Alternative App für V2 Verfügbar!

  • Die Flole Xiaomi Remote Control App ist nun auch für V2 Roboter verfügbar! Einige kennen diese ja schon von dem V1 Roboter.


    Der Link zum entsprechenden Thread sowie der direkte Link zum Download ist in meiner Signatur zu finden, der Vollständigkeit halber hier aber noch einmal ein Link auf meine Webseite wo die App runtergeladen werden kann: https://xiaomi.flole.de


    Bei Fragen bitte im richtigen Unterforum posten, also V2 hier, V1 drüben. Das hilft den Überblick zu behalten.


    Auch hier noch einmal der Hinweis: Spenden hilft die App am Leben zu halten, ohne Spenden ist eine Entwicklung so nicht möglich. Danke an alle die einen Beitrag dazu geleistet haben!!

  • alternative Stimmen wären was ^^ (ich weiß - verschlüsselt usw.)


    Aber Ausbilder Schmidt als Stimme wäre schon nice oder der alte Röhrich ^^

  • Hallo, ich bin neu und habe mir den neuen Robot bestellt. Würdet Ihr mir bitte erklären, wozu die neue APP gut ist?
    Danke!

  • Vielen Dank, Flole!
    Wg .apk vermute ich, dass es eine Android-Version ist und IPhone-User davon nicht profitieren. Wenn das Gerät eintrifft, werde ich das gerne probieren.

    Edited once, last by URR ().

  • Herzlich Willkommen im Forum, URR!


    Die App ist nur für Androiden vorgesehen.

  • Vielen Dank, Henne78, auch für die wunderbaren Anleitungen und die Organisation des Forums!
    Hoffentlich muss ich nicht zu lange auf den Sauger warten und muss mich nicht mit Rücksendungen rum ärgen. Ich habe es trotz einiger Bedenken gewagt, das Gerät zu bestellen.

  • Hallo,


    arbeitet die App auch dann noch ohne Einschräkungen, wenn Zugriffsberechtigungen blockiert werden (z.B. auf Kontakte, Standort)?


    Gruß Horst

    Roborock Sweep One (2. Generation)-international- Firmware 3.3.9_001412

  • Hallo,


    arbeitet die App auch dann noch ohne Einschräkungen, wenn Zugriffsberechtigungen blockiert werden (z.B. auf Kontakte, Standort)?


    Gruß Horst

    Meine App braucht auf Kontakte keinen Zugriff, Standort wird für die Einrichtung benötigt da eine Liste von WLANs in Reichweite abrufen eine Bestimmung des Standortes ermöglichen kann. Dann braucht sie noch Zugriff auf Dateien wenn du die Konfiguration exportieren willst, und natürlich Netzwerkzugriff, das sollte selbsterklärend sein. Zugriff aufs Internet wird nur für Updates, Firmware Updates und Sprachpakete benötigt.

  • Danke für die Info.


    Dann werde ich mal auf meinen Roborock warten und anschließend hoffen, dass meine Fritzbox 6490 Cable WLAN die Wohnung (75m2) ausreichend gut abdeckt und ein Repeater nicht benötigt wird.


    Gruß Horst

    Roborock Sweep One (2. Generation)-international- Firmware 3.3.9_001412

  • Hallo Flole,


    kurz vor Weihnachten habe ich mir die 2. Generation des Xiaomi Roboters bestellt warte noch auf die Lieferung. Ich habe zurzeit noch einen einfachen Chaos-Roomba, finde aber die intelligente Navigationstechnik faszinierend. Nur der Umgang der großen Hersteller mit den Daten ihrer Kunden macht mir große Sorgen. Der Cloud-Zwang für Funktionen, die sich auch im lokalen Netz realisieren ließen, zeigt ganz deutlich, dass es hier eigentlich um das ungefragte Abschnocheln von Daten geht und da möchte ich nicht mitmachen.


    Ich bin also sehr an einer Alternative zur Xiaomi-App interessiert und wäre auch bereit, da ordentlich Geld für auszugeben. Aber wer sagt mir, dass deine App besser ist als die von Xiaomi? Klar, du schreibst hier (seit 13 Monaten) im Forum und bist kein böser Großkonzern, aber in diesem Punkt muss ich dir genau so blind vertrauen wie Xiaomi. Ich habe mich etwas durch deine Threads gelesen und den Eindruck gewonnen, dass du mit der App kein Geld verdienen willst. Das klingt erstmal löblich, aber AngryBirds (für Android) kostet ebenfalls kein Geld. Rovio lässt sich dafür großzügig mit den Daten seiner "Kunden" bezahlen. Wer (außer dir selbst) garantiert mir, dass du mit deiner (größtenteils) kostenlosen App nur Gutes im Schilde führst?


