Gardena R70li kurze Mähzeit

  • Hallo,


    ich habe einen Gardena R70Li Mähroboter, der schon etwas älter ist (aus dem Jahr 2014). Der Akku wurde zuletzt vor ca. einem Jahr getauscht.


    Mein Problem ist nun, dass die Mähzeit recht kurz ist, sie beträgt maximal 40 Minuten. Die Ladezeit ist normal (gut 1 Stunde).


    Ich habe zum Test den Akku in dem Moment, als der Mäher nach dem Mähen zum Laden zurückgefahren ist, entnommen und mit einem LiPO-Ladegerät geladen. Dabei habe ich einen Strom von 1 Ampere eingestellt und den Ladevorgang bei einem Strom von 300 mA beendet, was den Bedingungen in der Ladestation entsprechen dürfte. Hierbei konnten ca. 1000mAh Strom in den Akku geladen werden (Dauer gut eine Stunde), was den Spezifikationen entsprechen dürfte (ich habe gelesen, dass der Mäher pro Ausfahrt ca. 900-1200 mAh entnimmt).


    Daraus schließe ich, dass der Akku und die Ladestation eigentlich in Ordnung sein müssten. Stimmt das?


    Ich vermute also, dass die Stromaufnahme beim Mähvorgang recht hoch sein muss. Woran könnte das liegen? Kann ich hier selbst einen Fehler beheben?


    Vielen Dank.

  • Hallo Mähmuffel


    Der Mäher nimmt nur max. 900mAh pro Fahrt, im Automodus. Wenn er früher in die ESS läuft, dann ist es natürlich weniger.. Die genauen Lade / Entladevorgang kannst du im ERFAdok FAQ nachlesen.


    Ideal ist ein RN Modul dann kannst du alles online nachverfolgen


    Wenn du einen Profi Lipolader hast, kannst du den Akku 2-3 mal komplett laden und dann entladen und schauen wieviel mAh er ausrechnet.


    Eine weitere Test-Möglichkeit mit Bordmitteln ist der Man Modus. Ist im Handbuch und im ERFAdok beschrieben.


    Der Stromverbrauch beim Mähen kann von „klemmenden“ Radgetrieben oder hohem Gras, Hügeln, Ameisenhügeln (Mäher hängt) hochgetrieben werden. Dies wäre mit dem RN online verfolgbar.

    Ansonsten empfehle ich: Den Mäher mähen lassen und nur das Resultat beurteilen. Wenn OK, den Mäher mähen lassen. Wenn man dem Mäher zuviel zuschaut, findet man immer was komisches :-)

  • Hallo,


    vielen Dank für Deine Antwort.


    Ich habe den Mäher mal im MAN-Modus bis zum Schluss mähen lassen, dann den Akku aufgeladen mit einem LiPo-Lader, es gingen 2250 mAh hinein.


    Sodann habe ich den Mäher wiederum im MAN-Modus mähen lassen, er lief genau 1 Stunde und 30 Minuten.


    Daraus errechnet sich ein Stromverbauch von 1,5 Ampere, was eigentlich deutlich zu hoch ist.


    Mein Garten hat keine größeren Steigungen, es gibt keine Ameisenhaufen oder Maulwurfshügel. Das Gras ist auch von normaler Beschaffenheit.
    Die Räder lassen sich problmlos drehen, ein Klemmen merke ich nicht. Auch der Mähkopf lässt sich normal bewegen.


    Kann ich noch etwas tun, um den hohen Stromverbrauch zu senken? Vielleicht irgendetwas schmieren?


    Wegen des hohen Stromverbrauchs und der daraus resultierenden kurzen Laufzeit schafft der Mäher meinen Garten leider inzwischen kaum mehr (trotz maximal eingestellter Fahrtzeiten).


    Für einen Tipp wäre ich sehr dankbar.

  • Also der Akku ist mal gut



    Tja ohne Messgeräte und Robonect… muss man ins Ausschlussverfahren



    1,5 ist echt zuviel auch für den 70er



    Lass ihn doch mal im Demo Mode laufen, dann dreht der Mähermotor nicht und messe die Zeit und eingeladene mAh. Ich vermute zwar dass er in dem Modus nicht im MAN fährt, damit unattended Betrieb möglich ist. Trotzdem hast du einen Vergleich.



    Eien weitere Idee wäre aufbocken und fahren lassen in der Luft. Ne is nicht, da kriegst die mA anzeige nicht hin.



