Fehlermeldung Neigungssensor Baricus

  • Woaldwischdelsche
    Dort, wo Dein blauer Pfeil hinzeigt, sitzt beim Baricus ein kleines Platinchen (ganz grob 2 x 3 cm klein, senkrecht montiert, auf dem sich der oben von mixel beschriebenen Neigungssensor befindet.
    Ich kann es auf Deinem Foto nicht erkennen, aber es sieht imho sehr danach aus, als wäre das auch bei Deinem Matrix identisch

    Die auf dem anderen Bild gelb umrandeten Spulen sind die BK-Sensoren.

    Greetz Hartmut

    Mähroboter: Baricus YZ-1 von 07/2018
    Saug/Wisch-Roboter: Deik MT820

    Der Saugroboter wurde erfunden, weil der Mähroboter seinen ganzen Dreck einfach auf den Boden schmeisst.

  • Bari beim Matrix ist die senkrecht verbaute Platine ca 4x10cm groß und wenn dieses Bauteil der Neigungswinkel Sensor sein soll würde er nicht funktionieren denn das Bauteil ist senkrecht nach unten verbaut, das heißt der Mähroboter müsste schon auf dem Kopf liegen damit die Kugeln die Kontakte überbrücken können!

    Ich habe jetzt den Mähroboter meines Bruders eingeschickt mit der bitte den Neigungswinkel Sensor so einzustellen oder gar zu deaktivieren damit das Gerät endlich seine Arbeit machen kann wofür ich ihn gekauft habe.

    Mein Mähroboter hat heute den Vogel abgeschossen er blieb auf einem Rasenstück das eine maximale Steigung von 11° an der steilsten stelle aufweist, 38 mal mit der Fehlermeldung Steigung über 28°stehen!

    Das tollste dabei ist dass er noch nicht einmal an dieses steile Stück rangekommen ist.

    Nach dem ich "Elfriede" zum unzähligsten mal zerlegt und alle Sensoren sauber gemacht habe, habe ich mir auch wieder die Vorderräder vorgenommen die ca 1mm Höhenspiel haben, denn ich habe vor einigen Tagen mit einer kleinen Eisensäge die Nut für den Seegerring etwas tiefer gemacht und siehe da er wird nicht mehr aus dieser Nut herausgedrückt!

    Kurzum nachdem ich das Teil wieder zusammengebaut habe und eine "Probefahrt" gemacht habe stellte ich fest es hat nichts geändert auf fast ebener Strecke bleibt sie stehen!

  • Auch bei meinem Matrix gab es Probleme mit dem Neigungssensor. Zuerst stoppte er nur bei Neigungen über 27°. Nach ein paar Tagen allerdings stoppte er auch bei geringen Neigungen.
    Leider konnte ich mit dem Matrix aber nicht zu Red Tools und der Matrix Kundendienst ist (fast) nicht vorhanden.
    Somit inspizierte ich die Elektronik auf eigene Gefahr und kam zu der Erkenntnis, dass die vier verbauten Sensoren Steigung, Gefälle und linke sowie rechte Hanglagen identifizieren müssen.
    Daher wollte ich einmal einen längsverbauten Sensor deaktivieren, indem ich einen Pin auslötete.
    Sie da, der Mähroboter fuhr wieder anstandslos alle Stellen unter 28° Neigung ab.
    Unzählige Versuche, andere Sensoren abzuschalten, schlugen fehl. Nachdem ich in diesem Forum gelesen habe, dass der Sensor auf der Crashplatine der Neigungssensor sein sollte, habe ich auch diesen ausgelötet, und in allen Varianten wieder verbaut, sogar richtige Neigungssensoren, wie hier einer abgebildet war, aber nur die Fehlermeldung > kein Signal < bekommen. Somit war für mich klar, dass dieser Teil auch für das Auffinden des BK zuständig ist, so wie auch die vier anderen Sensoren, weil ohne diese das BK nicht erkannt wird.
    Sobald ich aber den Originalzustand hergestellt habe, stand der Mäher bei der erstbesten geringen Neigung.
    Den Neigungssensor im Matrix gibt es nicht als Einzelteil, sondern es muß ein Zusammenspiel verschiedener Sensoren sein.