    Daher meine Frage: Warum veröffentlichst du die App nicht unter einer Open Source Lizenz (z.B. auf Github, Bitbucket, SourceForge, etc.)?


    Ein offenes Projekt auf Github usw. kostet nichts. Und sollten ansonsten noch Betriebskosten anfallen, ließe sich das garantiert über ein Spendenkonto regeln. Andere Open Source Projekte haben das auch im Griff.


    Dann könnte sich jeder von deinen guten Absichten überzeugen und die Entwicklungslast würde dir etwas abgenommen. Deine Nutzer könnten selbst die Ursache von Fehlern ergründen. Wer dieses oder jenes Feature möchte, das du nicht einbauen willst (weil es zu wenig Leute wollen) oder kannst (weil dir einfach die Kenntnisse fehlen), könnte das Projekt forken. Verbesserungen könnten anschließend zurück in die offizielle Version einfließen. Und die Credits für die Gründung des Projektes wären dir trotzdem sicher. Ich sehe da nur Vorteile.


    Durch den Hack der Version 1 des Roboters scheint die Community um die Xiaomi Bots gerade wieder etwas an Fahrt aufzunehmen. Da fänden sich garantiert einige Interessierte, die Lust hätten, Flole Xiaomi zur ultimativen Roboter-Steuerungs-App aufzumotzen, die komplett offline und ohne Xiaomi (App + Server) auskommt.


    Vielleicht hast du deine Gründe schon woanders erklärt und ich habe es übersehen. In diesem Fall bitte ich um einen Link dorthin. In jedem Fall würde ich dich bitten, deine Entscheidung zu überdenken.


    Ich besitze auch eine smarte Personenwaage von Xiaomi. Die habe ich mir gekauft, nachdem ich auf Github ein Projekt gefunden hatte, wo jemand versucht hat, das Kommunikationsprotokoll zu entschlüsseln. Inzwischen ist da eine richtig große Community und eine wirklich coole Android App entstanden (Smart Scale), die nicht nur die Xiaomi Waage sondern auch eine ganze Reihe anderer Waagen unterstützt. Ähnlich ist das bei den Fitnesstrackern von Xiaomi gelaufen. Da gibt es mit Gadgetbridge eine Open Source App, die inzwischen auch eine ganze Reihe anderer Fitness-Gadgets unterstützt. Und die Community wird ständig größer: Übersetzer, Tester, Leute, die Logos und schönere UIs designen oder an der Doku schreiben. Am Ende profitieren alle davon.


    Grüße aus dem Ruhrpott!
    Hennes

  • Ich möchte noch ergänzen, dass die Veröffentlichung als Open Source auch Vorteile bzgl. der Sicherheit brächte. Wie soll man von außen beurteilen können, ob deine App sicher programmiert ist?


    Möglicherweise bestehen da größere Bugs, die Sicherheitslücken aufreißen. Eigentlich bin ich mir sogar sehr sicher, dass es so ist. Und das ist wirklich nicht böse gemeint. Ich habe Informatik studiert und bin Softwareentwickler (allerdings nicht im Mobilbereich) und habe schon sooo oft richtig böse Fehler meiner Kollegen gefunden - und umgekehrt. Aus meiner Berufspraxis traue ich NIEMANDEM mehr zu, fehlerfreie Software zu entwickeln - erst recht nicht als Einzelkämpfer. Es gibt seriöse wissenschaftliche Studien dazu, alle wieviel Codezeilen (auch erfahrene) Softwareentwickler einen möglicherweise sicherheitskritischen Bug produzieren. Und die Wahrscheinlichkeit, dass man seine eigenen Sicherheitsbugs findet, geht leider gegen Null. Die Software tut ja.


    Natürlich ist Open Source Software nicht automatisch fehlerfrei, aber viele Augen sehen mehr als zwei. Open Source wäre in dieser Hinsicht nicht nur eine vertrauensfördernde Maßnahme sondern ein wirkungsvolles Werkzeug zur Qualitätssteigerung.