    Es sollte doch möglich sein einen Freund aufzutreiben der ein DVM mit 20A Bereich und ein paar Messkabel mit Krokoklemmen hat. Dann aufbocken und im Expert Modus jeden Motor einzeln laufen lassen, dann hast du den Schuldigen schnell raus. Achtung: Antriebsmotoren können im Leerlauf 120mA ziehen und wenn man sie ein wenig bremst gehen sie auf 500!! > Getriebe klemmt unter Last. Hatte auch so einen. Daten sollten im ERFAdok stehen.

  • Hallo,


    danke für die weiteren Hinweise.


    Ich habe jetzt Messungen durchgeführt (ging recht einfach; im Experten-Modus, den ich vorher nicht kannte, kann man sich ja die momentane Stromaufnahme anzeigen lassen):


    Stromaufnahme Leerlauf:

    Linkes Rad: 70 mA

    Rechtes Rad: 50 mA

    Messermotor: 200 mA


    Stromaufnahme bei Fahrt über ebenen Rasen:

    Linkes Rad: 360 mA

    Rechtes Rad: 320 mA

    Messermotor: 830 mA.


    Daraus errechnen sich ebenfalls die insgesamt ca. 1,5 A in Fahrt.


    Wo liegt nun das Problem?


    In der sehr hohen Stromaufnahme des Messermotors in Fahrt?


    Der Messerteller ist frei von Verschmutzung, irgendwelche Blockaden kann ich nicht erkennen. Die Messer sind neu.


    Was kann ich hier noch tun?


    Danke.

  • sind die saphira Werte nicht im ERFAdok? Dann müsste ich das nachholen

  • Leider konnte ich auch nach intensiver Suche im ERFAdoc keine Referenzwerte für die Stromaufnahme der Einzelkomponenten finden.

  • Saphira hatte als ich es ausgemessen habe ~600mA im Schnitt.

    Leider konnte ich auch nach intensiver Suche im ERFAdoc keine Referenzwerte für die Stromaufnahme der Einzelkomponenten finden.


    Mähermotor 2-300mA, Räder 70-300mA

  • ich gehe ehr davon aus das dein Akku in der Station nicht richtig geladen wird. Der Ladevorgang wird beendet wenn der Ladestrom längere Zeit einen (welchen hab ich grade vergessen waren es 300mA??) ) Schwellwert unterschreitet. Der Mäher geht davon aus das der Akku voll ist und beendet das Laden. Der Ladebalken springt dann auf "VOLL". Im Info- oder Expertenmenü dann mal die Batteriespannung anzeigen lassen. Die sollte dann über 20V liegen wird aber vermutlich irgendwo bei 17-18V sein.


    Ich vermute (wiedermal) vergammelte Kontakte. Entweder sind die Kämme an der LS korrodiert, die Kontaktstreifen am Mäher, an der LS der Kabelanschluss an die Kämme oder im Heckbürzel des Mähers das Rote Kabel von der Kupferplatte in den Mäher.


    Der Heckbürzel ist nur mit 3 Schrauben fest also in 5 Minuten kontrolliert. Bei mir gammelt immer der Ringkabelschuh weg. Egal was für einen ich verwende. Auch diverse Korrosionsschutzfette haben nichts gebracht. Jetzt hab ich den Mist mal mit Zinkspray eingejaucht. Ich vermute allerdings eine elektrolytische Zerlegung.


    Wumbaba

    2x 2011er Husky 305 weiß Gizzmo, schwarz Hubert

  • ... Vorschlag, bevor wir Schrauben nutzen wir mal die Boardmittel. Näher auf "Manuell" stellen und leerfahren lassen. Dann gemäß Anleitung die Spannungen und Ströme mit dem DMG ausmessen. Wenn das nicht passt, dann den Schraubendreher frei machen und die Kontakte prüfen.

  • ich gehe ehr davon aus das dein Akku in der Station nicht richtig geladen wird. ...


    Wumbaba

    Vielen Dank für den Hinweis, aber das glaube ich in meinem Fall eher nicht. Nach der Ladung in der Ladestation beträgt die Spannung 20,2 V, was normal sein dürte. Außerdem war die Laufzeit nach Ladung mit einem professionellen LiPo-Lader auch nicht besser.

  • ... Vorschlag, bevor wir Schrauben nutzen wir mal die Boardmittel. Näher auf "Manuell" stellen und leerfahren lassen. Dann gemäß Anleitung die Spannungen und Ströme mit dem DMG ausmessen. Wenn das nicht passt, dann den Schraubendreher frei machen und die Kontakte prüfen.