    Jetzt will ich den Matrix verkaufen, obwohl er inzwischen sogar mit eingelöteten Pins aller BK Sensoren wieder Neigungen bis 27° schafft,
    aber der Hangdrift ist für mich unakzeptabel.
    Wieso schafft der Matrix jetzt wieder für ihn normale Neigungen?
    Zuletzt habe ich die Platine ganz genau angeschaut und eventuelle Kriechströme unterbunden. An ein paar Stellen, beispielsweise bei einem seitlichen Hubsensor gab es Verkrustungen und möglicherweise sogar einen kleinen Lötkontakt.

    Heute läuft er also wieder. Aber gestern habe ich den Blumfeldt Garden Hero bestellt, von dem ich mir erwarte, dass er meine Neigungen problemlos meistert und auch die entlegeneren oberen Bereiche ohne spezielle Abgrenzung erreicht.
    Die technischen Daten sprechen für ihn, aber wenn er nicht so will, wie ich mir das vorstelle, mache ich mein 60 Tage Rückgaberecht geltend.
    Grundsätzlich sehe ich ihm aber sehr positiv entgegen.

  • Somit inspizierte ich die Elektronik auf eigene Gefahr und kam zu der Erkenntnis, dass die vier verbauten Sensoren Steigung, Gefälle und linke sowie rechte Hanglagen identifizieren müssen.

    Hallo,

    ich kenne den Matrix nicht, aber die 4 vorne auf der Hauptplatine des Baricus verbauten "Sensoren", sind lediglich einfache Spulen, die nichts anderes können, als das vom BK erzeugte Magnetfeld zu identifizieren, und noch dessen Stärke und Feldrichtung (also ob ausserhalb des BK oder innerhalb).
    Auf Neigungen o.ä. können die gar nicht reagieren.
    Ähnlich auch bei den Crash- bzw. Lift-Sensoren, nur dass hier kein elektrisches Magnetfeld erzeugt wird, sondern halt Permanentmagnete.
    Das alles ist erstmal elektronisch voneinander unabhängig.
    Die Frage ist nur, in wie weit ein Fehler in einem bestimmten Bereich, der bei der Programmierung nicht bedacht wurde, dann die Software durcheinander bringt, und ggf. zu "falschen" Fehlermeldungen führt.

    Greetz Hartmut

    Mähroboter: Baricus YZ-1 von 07/2018
    Saug/Wisch-Roboter: Deik MT820

    Der Saugroboter wurde erfunden, weil der Mähroboter seinen ganzen Dreck einfach auf den Boden schmeisst.

  • Hallo Bari, grundsätzlich hast Du recht. Aber der angebliche Sensor auf der Crashplatine, bzw auf einer extra kleinen Platine vor der Crashplatine ist auch für das Erkennen des BK verantwortlich.
    Jetzt frage ich mich, wo denn nun ein Neigungssensor sein soll.
    Meine eigene Antwort darauf heißt: Es gibt keinen eigenständigen Sensor dafür, sondern mehrere Rückschlüsse von verschiedenen Sensoren stellen eine Neigung über 28° fest und stoppen den Mäher.
    Deswegen ist es bei diesem Modell unmöglich die Neigungsgröße zu deaktivieren oder zu verändern.

    Aber der Fehler, dass er schon bei geringer Neigung, den Dienst quittiert hat, lag ja an einem Kriechstrom auf der Hauptplatine.
    Jetzt nachdem ich seinen Nachfolger schon bestellt habe, funktioniert er wieder ganz normal.
    Der künftige Besitzer sollte halt moderatere Neigungen im Garten haben, dann fällt auch der Hangdrift weg.
    Was meinst Du, welchen Preis ich für den Matrix samt Ladestation und Ladegerät verlangen kann?
    Begrenzungsdraht und Rasennägel sind nicht dabei.

  • Aber der angebliche Sensor auf der Crashplatine, bzw auf einer extra kleinen Platine vor der Crashplatine ist auch für das Erkennen des BK verantwortlich.

    Das ergibt aber doch auch grundsätzlich keinen Sinn.
    Irgendwo hat hier jemand (und ich glaube, es war sogar auch bei einem Matrix) sogar mal den Neigungssensor mit einem Stabmagneten getestet:
    Der Neigungssensor reagiert ebenso wenig auf Magnetismus wie die BK-Sensor-Spulen auf Neigung.

    Was für Sensoren sollten es denn sein, die auf Neigung reagieren, wenn nicht eben Neigungssensoren??
    Die Methodik von Crash- und Liftsenoren, die ja quasi nur eine Verschiebung des Chassis zum Torso melden, funktioniert ja nicht für Neigung.