    Natürlich kannst du als Urheber mit deinem Code machen was du willst. Aber ich habe Schwierigkeiten, deine Motivation zu verstehen. Üblicherweise hat die Entscheidung gegen eine Veröffentlichung der Quellen etwas damit zu tun, dass der Autor damit kommerzielle Interessen verfolgt. Aber das tust du ja anscheinend nicht. Dann könnte es noch sein, dass dir dein(e) Code(qualität) irgendwie peinlich ist. (Ich habe auch schon Code produziert, auf den ich nicht stolz bin.) Das wäre nachvollziehbar, würde aber generell gegen die Verwendung deiner App sprechen. Oder die App tut im Verborgenen etwas, das deine User nicht wissen sollen. (Das ist bei der Xiaomi-App ganz sicher so. Bei deiner App kann man es zumindest nicht ausschließen.) Andere Gründe, die gegen eine Veröffentlichung der Quellen sprechen, fallen mir auch nach längerem Nachdenken nicht ein, aber vielleicht übersehe ich ja etwas wichtiges. Bitte schreib da mal etwas zu!


    Ich weiß nicht, wie tief du in der Open Source Materie drinsteckst, aber es gibt da einige Abstufungen, was andere mit deinem Code tun dürfen. Dafür stehen diverse mehr oder weniger restriktive Lizenzen zur Verfügung. Es wäre wirklich schade, wenn es am Ende nur am OS-Lizenzwirrwar scheitern würde.


    Gruß
    Hennes


    /edit:
    Noch eine Ergänzung:
    Unabhängig ob Open Source oder nicht solltest du dir nochmal Gedanken über den Namen der App machen. Das "Xiaomi" im Namen ist rechtlich problematisch. Du wärst nicht der erste, der von Xiaomi deshalb Ärger bekommt.

    Edited once, last by Hennes2 ().

  • Hallo Hennes,


    die Lizenz der App ist bewusst so gewählt, da die Kommerzialisierung durchaus schon immer vorbehalten war. Durch das Sprachpaket hat diese nun bereits an einem Punkt Einzug erhalten, die v2 Portierung auf den v1 wird das ganze noch weiter Erweitern. Zusätzlich sind weitere Premium Funktionen geplant, die von der Xiaomi App nicht geboten werden, quasi der Mehrwert der App. Ob dieser Plan umgesetzt wird ist noch nicht klar, das wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Es geht dabei aber nicht um das erzielen von Gewinn, sondern viel mehr um Kostendeckung. Die v2 braucht ja Server um die Karte bereitzustellen um die goto Funktion etc. benutzen zu können. Wenn die v1 das auch können soll dann muss irgendwer diese Server auch betreiben und darum geht es mir wenn bestimmte Funktionen Geld kosten. Die deutsche Stimme hat zum Beispiel eine Lizenzgebühr gekostet, deshalb ist diese ebenfalls nicht frei verfügbar.


    Wie kannst du also nun sicher gehen, das die App besser als die von Xiaomi ist? Ganz einfach: Blockier App und Roboter den Internetzugriff und selbst wenn die App böse Absichten hat (was aufgrund der restriktiven Berechtigungen schon schwierig wäre), könnte sie diesen nun nicht mehr nachkommen. Dann gehen aber natürlich online Funktionen wie Firmware Update oder Sprachpakete nicht mehr. Da du ja eine v2 gekauft hast sind die anderen Funktionen für dich ja sowieso irrelevant.


    Ich hoffe das dir nun klarer ist, wie das alles genau zusammenhängt und was der Grund ist den Quellcode nicht offen zu legen. Auch hoffe ich das diese Maßnahmen zur Kostendeckung die leider notwendig sind dich nicht davon abhalten die App zu nutzen. Das sind wie bereits beschrieben, alles Funktionen die es in der offiziellen App nicht gibt, und die mich dementsprechend auch etwas kosten. Die Alternative wäre Werbung in der App gewesen, was niemandem hier gefallen dürfte, daher lieber dieser Weg das Premium Funktionen eingeführt werden.

  • Guten Morgen Flole,


    danke für die offene Stellungnahme! Im Thread des 1er-Bereichs habe ich inzwischen auch gelesen, was dir neben zusätzlichen Stimmen noch so als Zusatzfunktionalität vorschwebt. (Machine Learning und andere Online-Funktionen, die dann über eigene externe Server laufen) Das klingt aus Entwicklersicht wirklich spannend und TTS-Stimmen und zentrale Server müssen natürlich auch irgendwie finanziert werden, aber ich muss gestehen, dass ich damit wohl nicht mehr die richtige Zielgruppe bin. Und das liegt nicht am Geld.


