Ladestation mal ganz woanders

  • Aktualisierte Fassung vom 16.09.2019

    mit neuesten Erkenntissen und Erfahrungen nach ca. 280 Ausfahrten.


    Das Ziel:
    Die Ladestation soll im Prinzip an jedem beliebigen Ort (vorausgesetzt der Standort ist einigermaßen Eben) und das auf möglichst wenig Raum aufgestellt werden.


    Mir war auch wichtig, dass die Ladestation aus dem Sichtbereich also von der Rasenfläche verschwindet.
    Angeboten hat sich bei mir ein kleiner gemauerter Kohlenschuppen, der jetzt nicht mehr benötigt wird und nun als Robi-Garage dient.

    Zwischen Ladestation und der zu mähenden Fläche verläuft quer noch ein Plattenweg.

    Der Roboter soll weder den Platz an der Ladestation also im Schuppen, noch den Weg mit mähen und sein Mähwerk erst auf der Rasenfläche einschalten.


    Der Platzbedarf für die Ladestation:
    In den Abmessungen ist die Ladestation, der Begrenzungsdraht und der Platz für den Fahrweg schon mit eingerechnet.


    Man benötigt nur ca 1,50m x 1,00m freie Fläche.


    Die Ladestation wird fast mittig am Rand der 1,50m Seite platziert. Am besten sieht man das auf Skizze.


    Damit der Roboter in dem kleinen Bereich der Ladestation und in der Zufahrt nicht Wahnsinnig vor Rangiererei wird, muss man unbedingt mit Multizonen-Startpunkten arbeiten.
    Dazu später mehr.


    Die Drahtverlegung:
    Eine Roboterlänge (ca 50cm oder mehr) vor der Ladestation genügt zum Einfahren.

    Hinter der Ladestation geht es direkt in einem geschmeidigen 180° Bogen (Radius ca 20 - 25cm) links herum hinaus, parallel an der Ladestation vorbei. Jetzt wird der Draht zu einer superschmalen "Gasse" von ca. 10cm gelegt.

    Der Abstand der Drähte in der Gasse kann durchaus grösser sein, wenn man zB. vorhandene Fugen zwischen den Steinplatten nutzen möchte.

    Die 10cm sind eher das noch zuverlässige Mindestmaß.


    Diese "Gasse" dient nur als Zufahrt und verbindet die Ladestation mit der zu mähenden Fläche.


    Man kann mit genau dieser Art von "Gassen" auch zwei Mähflächen miteinander verbinden. Wichtig ist dann nur eine Engstelle am Anfang und am Ende der Gasse anzulegen.


    Diese Gasse oder Zufahrt kann theoretisch beliebig lang sein aber ab einer bestimmten Länge wird es natürlich unwirtschaftlich. Es macht ja keinen Sinn, wenn der Akku des Mähers schon halb leer ist, bevor er überhaupt den Rasen zum Mähen erreicht.


    Als Letztes wird eine Engstelle zwischen Mähfläche und Zufahrt gelegt, damit der Mäher nicht zufällig in die Gasse fährt.
    Bei mir ist die Engstelle nur 4-5cm breit.


    Erfahrungen einiger User hier im Forum haben gezeigt, dass der Abstand der Engstelle durchaus variieren kann.


    Um den optimalen Abstand der Drähte in der Engstelle zu ermitteln, habe ich folgende Technik angewendet.


    Zuerst die Engstelle auf ca 8 cm abgesteckt und den Roboter ca einen Meter vor der Engstelle auf dem Draht manuell "nach Hause" geschickt. Nachdem er die "Ausfahrt" an der Engstelle gefunden hat und rechts abgebogen is, habe ich die Engstelle um einen Zentimeter verkleinert und nun den Vorgang wiederholt, bis der Roboter zum ersten mal die Engstelle überfährt. Danach die Engstelle wieder etwas vergrössert und so die optimale Größe ermittelt.