    Ich fürchte, Du hast da die falschen Schlüsse gezogen.
    Wenn Du einen BK-Sensor auslötest, fährt er natürlich in der Fläche weiter, bekommt aber Probleme mit der BK-Anfahrt.
    Dass er dann bei Dir zufällig funktioniert hat, wird kaum am Auslöten eines BK-Sensors gelegen haben.

    Mal als Überblick:
    Der Baricus hat nach meinem Kenntnisstand 4 Typen Sensoren.

    1. BK-Sensoren
    4 Spulen, ganz vorne auf der Platine - reagieren auf das vom BK erzeugte Magnetfeld

    2. Lift-Sensoren
    2 kleine Platinchen rechts und links, die auf einen Magnetfeldverlust (Abschwächung)der Permanentmagnete in den vorderen Dämpfern reagieren

    3. Crash-Sensor
    senkrechte Platine in der Schnauze - reagiert auf Magnetfeldverlust (Abschwächung) , der beiden Permanentmagnete innen in der Nase des Chassis, wenn sich das Chassis bei Aufprall nach hinten verschiebt

    4. Neigungssensor
    kleines Platinchen vorne in der Schnauze - schaltet vermutl. über lose gelagerte Kügelchen je nach Neigung ein/aus

    Greetz Hartmut

    Mähroboter: Baricus YZ-1 von 07/2018
    Saug/Wisch-Roboter: Deik MT820

    Der Saugroboter wurde erfunden, weil der Mähroboter seinen ganzen Dreck einfach auf den Boden schmeisst.

  • Hallo Bari,
    der Baricus und der Matrix sind fast identisch. Sie verwenden dieselben Komponenten.
    Inzwischen hat beim Matrix dieser "angebliche Neigungssensor" auf der Crashplatine seinen Platz und keine eigene kleine Platine, die ja auch an die Crashplatine angebunden war.
    Du kannst mir aber glauben, dass dieser Bauteil kein Neigungssensor ist, weil sich da keine kleinen Kügelchen darinn befinden und der Mäher beim Entfernen dieses Bauteils, >kein Signal< meldet.
    Das deutet eindeutig darauf hin, dass hier ebenfalls das BK erkannt werden muß.
    Ich habe diesbezüglich sogar probehalber einen richtigen Neigungssensor eingelötet, mit dem Ergebnis >kein Signal<.
    Auch bei den BK Sensoren habe ich sehr viel experimentiert und nur deshalb ein halbwegs befriedigendes Ergebnis erzielt, wenn ich einen Pin des rechten längs verbauten Sensors ausgelötet habe, weil die Platine einen wahrscheinlichen Kriechstrom produziert hat und durch das Auslöten des Pins dieser falsche Stromfluß teils korrigiert wurde.

    Wenn Du einen eigenständigen Neigunssensor im Baricus oder Matrix findest, ziehe ich meinen Hut.

    &thumbnail=1 Dieser gelb markierte Bauteil ist es definitiv nicht.


    Ich bin überzeugt, dass die Hubsensoren und der Crashsensor auch die Neigung melden, sobald sich eine leichte Verschiebung des Chassis zum Torso hin ergibt.
    Ich schreibe das, weil ich Leuten, die dasselbe Problem haben, zeigen will, dass eine schlampig gefertigte Hauptplatine Schuld an diesen Fehlermeldungen >Neigung über 28°< ist, obwohl es nur 10 oder 15° Neigung hat und man vergeblich EINEN Neigungssensor ausfindig machen kann.

  • Du kannst mir aber glauben, dass dieser Bauteil kein Neigungssensor ist, weil sich da keine kleinen Kügelchen darinn befinden und der Mäher beim Entfernen dieses Bauteils, >kein Signal< meldet.
    Das deutet eindeutig darauf hin, dass hier ebenfalls das BK erkannt werden muß.

    Nicht unbedingt. Wie bereits angedeutet, wird die Reaktion der Software (z.B. Fehlermeldung) ja von der Programmierung bestimmt. Eine Fehlermeldung kann also problemlos eine ganz andere Ursache haben, wenn der Programmierer einen möglichen Zustand nicht bedacht (bzw. nicht extra oder falsch programmiert) hat o.ä.


    Dennoch ist es strange, dass beim auslöten des Neigungssensors (vorausgesetzt wir reden vom selben Bauteil) eine andere Fehlermeldung kommt als Steigungsfehler.

    Nach den o.g. Angaben von mixel müsste er hier dann mit einem Steigungsfehler reagieren, bzw. beim Überbrücken des Sensors jeden Hang hoch fahren.