    Meiner Meinung nach sollte so ein Saug-Roboter schon ab Werk gar nicht auf Cloud-Dienste angewiesen sein. Karten kann man sich auch direkt übers lokale Netzwerk aufs Handy ziehen und Updates auf dem selben Wege zurück schieben. Die Goto-Funktion müsste sich ebenfalls offline implementieren lassen. Ich kann doch auch übers WLAN scannen und drucken, ohne dass alles durch irgendeine externe Cloud geschoben wird. Spätestens wenn der Robi gerootet ist und theoretisch beliebige Software ausführen kann, sollte es kein Problem mehr sein, jegliche benötigte Server-Funktionalität komplett auf dem Gerät selbst zu realisieren.


    Wenn du deine Pläne so umsetzt, würde der Robi hinterher halt statt an der Xiaomi-Cloud an deiner eigenen (für den Nutzer ebenso intransparenten) Cloud hängen. Ich schätze, dass ich nicht der einzige potentielle Nutzer bin, dem das sauer aufstößt. Ich bin auf der Suche nach einem Saug-Roboter, der intelligent navigiert und gleichzeitig meine Privatsphäre respektiert. Die Teilname (meiner Daten) an Machine Learning Experimenten lehne ich ab. Bitte denk nochmal drüber nach, ob diese Entwicklung wirklich dein Ziel ist! Und welch Ironie: Dennis Giese und Daniel Wegemer haben den Roboter gerootet, um ihn aus einer Cloud zu befreien und am Ende führt dies nur dazu, dass er die Daten seines Besitzers in eine andere Cloud hochlädt. :shocked:


    Ich bin fest davon überzeugt, dass niemand da draußen wirklich Interesse daran hat, von unterwegs den Saugfortschritt seines Staubsaugers verfolgen zu können. Gleiches gilt übrigens auch für die Steuerung smarter Beleuchtung, während man nicht zu Hause ist. Diese Funktionen werden von den Herstellern nur gerne als Alibi genommen, um an die Daten der Kunden zu kommen. Ich finde diesen Trend zu immer mehr unnötiger Vernetzung und immer weniger Privatsphäre sehr besorgniserregend. :frown5:


    Viele Grüße
    Hennes

  • Guten Morgen Hennes,


    das mit dem Machine Learning war ein erster Ansatz, um schnell die Funktionen des v2 auf den v1 zu bringen. Das ganze ist aber warscheinlich gar nicht nötig, da ich auch so doch sehr schnell damit voran komme. Wenn das nicht so geklappt hätte, dann wäre es auf eine komplett neue Software hinausgelaufen. Die hätte ich über machine learning trainiert, aber all das ist gar nicht nötig.


    Die Goto Funktion läuft ja auch offline, genauso wie die Karten, aber der weg vom Roboter zur App muss irgendwie stattfinden. Beide Versionen erstellen bislang die karten offline, und laden sie dann auf Anfrage eines Gerätes hoch. Um den Aufwand erstmal so gering wie möglich zu halten, ist es für mich ein leichtes einfach die Adresse zu ändern und dann so erstmal die Funktion schnell rauszubringen, was das oberste Ziel ist. So ähnlich war es am Anfang auch bei Xiaomi, was dann zu regelmäßigen Serverüberlastungen geführt hat denn die haben da echt alles drüber geschickt. Mittlerweile sind es sofern Roboter und Gerät im selben Netzwerk sind ja nur noch die Kartendaten. Selbstverständlich würde ich auch das letzendlich optimieren, denn auf dauer wäre das für mich nicht tragbar, allein von der Datenmenge die dort anfällt. Außerdem habe ich, im Gegensatz zu Xiaomi, keine weitere Verwendung dafür. Xiaomi behält sich ja laut Nutzungsbedingungen den Verkauf vor, also wenn du demnächst ne E-Mail kriegst mit dem Grundriss deiner Wohnung und einem Einrichtungsvorschlag samt Links wo man das Zeug kaufen kann, dann kommt das von Xiaomi.