    Noch etwas zu den Engstellen. Erfahrungen hier haben gezeigt, dass es von Vorteil ist, wenn sich die Engstelle nicht direkt in einer Ecke des Grundstücks befindet, da der Roboter sonst diese Engstelle per Zufall zu oft findet und eventuell ungewollt in die Gasse fährt.


    Multizone erforderlich:
    Damit diese Installation überhaupt funktioniert, ist natürlich unbedingt die Multizonenprogrammierung erforderlich.
    Der Mäher soll ja erst bis zur Rasenfläche am Draht entlang fahren und diesen dann erst auf dem Rasen verlassen. Den ersten Multizonenpunkt setzt man dann ca einen oder mehrere Meter hinter der Engstelle auf dem Rasen und setzt diesen dann auf 100%, falls man nicht noch mehrere Multizonenpunkte programmiert. Ansonsten teilt man die prozentualen Anteile zwischen den Zonen auf.
    Nun ist der Mäher gezwungen, von der Ladestation bis zur Rasenfläche nur am Draht entlang zu fahren.


    Den Rückweg zur Ladestation findet er nur, wenn er ohnehin am Draht entlang unterwegs ist.


    Ein letzter Hinweis:

    Alle Maßangaben in dieser Beschreibung dienen nur der groben Orientierung und funktionieren in dieser Konstellation genau so seit ca 280 Ausfahrten bei mir optimal.

    Die Praxiserfahrungen gerade hier aus dem wunderbaren Forum;) haben gezeigt, dass die Maße je nach Grundstück, Drahtverlegung, Drahtlängen etc. eventuell stark abweichen können, damit alles reibungslos funktioniert.


    Daher sollte man grundsätzlich bei jeder Drahtverlegung (gerade in den Ecken und Kurven) und noch bei der Installation einen Fahrtest "Live und in Farbe" durchführen bevor der Draht endverlegt wurde. Das erspart viel Arbeit im Nachhinein.



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    Viele Grüße
    Patrick

    Edited once, last by patrickA4 ().

  • Besten Dank für Deinen Beitrag, schön zu hören das man mit solchen Engstellen und "Garagen" arbeiten kann.
    Mein kleiner soll morgen ankommen, dann kann es an die Planung gehen.
    MFG Uwe

  • Ganz schön clever, meiner liegt nun bei der Post und wird nachher abgeholt.
    Nun bin ich etwas hin und hergrissen, ob ich meine Position nicht doch ändern sollte. DANKE!!!! :D


    Wie befestigst du das Kabel zur LS und von der LS, am Boden. Nur mit Tape?
    Rein interessehalber, wenn es jetzt regnet und er fährt aus der LS und merkt es nach der Ausfahrt aus der Garage bzw. dem Kohleschuppen direkt. Wie verhält er sich dann? Bricht er die Multizonenausfahrt ab und "verirrt" sich wohlmöglich doch? Oder folgt er einfach dem BK im Kreis und landet wieder in der LS?


    Danke und Gruß

  • Danke erstmal für das positive Feedback.


    Zur Kabelbefestigung:
    Da gibt es mehrere Möglichkeiten. In meinem Fall ist es ja ein uralter umfunktionierter Kohlenschuppen. Dort war gar kein richtiger Boden drin nur Erdreich. Hier habe ich den Draht einfach mit den beiliegenden Heringen verlegt und befestigt und dann einen billigen Teppich drübergelegt.
    In der Garage oder bei betonierten Böden kann man den Draht natürlich mit Klebeband / Panzertape ankleben oder noch eleganter mit Silikon oder Gießharz / Epoxydharz festkleben und beigießen. Wer es dann schöner mag, kann trotzdem Teppich über diese Fläche kleben.


    Das Regenproblem:


    Zuerst das Einfache. Wenn er am Draht zur Multizone fährt und dann nass werden sollte und wenn dann der Regensensor auch anschlägt, bleibt er einfach am Draht und fährt wieder zur LS.