    Vielleicht kommt diese Fehlermeldung dann, wenn er Sensor schon direkt beim Start offen ist? ... aber Sinn würde das auch nicht machen ... :/


    Hast Du das Bauteil im ausgebauten Zustand mal durchgemessen bzw. anderweitig (Aufschrift Bauteil bzw. Platine) zu identifizieren versucht?


    Ich habe diesbezüglich sogar probehalber einen richtigen Neigungssensor eingelötet, mit dem Ergebnis >kein Signal<.

    Hättest Du mal die Bezeichnung von dem Sensor, denn Du da probehalber eingebaut hattest?


    Ich bin überzeugt, dass die Hubsensoren und der Crashsensor auch die Neigung melden, sobald sich eine leichte Verschiebung des Chassis zum Torso hin ergibt.

    Das wäre ein interessanter Gedanke. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass der Aufbau des Baricus für derart feine Messungen taugt.

    Hierfür müsste dann ja auf minimalste Verschiebung der Permanentmagnete zu den Sensoren reagiert werden.

    Das Chassis ist aber auf auf den Gummidämpfern derart schwingend gelagert, dass es bei jedem Schlagloch leicht hin- und her wabert.

    Wodurch sollte die Software dann unterscheiden, welche Verschiebung des Chassis wie zu interpretieren ist?

    Das Risiko für Fehlinterpretation wäre, selbst bei aufwändigster Software, vermutl. immens.

    Wir dürfen ja auch nicht vergessen, dass der Baricus keine tausende Euro gekostet hat, und man also auch keine High-End-Technologie erwarten kann.


    Ich würde meinen A* verwetten, dass bis auf die BK-Sensoren alle übrigen nur rein digital ausgewertet werden:

    Zustand 1: "alles o.k."

    Zustand 2: Permanantmagnete zu stark verschoben bzw. Neigungssensor offen => Fehler

    Könnte er aus dem Zusammenspiel diverser Sensoren tatsächlich die Hangsituation interpretieren, bräuchte es ja nur wenige Zeilen zusätzlichen Code, um dem Hangdrift entgegen zu wirken, indem der hanguntere Antrieb etwas stärker angetrieben wird.
    Ich denke, wenn es so einfach wäre, hätte man das auch so gemacht.

    Greetz Hartmut

    Mähroboter: Baricus YZ-1 von 07/2018
    Saug/Wisch-Roboter: Deik MT820

    Der Saugroboter wurde erfunden, weil der Mähroboter seinen ganzen Dreck einfach auf den Boden schmeisst.

  • Hallo Bari,
    was Du da geschrieben hast, ist ja ganz plausibel. Es deckt sich aber leider nicht mit meinen Ergebnissen der verschiedenen Versuche.
    pasted-from-clipboard.jpg
    So einen Sensor habe ich probiert und als Ergebnis >kein Signal< am Display ablesen können.
    Das ist aber wirklich ein Neigungssensor dessen Kügelchen man deutlich hört und beim Aufmachen auch sieht.
    Bei dem anderen Bauteil handelt es sich aber um eine Spule, die eben ein Signal findet.
    Allein an der vertikalen Drehung beim Matrix gegenüber dem Baricus sieht man, dass es kein Neigungssensor sein kann.
    Leider sind an dem Bauteil keinerlei Beschriftungen zu erkennen, ausgenommen ein paar Punkte, die 2-3 Buchstaben ergeben könnten
    und einem händisch angebrachten grünen Strich seitwärts.
    Der Mäher muß ja erkennen, ob er sich in einem aktivierten Gebiet befindet. Genau das wird diese Spule bei der Crashplatine eruiren, denn die BK Sensoren dürfen ja erst ansprechen, wenn sich der Mäher in unmittelbarer Nähe befindet.

    Und dann habe ich ja noch die Nachricht von Red Tool gesehen, wo explizit die Liftingsensoren die Neigungen kontrollieren.
    Sieh mal!
    56664-neig-jpg

    Das ist aber inzwischen nebensächlich, weil ich ja durch die Säuberung der Hauptplatine den Kriechstrom eliminiert habe und seitdem der Mäher auch mit allen eingelöteten Pins wieder korrekt funktioniert.
    Und das einen Tag nach der Bestellung des Garden Hero von Blumfeldt. Dieser ist jetzt unterwegs zu mir und ich werde sehen, wie er die Hanglagen und die Hangfahrten meistert.
    Der Hangdrift des Matrix hat mich ja in erster Linie bewogen, einen anderen Mähroboter zu kaufen.
    Der Matrix kann dann bei einem Besitzer mit weniger ausgeprägten Hanglagen zur Zufriedenheit für einen gepflegten Rasen sorgen.