    In Deutschland steht ja auch Datenschutz an einer sehr hohen stelle, also wenn man die Kommunikation ermöglichen würde, dann so das meine Server und auch kein anderer die Nachrichten mitlesen kann, denn nur dann kann man sicher gehen das es sicher ist und ich nicht irgendwann Roboter dazu benutze um sonstwas anzustellen. Mal ganz davon abgesehen das ich überhaupt keinen Nutzen daraus hätte, genausowenig wie einen Verwendungszweck für Grundrissdaten. Im Gegenteil, die würden einfach nur Platz wegnehmen. Du wirst wenn du nun aber die Historischen Reinigungen deines Roboters anschaust schnell merken, das die Speicherplatz wegnehmen, und wenn du dir den Roboter anschaust wirst du auch schnell merken das es dort sehr schnell sehr knapp damit wird. Deshalb müssen die historischen Daten irgendwo hin, wohin sei erstmal nebensächlich. Das sind aber alles Dinge die erprobt werden müssen wenn das ganze erstmal läuft, und nicht vorher denn bis dahin gibt es ja vielleicht neue erkenntnisse etc. Da du dir ja aber einen v2 bestellt hast ist all das für dich nebensächlich, die Funktionen um die es hier geht hast du ja bereits, nur halt musst du die Genehmigung erteilen das die Daten verkauft werden dürfen um den Roboter für mehr als stumpfes saugen auf Knopfdruck zu nutzen. Warum du dich scheinbar dafür entscheidest lieber diese Genehmigung zu erteilen, als auf eine App zurückzugreifen die wenn sie es tun würde das ganze verbotenerweise tun würde was mit einer Menge Ärger und Klagen verbunden wäre (denn ich bin im Gegensatz zu Xiaomi in Deutschland ladungsfähig) ist mir schleierhaft.


    Kleine Sache noch zum Thema Smart Home: Bei mir ist fast alles vollautomatisiert und es gibt echt nützliche Anwendungszwecke wie zum Beispiel den Backofen vorzuheizen oder die Wohnung zu saugen wenn niemand da ist. Auch eine intelligente Bewässerung die über das Internet überwacht werden kann ist im Urlaub Gold wert. Vielleicht bist du aber einfach nicht die richtige Person für soetwas. Im Gegensatz zu Xiaomi will ich die Cloud Konnektivität auf meiner v1 Firmware abschaltbar machen, also ein Klick und er ist nur noch aus dem LAN erreichbar. Aber wie gesagt, das ist v1 und für dich irrelevant. Für dich gibts nur die Wahl zwischen einer App die über die Xiaomi Server in China läuft, oder einer App die über gar keine Server läuft und der du die Internetverbindung kappen kannst wenn du das nicht glaubst (mach das mal mit der Xiaomi App und die verweigert komplett den Dienst). Alles andere kommt zusätzlich, aber eben nur auf v1 erstmal, da ich für v2 da keine "Marktlücke" sehe denn wie du schon gesagt hast ist es dann ja egal ob die Daten nun bei Xiaomi oder bei Flole landen.

  • Hallo Flole,


    es freut mich, zu lesen, dass dir der Datenschutzaspekt vernetzter Technik ebenso bewusst ist.


    Den Xiaomi V2 habe ich mir leider kurz vor der Veröffentlichung des Hacks bestellt und dieses Forum kannte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Sonst hätte ich mir vermutlich V1 gekauft.


    Im Grunde bin ich auch mit der Reinigungsleistung meines Roomba 880 zufrieden. Als Informatiker wurmt es mich nur, dass der so blind und planlos in der Gegend rumkurvt und leider findet er in unserer Wohnung gelegentlich seine Station nicht wieder. Der 980 kam für mich wegen der Kamera-Navigation nicht infrage. iRobot">">"> ist ja leider auch auf den Connected-Big-Data-Zug aufgesprungen und ob die Kamerabilder wirklich nicht transferiert werden KÖNNEN, kann ich nicht überprüfen. Den Xiaomi-Bot habe ich mir mehr als Versuchsobjekt angeschafft. Selbst Version 2 war immer noch günstiger als die ganz einfachen Holzklasse-Roombas. Mein Plan war, den V2 erstmal zusammen mit einem alten Android-Handy (unter LineageOS) ins Gäste-WLAN zu stecken und nach der Einrichtung zu gucken, ob die Kiste auch ganz ohne Internet-Zugang funktioniert. Evtl. kaufe ich mir zum Rumprobieren auch noch einen V1. Diese root-Geschichte ist wirklich reizvoll.