    Das Thema überdachte Garage bei Regen wurde hier ja schon oft aufgegriffen.
    Wer möchte, dass der Mäher bei Regen gar nicht erst rausfährt muss entweder ein Loch, genau über den Regensensor, in das Dach der Roboter-Garage bohren (das geht in einem Schuppen oder einer echten Garage natürlich nicht) oder mit einem kleinen Schlauch arbeiten, der das Regenwasser von draußen direkt auf den Regensensor tropfen lässt.


    Der Regensensor selbst ist bei dem Landroid S aber ohnehin schon eine Sache für sich.
    Bei vielen funktioniert er gar nicht oder viel zu spät. Bei mir funktioniert er zwar aber durch die konstruktionsbedingte Lage in der Vertiefung bleibt das Wasser auch schon mal 8 - 10 Stunden am Sensor stehen und dann nützt das alles gar nichts.


    In der neuen App werden die Wetterdaten Online vor Ort abgefragt und angezeigt. Bleibt zu hoffen, dass es irgendwann eine Softwarelösung gibt, die dem Roboter dann bei schlechtem Wetter die Ausfahrt verbietet.


    Gruß Patrick

  • Hi Patrick,
    danke erstmal für die rasche Antwort. Das Garagen/Regen Thema ist mir bekannt.
    Mir ging es wirklich nur um dein Szenario, wenn er dann dem BK folgt ist ja alles super! :)


    Aber die Info mit den Wetterdaten hatte ich bisher nicht und es freut mich zu hören, dass da wohlmöglich was passiert.

  • Moin,
    ich hoffe ihr habt heute (Vatertag) einen trockenen Tag.
    IMG_20180510_055300.jpgKann mir wer sagen ob ich hier einen WR106SI einstellen kann. Der Yardforce, siehe Foto, bekommt einen anderen Platz.

  • Anleitung sagt 2m davor 2m danach.
    Ich habe ca. 1m davor und ca. 75cm Ausfahrt.
    Geht auch noch knapper, aber dass muss man ausprobieren und kann man nicht garantieren.


    Gesendet von meinem VTR-L09 mit Tapatalk

  • 3mtr.
    Wie groß sollte dann die Ein.-und Ausfahrt sein?
    Danke!


    Normalerweise 1 Meter. Ich teste hier aber bereits rum und es klappt auch mit 50cm.

    Worx Landroid WR105 SI.1 (S500i)
    12 Amazon Alexas im Haus teilweise in die Wände verbaut.

  • Hi, nur damit wir uns einig sind , bevor man mit der Planung beginnt.
    Der Roboter darf bzw muss über die Terrasse fahren?
    Der Roboter soll automatisch von Rasen 1 zu Rasen 2 (oder umgekehrt ) wechseln können oder ? (Ich bin kein Freund von Roboter durch die Gegend tragen ;-)
    Willst du die Flächen über die Multizone oder mit einem Schalter zuweisen ?

  • Also es wird in jedem Fall recht interessant. Musst vermutlich etwas experimentieren. Die gelben Punkte sind die Multizonen Stellen und die blauen die Engstellen. Würde beide Zonen 50/50 einstellen. Ladestation muss wohl um 90 grad gedreht werden. Alle Abmessungen kannst du ganz oben in meinem ersten Beitrag ablesen. Über die Terrasse fährt er dann nur am Draht. So würde ich es erstmal versuchen und installieren.
    Sorry wegen der schiefen Linien - bin am Autofahren ;-)


    2018-05-10 11.39.04.jpg

  • muss der Abstand 10 cm sein ? ich habe Platten mit 40cm und könnte der Einfachheit in der Fuge das Kabel legen . sonst müssen die Platten auf der Terrasse raus.

  • RK1982
    könntest Du mal ein kleines Video machen, wo er die LS verlässt?


    Mach ich am Dienstag mal.
    Heute hab ich alles installiert. Ca.40cm geht die erste Kurve im 90° Winkel nach der Station weg. Also klappt.

    Worx Landroid WR105 SI.1 (S500i)
    12 Amazon Alexas im Haus teilweise in die Wände verbaut.