    Vielen Dank für den Tipp.


    Mir ist zwar nicht ganz klar, warum ich Spannungen und Ströme bei (fast) leerem Akku messen soll, aber ich es gerne tun.


    Leider habe ich in der Anleitung nichts dazu gefunden, aber ich werde einfach (nochmals) die Ströme der Radmotoren und des Messermotors messen sowie Spannungen dort.


    Was meinst Du mit "Schraubendreher" frei machen? Den Bereich, wo sich die Messer befinden? Das habe ich schon gemacht, auch dort schon weitgehend alles zerlegt und gereinigt.

  • ... "Schraubendreher frei" heißt rumschrauben. Es geht um strukturiertes Vorgehen damit die Erkenntnisse uns weiterbringen.

    Wenn die letzte Aufladung auf den im Dok beschriebenen Wert erreicht und die Ströme der Radmotoren nahezu identisch sind und der Mower keinen Bogen fährt, dann bleibt nur noch der Messermotor als Ursache für einen erhöhten Stromverbrauch und einer einhergehenden kurzen Mähzeit in Frage. Absolute Gewissheit bringt leider nur den Mäher mal mit Überwachung der Ströme laufen zulassen. Ggfs DigiCam auf die Auslese legen oder die professionelle Lösung. Mir persönlich wäre das zur reinen Festellung der Werte aber zu teuer.


    Bitte lese doch mal das Log aus - Mähzeit und Ladezeit. Das gibt weitere Hinweise. Insbesondere wenn die Werte sehr nah bei einander liegen.

  • Ach so, alles klar, bitte entschuldigt meine Unwissenheit.


    Die Ströme bei Fahrt über den Rasen hatte ich schon vermessen. Es ergaben sich folgende Werte:


    Linkes Rad: 360 mA

    Rechtes Rad: 320 mA

    Messermotor: 830 mA.


    Dabei handelt es sich um Durchschnittswerte (abgelesen mit der Digicam).


    Die Spannweite der gemessenen Werte beim Messermotor war relativ hoch (zwischen 200mA und 1900 mA).


    Gespeichrte Zeiten:

    Mähzeiten: um die 40 Minuten mit geringen Schwankungen

    Suchzeit: um die 5 Minunten (zwischen 1 Minute und 9 Minuten)

    Ladezeit: 65-70 Minuten

  • Hallo,


    mein Rasen ist normal dicht, denke ich. Es ist aber schon ein richtiger Rasen, nicht nur eine Unkrautwiese, in der ab und zu ein Grashalm herausschaut. Allerdings ist der Rasen etwas uneben, weil öfter mal ein Maulwurf tätig ist. Die Hügel habe ich allerdings entfernt.


    Die ca. 700qm werden derzeit dauernd gemäht (7 Tage die Woche, 6.00 Uhr bis 24.00 Uhr), weil sonst der Mäher nicht fertig wird. Zur Zeit wächst der Rasen sehr stark, es ist feucht und relativ warm, außerdem habe ich den Rasen vor ca. 3 Wochen gedüngt.


    Der Gleitteller, der standardmäßig montiert war, ist immer noch dran. Die Lagerung ist gut.


    Klingen:

    https://www.ebay.de/itm/NEU-30-TITAN-Messer-Klingen-fur-Gardena-R38Li-R40Li-R45Li-R50Li-R70Li-R80Li/231900738974?hash=item35fe5c759e:g:ao0AAOSwud1XALyd

    Sollte ich hier mal andere nehmen (Original)?

  • ... ok. Dann bleibt nur noch das Messermotorlager was gewechselt werden könnte, um die Mähzeit ggfs. zu verlängern. Das es 20min bringt glaube ich aber nicht.

    Zum Messer: sofern nicht mit harten Kollisionen wie mit Steinen oder Wurzeln zu rechnen ist, kannst du auf eine Sorte Ceranfeld Klingen zurückgreifen. Beliebt und auch in meiner Verwendung sind die vom ABC-Shop. Fidatex hat sich auch im Dokument gelistet.

    Was die Effizienz weiter steigern könnte, ist eine feststehende Klinge und/oder ein Messeraufsatz mit 5 oder 9 Klingen. Dadurch sinkt die Mähzeit geringfügig aber die Schnittbreite nimmt zu. Schaue mal hier im Forum, ich experimentiere damit gerade.