    Edited once, last by fairplay53 ().

  • Das ist aber inzwischen nebensächlich, ...

    Ist aber super, dass Du trotzdem berichtest! :thx:
    Schliesslich stellst Du damit ja einiges, was wir bisher zu wissen glaubten, in Frage.


    Bei dem anderen Bauteil handelt es sich aber um eine Spule, die eben ein Signal findet.
    ...
    Der Mäher muß ja erkennen, ob er sich in einem aktivierten Gebiet befindet. Genau das wird diese Spule bei der Crashplatine eruiren, denn die BK Sensoren dürfen ja erst ansprechen, wenn sich der Mäher in unmittelbarer Nähe befindet.

    Das könnte natürlich gut sein.
    Wenn ich den Robby mal wieder offen habe, muss ich mir diese kleine Platine mit dem vermeintlichen Neigungssensor unbedingt mal genauer anschauen.

    Zumind. in einem Punkt kann ich Deine Beobachtungen aber schon mal bestätigen:
    Ich habe mir gestern nochmal mein altes, defektes Mainboard raus gekramt.
    Da ist wirklich nichts zu finden, was einem Neigungssensor auch nur ähnlich käme.

    Wenn das betreffende Bauteil auf dem kleinen Platinchen sich dann letztlich auch beim Baricus als Spule herausstellen sollte, bleiben wohl wirklich nur die Lift-Sensoren, um den Steigungsfehler auszulösen.
    Allerdings ist mir ziemlich schleierhaft, wie die eine Steigung messen sollen ... und wenn, wundert es mich nicht, wenn das nicht sehr genau bzw. anfällig ist.

    Aber wenn dem so ist, würde ich jedem, der unerklärliche Steigungsfehler-Meldungen hat, empfehlen, mal die 2x 4 Lötpunkte, mit denen die Lift-Sensor-Platinchen an der Hauptplatine befestigt sind, zu kontrollieren bzw. nochmal nachzulöten.

    Greetz Hartmut

    Mähroboter: Baricus YZ-1 von 07/2018
    Saug/Wisch-Roboter: Deik MT820

    Der Saugroboter wurde erfunden, weil der Mähroboter seinen ganzen Dreck einfach auf den Boden schmeisst.

  • Hallo Bari,
    genau diese Lötpunkte waren bei mir die Ursache für die Neigungsausfälle auch auf geringen Neigungen.
    Wenn ich den Matrix behalten würde und noch größere Steigungen bewältigen möchte, würde ich die Gummiträger steifer machen, indem ich einen Federdraht integrieren würde.
    Das Problem dabei ist aber, dass er zwar größere seitliche Neigungen und Bergauffahrten, nicht jedoch Bergabfahrten meistern würde, weil er schon bei 27° ins trudeln kommt.
    Und das noch größere Problem ist sein Hangdrift, für den ich keine Lösung finde. Nach meiner Meinung ist das nur mit anderer Software zu realisieren.
    Und hier beginnt das Dilemma bei Mährobotern, die standardmäßig keinen USB-Anschluß anbieten.
    Denn damit könnten sogar unterschiedliche Programme für unterschiedliche Einsatzgebiete realisiert werden.
    Fazit: Die Hersteller sollten kundenfreundlicher werden.

  • Und hier beginnt das Dilemma bei Mährobotern, die standardmäßig keinen USB-Anschluß anbieten.

    Zumindest der Baricus hat ja einen USB-Anschluss auf dem Mainboard.

    Es wäre auch kein Problem, diesen mit einem Adapter-Kabel z.B. ins Batteriefach zu verlegen, so dass er auch ohne öffnen des Roboters zugänglich wäre.

    Ich sprach gerade letzte Woche noch mit Redtools über dieses Thema.

    Knackpunkt, wenn unsereiner dann selbst eine neue Firmware aufspielen will, ist natürlich, dass es dann erstmal auch eine Software braucht, mit der jeder DAU das auch wirklich selbst hinbekommt.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es genau daran z.Zt. noch fehlt.

    Und das noch größere Problem ist sein Hangdrift, für den ich keine Lösung finde. Nach meiner Meinung ist das nur mit anderer Software zu realisieren.

