht einfach zu entfernen sind. Zum entfernen der Haare aus den Bortsten nehme ich das Reinigungsteil von meinem Roomba, ich finde das geht prima. Das Vorderrad des Roomba ist allerdings wesentlich einfacher zu reinigen, da man es komplett ausbauen kann. Das habe ich beim Samsung noch nicht geschafft. Ich muss aber sagen, dass das Rad auch mit sehr viel Flusen und Staub leicht läuft. Alles in allem bin ich zufrieden, trotz zwei Sibiriern und einer Frau die Haare liefern.

  • Quote

    Da das Lager so dicht ist beim Samsung bilden sich zwischen Bürste und Lager "Haarscheiben" die recht einfach zu entfernen sind.


    Das klingt ja schonmal nicht schlecht....vlt werde ich den Navibot dann doch mal testen....ich hoffe er hält was er verspricht :D
    Denn ich hab wie gesagt keine Lust ewig das Gerät zu zerlegen um Haare aus dem Antrieb zu friemeln *hust*

  • Hallo zusammen


    Ich bin seit einigen Tagen ebenfalls Besitzer des Samsung SR8855. Meine bisherigen Erfahrungen halten sich noch in Grenzen, da ich das Ding erst eben unsere Wohnung saugen liess.


    Erste Beobachtungen:


    - Ladegeräusch: Wenn der Robo selber auf die Station fährt, geschieht dies nur mit stark reduzierter Motorenleistung. Das ist ja eigentlich auch ok so, allerdings habe ich so das Gefühl, dass er die Kontakte nicht mittig berührt und dabei schon ein leichtes Verrutschen zu einem unsauberen Kontakt führt. Sowas müsste via Samsung durch ein Firmwareupdate wirklich behoben werden. Auf Dauer könnte dies für die Elektronik ziemlich unangenehm werden (sowohl für den Lader, wie auch für den Robo). Bleibt noch die Frage offen, ob sich auch eine kleinste Funkenstrecke bildet zwischen den Kontakten...


    - Virtual Guards: Ob ich die nun benötige weiss ich noch nicht. Die Ausrichtung erfolgt gemäss dem aufgedruckten Pfeil auf der Oberseite. Allerdings reagierte der Robo auch bei ca. 45° noch immer auf den Virtual Guard (der Virtual Guard grenzt die Küche mit dem Wohnzimmer ab und sitzt direkt hinter dem Türrahmen; Distanz zur Türe nur ca. 1m, daher auf Stufe 1 eingestellt; Türe aus Holz, kein Glas oder Spiegel)


    - Bedienungsanleitung: Diese ist wirklich kaum zu gebrauchen. Völlig logische Dinge werden gründlich erklärt (z.B. dass das Ladegerät nur bei 230V Netzspeisung auch wirklich lädt). Wichtige Dinge wie die einzelnen Programme werden nur aufgelistet. Wurde hier ja bereits erwähnt.



    Grüsse
    Leander

  • ich habe mich nun auch für einen Navibot entschieden. Ausschlaggebend war aber in erster Linie der Preis. Für unter 300 € ein neues Gerät mit 2 Jahren Garantie ist quasi unschlagbar. Ein Vergleichbares Modell anderer Marke habe ich zu dem Preis nicht finden können.
    Nach zwei Tagen saugen bin ich auch eigentlich recht zu frieden, auch wenn ich sagen muss, dass mein alter Roomba damals gründlicher war, so hat auch der Navibot seine Vorteile. Er ist um einiges leiser und kommt auch ohne LH prima zurecht. Auch der WEg zur Station scheint recht zielstrebig. Allerdings poltert er lauter über breite Fliesenfugen als z.B. der Roomba.
    Was sehr gut funktioniert ist die Auto Funktion vom Navibot. Selbst die knapp 1,5 cm hohe Hundedecke erkennt er jedesmal um umfährt sie....der Roomba ist immer voll dagegen gefahren, so wie der Navibot im Edgemodus.
    Alles in allem haben beide Geräte Ihre Stärken und Schwächen und lassen sich meiner Meinung nach nur schwer miteinander vergleichen. Denn beide Geräte sind unter bestimmten Bedigungen besser als das andere Gerät. Aber für meine Verhältnisse (nur Fliesen, keinen Teppich) und für nicht einmal 300 € ist der Navibot eine recht gute Wahl, wenn auch mit kleinen Schwächen.