    Was den Automatisierungsgrad der Wohnung angeht, liegen wir gar nicht so weit auseinander. Vernetzung von Sensoren und Aktoren ist gut und notwendig, ich möchte nur nicht, dass die Steuerung irgendwie mit dem Internet verbunden ist. Die einzige wirklich sinnvolle Ausnahme wäre in meinen Augen die Heizungssteuerung, weil die Raumtemperatur so langsam steigt, dass dort tatsächlich etwas "Vorlauf" sinnvoll ist. Andererseits gab es da auch schon ein paar Fälle, wo die Leute aufgrund von Hacks oder Cloud-Ausfällen im Kalten saßen. Das ist natürlich fatal. Alternativ kann man es auch einfach immer warm haben. Ist natürlich weniger umweltfreundlich und kostet Geld, aber komfortabler gehts nicht und die smarte Steuerung gibts auch nicht umsonst (Technik + Arbeitszeit).


    Wir haben in unserem Haus (lokal) vernetzte Rauchmelder, die meiner Frau und mir nachts vielleicht schon mal das Leben gerettet haben, als ihre Eltern zwei Etagen unter unserer Wohnung nachts den Herd vergessen hatten.
    Aus diesem Grund halte ich auch ferngesteuerte Großgeräte für sehr gefährlich. Den Ofen sollte man nur einschalten, wenn man anwesend ist! Und wer garantiert dir, dass sich nicht am ersten Tag deines Urlaubs die Steuerung aufhängt und das Ding dann Wochenlang unkontrolliert vor sich hin heizt, ohne dass du davon etwas mitbekommst? Sowas passiert.
    "Smarte" Bewässerung ist wirklich angenehm, kann aber ähnliche Schäden anrichten, wie ein smarter Ofen. Im besten Fall vertrocknet dir einfach der Garten, weil die Cloud ausfällt, wie bei Gardena: https://www.golem.de/news/gard…ten-dumm-1708-129495.html Ein smartes Offline-System wäre nicht ausgefallen.
    Und hier geht es noch gar nicht um gezielte Angriffe. Die Cloud-Technik ist schon deshalb gefährlich, weil sie so unzuverlässig und fehleranfällig ist.


    "Smart" muss nicht automatisch bedeuten, dass irgendwas mit dem Internet verbunden ist. Das ist ein künstlicher Zwang, der nur den Herstellern nutzt. Das läuft bei smarten Haushaltsgeräten genau so wie bei Beleuchtung, Fitnessarmbändern und Elektroautos. Das alles würde auch prima ohne Cloud funktionieren, aber die Cloud garantiert dem Hersteller den Zugriff auf die Daten seiner Kunden. Und die meisten Kunden schlucken die Kröte, weil sie meinen, dass das eine nicht ohne das andere geht.
    Wenn es dir nicht um die Daten deiner User geht (was ich dir auch glaube), dann implementiere deine App bitte gleich so, dass gar keine Daten anfallen!


    Naja, mal gucken. Ich warte jetzt erstmal auf mein neues Spielzeug und schaue ab und zu im Forum vorbei. Dir viel Erfolg beim Programmieren!


    PS: Was die Elektroautos angeht: Die c't hat vor einigen Monaten alle in Deutschland normal erhältlichen Elektroautos auf Ihre Datenschutzfreundlichkeit untersucht. Das einzige Auto, das sie datenschutzmäßig einigermaßen ok fanden, war ein Kia. Es geht also durchaus ohne Cloud, aber die Hersteller WOLLEN nicht. Und Angela Merkel stellt sich auf Industriekongressen hin und faselt etwas vonwegen, Daten seien das Neue Öl. Mich ärgert sowas.


    PPS: Und ja, du hast natürlich Recht. Wer sich einen Xiaomi Roboter kauft, ohne sich über die Probleme des Datenabflusses Gedanken zu machen, handelt naiv. Ich habe schon eine Smarte Waage, zwei Fitnesstracker und diverse Smartphones aus der Xiaomi- und Google-Cloud befreien müssen. Es ist echt zum Verzweifeln. Kann man heutzutage geile Technik nicht mehr kaufen ohne mit seinen Daten zu bezahlen?

    Edited 5 times, last by Hennes2 ().

  • Die v2 braucht ja Server um die Karte bereitzustellen um die goto Funktion etc. benutzen zu können.


    Kannst Du noch genauer erklären, warum dafür ein Server gebraucht wird? Ist das technisch wirklich notwendig oder wäre es nicht möglich, den Sauger komplett unabhängig von irgendwelchen externen Servern zu betreiben? Im selben Netzwerk sollte es ja kein Problem sein, dass Sauger und App direkt kommunizieren.


    Das wäre für mich der wichtigste Punkt. Nicht nur aus Datenschutzgründen, sondern auch, dass dem Sauger nicht irgendwann von irgendwo weit weg der Hahn abgedreht und er zum teuren Briefbeschwerer wird.