    Den Hangdrift elektronisch via Software über Ansteuerung der Antriebsräder auszugleichen, ist so einfach nicht:

    Der Rechner bräuchte dafür exakte Informationen über Steigungsfaktor, Winkel zum Hang etc., was über übliche Sensoren kaum zu realisieren wäre.

    Mir hat man erklärt, dass es dafür in der Praxis GPS oder Gyro bräuchte.


    Und was diesbzgl. die Mechanik angeht:

    Grds. hat der Baricus für Fahrten schräg zum Hang ja sogar den Vorteil, dass sein Schwerpunkt vergl. mit anderen heckgetriebenen Mährobotern sehr weit hinten liegt, also die Schnauze eigentlich gar nicht so stark bergab ziehen dürfte.

    Aber grds. scheint seine Spurtreue nicht so berühmt zu sein ... insbes. bei Bodenunhebenheiten, wenn ein Vorderrad kurz den Bodenkontakt verliert, und dann bei erneutem Kontakt bringt es ihn aus der Spur.

    Generell beginnt er ja schon, Bögen zu fahren, wenn nur ein Vorderrad richtigen Bodenkontakt hat (hatte anfangs mal "das Achsproblem" bei einem Vorderrad.

    Kommt dann die Hangabwärtskraft hinzu, potenziert sich die Ablenkung ... und nat. typ. hangabwärts.

    Ich habe den Eindruck, dass sich durch das langsamere Fahren mit der neuen Platine die Spurtreue schon etwas verbessert hat.

    Aber ich habe mir auch schon den Kopf zerbrochen, wie man die Spurtreue sonst noch auf mechanischen Weg verbessern könnte.

    Ich könnte mir vorstellen, dass ein Umbau auf Dreirad (ein Vorderrad weg, und das andere in die Mitte ... mittiger Aufnahmepunkt ist beim Baricus vorgesehen) hier von Vorteil sein könnte.

    Da, wie gesagt, der Baricus eh hecklastig ist, sehe ich eh nicht, wozu er zwei Vorderräder braucht. Vermutl. stört das zweite weit mehr als sein Nutzen ... :/

    Edit: Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, mir mal etwas Sand kommen zu lassen, um (abgesehen davon, dass das sog. "Sanden" eh gut für den Rasen ist) hier insbes. mal Bodenunebenheiten am Hangstück auszugleichen, und wäre sehr gespannt, ob und wie viel das i.S. Hangdrift bringt. Ich würde mir einiges davon erhoffen ... komme nur leider nicht dazu.

    Greetz Hartmut

    Mähroboter: Baricus YZ-1 von 07/2018
    Saug/Wisch-Roboter: Deik MT820

    Der Saugroboter wurde erfunden, weil der Mähroboter seinen ganzen Dreck einfach auf den Boden schmeisst.

  • Einen Stecker für einen USB-Anschluß gibt es auch beim Matrix, allerdings hat der keine übliche USB Norm. Hierfür wäre ein Adapter notwendig. Und ein Programm, dass eine neue Software auch von Laien auf eine Roboterplatine aufbringen könnte, kann halt leider nur der Hersteller selber anbieten. Ein freies Linuxprogramm auf einem USB Stick sollte finanziell und arbeitstechnisch möglich sein.
    Aber ob der Wille dazu vorhanden ist, oder ob man lieber einen neuen Mäher mit den neuen Funktionen verkaufen will, ist halt eine Frage der Rendite.
    Anhand den Bildern, die ich bisher vom Baricus gesehen habe und mit dem Matrix verglichen habe, sind alle wesentlichen Bauteile gleich.
    Der Aufbau mit dem Sitz der Motore, das Mähwerk, das Akkufach mit Akku, die Chassisträgerelemente, sogar das Chassis im wesentlichen, die Platzierung der Crashplatine, die Liftsensoren, die Vorderräder einschließlich der Möglichkeit ein einzelnes Vorderrad mittig zu installieren.
    Der einzige Unterschied befindet sich in der Anordnung verschiedener Elemente auf der Hauptplatine und der Sitz der Signalerkennung auf unterschiedlichen kleine Platinen oder integriert auf der Crashplatine.
    Diese Unterschiede führe ich auf Evolutionsstadien beim Bereinigen von Fehlerquellen, zurück.

    Die Idee, einen Versuch mit nur einem Vorderrad zu machen, kam mir gleich nachdem ich das erste mal den Hangdrift gesehen habe.
    Auf der anderen Seite verringert das aber das Gewicht im vorderen Teil noch einmal, was wiederum zu ungewollten Neigungsfehlern führen könnte.
    Jetzt bin ich schon gespannt, wie sich der Blumfeldt Garden Hero bewährt.