  • Hallo zusammen


    Kleine Zwischenbemerkung:


    Der Navibot SR8855 lief nun einige Tage. Zeit, dass ich meine neuste Beobachtung hier rein schreibe:
    Im Staubbehälter befindet sich ein HEPA-Filter, nicht schlecht das Ding. Leider ist die Fläche des Filters relativ klein und deshalb verstaubt dieser sehr schnell. Die Saugleistung nimmt ab und es fallen ab und zu irgendwelche kleine Fusselchen auf den Boden. Nach einem Saugvorgang des Navibots liegen demnach mehrere kleine Fusseln in der Wohnung verteilt auf dem Boden herum.


    Was solls, muss ich wohl den Filter öfters reinigen. Zum Glück wird dieser automatisch gereinigt, wenn man die "Quick-Empty" Funkion des Navibots benutzt.


    Grüsse
    Leander


  • Die Saugleistung nimmt ab und es fallen ab und zu irgendwelche kleine Fusselchen auf den Boden. Nach einem Saugvorgang des Navibots liegen demnach mehrere kleine Fusseln in der Wohnung verteilt auf dem Boden herum.
    Leander


    Servus,


    bist Du dir sicher, dass dies von der Saugleistung kommt?? Die kleinen Fusseln bei mir die rumliegen kommen definitiv von den Seitenbürsten. Dort sammelt sich der Staub und wenn der Samsung mit den Bürsten gegen eine Kante fährt, dann streift er sie aus den Bürsten heraus..


    Gruß



    Mike


  • Ich glaube auch nicht, dass die Fussel von dem Filter kommen. Ich hab die auch in der Wohnung rumfliegen....es scheint, dass der Navibot beim saugen einfach verliert. Deshalb lass ich meist zweimal am Tag saugen....danach sind so gut wie alle fusseln weg

  • hehe..Gewerkschaft...das ist gut :)
    Ich hoffe ja, dass Samsung die kleinen Probleme in den Griff bekommt mit der Zeit. Aber wenn ich ganz ehrlich bin...ich habe mich mittlerweile damit abgefunden, dass die Geräte einfach noch nicht perfekt sind (leider)

  • Mich würde ja immer noch interressieren wie der Navibot mit richtig dunklen Räumen zurecht kommt.
    Also nicht nur Dämmerung, sondern Dunkel.


    Meinem Roomba macht das ja nichts aus...

  • Mich würde ja immer noch interressieren wie der Navibot mit richtig dunklen Räumen zurecht kommt.
    Also nicht nur Dämmerung, sondern Dunkel.


    Meinem Roomba macht das ja nichts aus...



    Hab unter Samsung "visionary mapping" ein neues Thema aufgemacht..

  • ich habe seit drei Wochen einen Roomba und einen Navibot. Wie lange hält bei euch der Akku vom Navibot. Sofort nach dem Fertigladen hält er bei mir 85 min mit dem Maximalprogramm. Wenn ich aber nicht sofort nach beenden des Ladens den Navibot fahren lasse, hält der Akku deutlich kürzer - 1h .


    Wie ladet ihr euren Navibot. Wenn er in die Ladestation kommt ladet er mit dem Display eingeschaltet. Ich lade ihn immer ausgeschaltet. Sobald er in die Ladestation kommt schalte ich ihn mit der Fernbedienung aus. Auf der Ladestation sieht man immer noch das grüne Ladelicht. Der einzige Nachteil ist, das die Timerfunktion dann nicht geht. Wenn er fertig geladen ist schalte ich ihn wieder ein und starte das Programm. Wie macht ihr das????

    Edited once, last by ChiefBroady: Doppelpost ().

  • Ich lasse ihn immer eingeschaltet, da der Unterschied im Stromverbrauch dabei marginal ist...

  • Mein Navibot ist immer eingeschaltet, läuft vollautomatisch jeden Tag um 10.00 Uhr durch's Haus und flitzt dann in die Ladestation zurück. Dort schlägt er sich den Bauch - tschuldigung - den Akku voll und wartet auf den nächsten Tag.


    Das häufige Ein- und Ausschalten am Netzschalter kostet sicherlich mehr als der Strom. Wenn der Schalter einmal verschlissen ist wird's sehr teuer...