  • Ein freies Linuxprogramm auf einem USB Stick sollte finanziell und arbeitstechnisch möglich sein

    Ich fürchte, dass auch viele Baricus-User Linux nur vom Namen her kennen, und dass man die Software dann eher für "ein anderes Fenster-Betriebssystem" machen wird :rolleyes:
    Aber viell. wäre auch nicht mal eine Spezial-Software nötig, und man könnte auch schon einiges über eine Standard-Client-Software wie Putty o.ä. machen


    Anhand den Bildern, die ich bisher vom Baricus gesehen habe und mit dem Matrix verglichen habe, sind alle wesentlichen Bauteile gleich.
    Der Aufbau mit dem Sitz der Motore, das Mähwerk, das Akkufach mit Akku, die Chassisträgerelemente, sogar das Chassis im wesentlichen, die Platzierung der Crashplatine, die Liftsensoren, die Vorderräder einschließlich der Möglichkeit ein einzelnes Vorderrad mittig zu installieren.
    Der einzige Unterschied befindet sich in der Anordnung verschiedener Elemente auf der Hauptplatine und der Sitz der Signalerkennung auf unterschiedlichen kleine Platinen oder integriert auf der Crashplatine.

    Wie ich mitbekommen habe, gibt es schon Unterschiede Baricus-Matrix.
    Z.B. ist die Menüführung tw. verschieden, beim Matrix gibt es diesen "Gliederungs-Fehler", etc.
    Es ist gut möglich, dass die beiden sonst gleich (zumind. ähnlich) sind, aber Mainboards+Firmware sind/waren vermutl. immer verschieden.

    Die Idee, einen Versuch mit nur einem Vorderrad zu machen, kam mir gleich nachdem ich das erste mal den Hangdrift gesehen habe.
    Auf der anderen Seite verringert das aber das Gewicht im vorderen Teil noch einmal, was wiederum zu ungewollten Neigungsfehlern führen könnte.
    Jetzt bin ich schon gespannt, wie sich der Blumfeldt Garden Hero bewährt.

    Das Neigungsproblem wirst Du ja vermutl. nicht mehr haben, wenn es durch schlechte Lötstellen bedingt war, und Du hier nachgelötet hast.
    Sonst könnte man ja notfalls etwas Zusatzgewicht auf die (eine) Vorderachse bringen. Ich denke aber, dass das (insbes. bei einer Achse) weder notwendig noch sinnvoll wäre.

    Und da ich mir auch beim Garden Hero nicht vorstellen kann, dass über aufwändige Systeme zur Stabilisierung der Hangfahrt verfügt, wäre es natürlich superspannend, wenn Du, falls er am Hang tatsächlich stabiler fährt als Matrix/Baricus, mal Deine Beobachtungen hier mitteilen würdest.
    Viell. bringt so ein Vergleich ja die entscheidende Idee, wie man auch Baricus/Matrix auf mechanischen Weg stabilisieren könnte.

    Greetz Hartmut

    Mähroboter: Baricus YZ-1 von 07/2018
    Saug/Wisch-Roboter: Deik MT820

    Der Saugroboter wurde erfunden, weil der Mähroboter seinen ganzen Dreck einfach auf den Boden schmeisst.

  • Hallo Bari,
    der Matrix ist am Samstag ohne Probleme gelaufen.
    Gestern hat mein Bruder mit seiner Frau vorbeigeschaut und ich wollte ihnen unseren Jonny (Matrix) vorführen, weil er ja jetzt so prima alle Steigungen bis 27° schafft.
    Aber Jonny zeigte sich von seiner zickigen Seite und blieb auch schon bei geringen Neigungen stehen. Der Vorführeffekt hat voll zugeschlagen.
    Am Abend habe ich dann versucht, die Gummifüße stabiler zu machen. Jonny reagierte aber wieder nicht, wie gewünscht und nach ein paar weiteren Versuchen begann er nach dem Einschalten sich rückwärts zu bewegen, zu drehen und wieder rückwärts zu fahren, drei, vier, fünfmal bis er schließlich mit ein paar Piepstönen stehen blieb.
    Ihr kennt das ja schon, aber bei mir waren absolut keine Grasreste oder andere Rückstände in der Nähe des Mähers. Schon gar nicht bei den Magneten.
    Unzählige Versuche, ihn zum Vorwärtsfahren zu bewegen, schlugen fehl.
    Erst heute, nachdem ich die Platine erneut unter die Lupe nahm, und eventuelle Schwachstellen beseitigte, die Magnete in verschiedenen Varianten eingesetzt habe und eigentlich schon an Aufgabe dachte, entschloss sich Jonny, wieder normal zu funktionieren.
    Wollte der etwa am Sonntag frei haben?
    Vermutlich wird sich dieses Verhalten nie ändern.
    Er funktioniert und ein andermal funktioniert er wieder nicht. Ganz, wie es ihm beliebt. Aber so ist das mit der Familie, man muß sie akzeptieren, wie sie ist.
    Aber einen Verkauf kann ich so, nicht mit gutem Gewissen, tätigen.
    Der Blumfeldt kann mich also nur mehr positiv überraschen.

  • Eine weitere Erkenntnis habe ich am Nachmittag gewonnen.
    Zu Mittag machte er das normale Geräusch, als er wieder normal funktionierte.
    Am Nachmittag habe ich ihn bei 80% Ladekapazität aus der LS geholt und siehe da, er hatte wieder dieses Geräusch, dass er macht, wenn er nicht richtig will. Das ist ein Dröhnen, so wie, wenn etwas in kurzer Frequenz aneinanderstößt.

    Jetzt habe ich gesehen, dass der Mähwerkmechanismus bei höherer Mäheinstellung viel mehr Spiel in der Aufnahmeröhre hat, als bei niederer Mäheinstellung.
    Dabei habe ich aber keine andere Einstellung am Nachmittag gewählt, weil ich keinen so kurzen Rasen will.
    Sobald der Mäher dieses stärkere Geräusch macht, kommen auch die Probleme mit Neigungsirritationen. Dass diese Vibrationen schon so einen Effekt haben, ist ungewöhnlich, aber damit habe ich eine neue Baustelle, nämlich, wie man die Mähwerkkonstruktion stabiler machen kann.
    Wenn man immer dieselbe Mähhöhe einhalten will, ist das ja eine Kleinigkeit, aber bei verschiedenen Höhen wird es zu einer Sisyphus-angelegenheit.

  • Gesagt, getan. Den Mähmotor habe ich etwa zwei cm am unteren Ende mit Fensterdichtung gegen die Röhre, in der der Motor steckt, abgedichtet.
    Ein fabelhaftes Ergebnis, das sich dabei eingestellt hat. Jonny ist so leise, wie er noch nie war. Jetzt muß ich abwarten, ob der Motor dadurch eventuell zu heiß wird.
    Seither ist Jonny an sehr steilen Stellen unterwegs gewesen, ohne auch nur einmal abzustellen. Dabei ist er kurz nach der Tortur sogar zum Aufladen in die LS gefahren, also mit fast leerem Akku.
    Jetzt muß sich der Blumfeldt Garden Hero schon anstrengen, wenn er Jonny überbieten will.

    Für den Hangdrift habe ich nämlich auch schon Überlegungen, wie man den auf einfache Weise abstellen kann.
    Dazu bräuchte ich aber die Pinbelegungen des linken Radmotors.
    Wenn man den linken Motor mit weniger Strom, als den rechten Motor betreibt, dann müßte das Rad weniger Umdrehungen und somit weniger gefahrene Strecke, schaffen.
    Beim Bergauffahren sind es nämlich fast immer Drifts nach rechts weil der Hang auch leicht nach rechts abfällt. Natürlich würde er bei Querfahrten nach links natürlich noch mehr nach links abdriften, aber wichtiger wären mir die Bergauffahrten.

  • Neues Update zum Neigungssensor.
    Nachdem Jonny (Matrix) immer wieder Neigungsfehler reklamiert hat, habe ich diesmal sogar das Display ausgebaut, um nach einem Sensor zu suchen.
    Und siehe da - auf der Displayplatine wurde ich tatsächlich fündig.
    Diesmal machte ich kurzen Prozess und lötete den Sensor ein für allemal aus.
    Siehe Bilder! Es handelt sich um das Teil neben der Batterie.

  • Tja, gestern lief Jonny ohne den Sensor wieder einwandfrei.

    Heute schmollte er aber schon wieder bei seitlichen Neigungen. Also dürfte der Sensor auf der Displayplatine nur für rauf und runter zuständig gewesen sein.

    Morgen versuche ich, die Karosse stabiler an das Fahrgestell anzubinden. Wenn auch das nichts bringt, wird Jacky auch sein Gebiet übernehmen müssen.