Der erste Mähroboter - ich benötige eure Hilfe!

  • Hallo zusammen,


    ich plane in Kürze einen Mähroboter zu kaufen, habe bislang jedoch keinerlei Erfahrung damit und bin daher auf eure Hilfe angewiesen. Zur Ausgangssituation:


    1. Angaben zur Rasenfläche


    • gemäht werden soll eine Rasenfläche von knapp 200 Quadratmetern

    • die Fläche ist eben und hat keine Steigung o.Ä.

    • es gibt auf der Fläche selbst keine störende Hindernisse, allerdings grenzen ca. 5cm Begrenzungsplatten die Rasenfläche vom Gehweg/der Terrasse ab

    • der Rasen ist teilweise vermoost

    • es gibt keine separierten Nebenflächen


    2. Angaben zum Mähroboter


    • ich habe bislang noch gar keine Erfahrung und daher auch keine Modelle ins Auge gefasst

    • mögliche Arbeitszeiten sind täglich, wobei es - je nach Zeit - auch gut wäre, wenn er nicht jeden Tag laufen müsste und bspw. am Wochenende Pause macht

    • Messer (Klingen oder Balkenmesser) - hier habe ich derzeit keine Ahnung und daher auch keine Präferenz.

    • Wichtigkeit eines leisen Betriebs? - leiser Betrieb ist sehr wichtig

    • Bedienung via Display am Gerät gewünscht? - Nicht zwingend notwendig

    • Bedienung via App (WLAN / GSM / Bluetooth)? - Nicht zwingend notwendig

    • Anbindung an Alexa, Google Assistent usw.? - Muss nicht sein, ist aber auch kein KO-Kriterium. Werde es jedoch nicht nutzen.

    - Installation und Service durch einen Händler? - Nein

    - Sonstige Wünsche? - Nein

    - Kostenobergrenze in Euro exclusive Versand - doofe Antwort, aber: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Ich suche einen soliden, einfach zu bedienenden, leisen und wartungsarmen (Einstiegs-)Mähroboter. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen: max. 500€ (gerne natürlich weniger). Sollte es aber eurer Einschätzung nach aber kein brauchbares Modell in dieser Region geben, muss es eben mehr werden.


    Toll wäre, wenn ihr beim jeweiligen Tipp noch kurz dazu schreibt, wie ich die Rasenfläche für den Roboter definiere (also bspw. über die Abgrenzung via Schnur, Steuerung in einer App o.Ä.)


    Wichtig ist noch zu wissen, dass ich selbst nicht täglich vor Ort sein werde, um das Gerät einzustellen/im Auge zu behalten/zu 'reparieren'. Nach der erstmaligen Installation sollte der Roboter also selbstständig und ohne viel Wartungsaufwand zuverlässig seine Arbeit verrichten.


    Ich danke euch und freue mich auf die Vorschläge.


    Vielen Dank und liebe Grüße!

  • Moin.

    Schelm1 hat geschrieben, man solle auch mal in diesen thread hier reinschauen. Dort bin ich auf Deinen Beitrag gestoßen.


    Ich hab zwar hier im Forum noch nichts gepostet, weil das Wichtigste zur Technik und so in hunderten von Beiträgen schon geschrieben steht.
    Viel Spaß beim Lesen. (Erst mal alles zu finden ist aber das Problem.)


    Seit kurzem bin ich selbst gestresster ... erst Besitzer, dann Bediener und später Sklave eines Määäh-Robbis.

    An die holprigen Anfänge kann ich mich noch ganz gut erinnern weil sie erst ein paar Wochen zurück liegen, sodass ich mir einfach erlaube, hier ein paar gut gemeinte Tipps von mir zu geben. (Geht leider nicht mit wenigen Worten und ist natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss).


    A) Deine Ausführungen zu 1. und 2. legen die Vermutung nahe, dass Du Dich schon (zumindest) auf den Seiten der einschlägigen Hersteller "schlau" gemacht hast.

    Das ist gut.

    Bringt leider (fast) gar nix, weil die Määäh Wirklichkeit natürlich ganz anders ist, als von den Herstellern beschrieben.


    Meine Erfahrung:

    Ich glaubte auch, mit meinem Grundstück (flach, null Hindernisse und in etwa "H-Form") einen Null-Acht-Fuffzehn-Rasen zu haben. Nach drei Wochen täglichen Umkonfigurierens weiß ich inzwischen, dass das nicht so ist. Leider sagt Dir kein Hersteller, wie denn "seine" Idealvorstellungen vom Zuschnitt eines Ideal-Gartens für sein(e) Gerät(e) sind. Ich bin mal so arrogant und behaupte, dass das "Problem" mit der umständlichen und "bescheuerten" Konfiguration eher nicht in meiner Person liegt, da ich als IT-ler der ersten Stunden in meinem Leben schon so manches Konfigurationsproblem in den Griff bekommen habe.
    Aus diesem Grunde hinterlege ich hier folgenden Tipp:
    Nimm gaanz viel Zeit und guten Willen für die Grundeinrichtung in die Hand, bevor Du Dir so ein Ding anschaffst.


    B.) 200 qm sollten für keinen halbwegs seriösen Määäh-Robbi ein ernst zu nehmendes Problem darstellen.

    Tipp: Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man mit einem Gerät in einer Größenordnung gut fährt, das etwa für die doppelte Fläche konzipiert ist. Nach Deiner Angabe im Post wäre der nächste Schritt also etwa 500 qm. da muss man sich halt am Markt umschauen.


    Ebene Fläche ist immer gut. ;) Wie sieht es mit Maulwürfen aus ? Määäh-Robbis sind Vegetarier und sie stehen den Maulwurfshügeln meist hilflos gegenüber. Vor allem wenn sich diese entlang des Begrenzungsdrahtes aneinander reihen. X(


    C.) 5 cm Begrenzungsplatten dürften für die meisten Määäh-Robbis (viel) zu knapp sein, um zuverlässig ein *randnahes* Mähergebnis abzuliefern.

    Selbst die (wenigen) paar Geräte am Markt die "randnahes Mähen" ganz oben in der Werbung stehen haben dürften mit 5 cm nicht hinkommen.


    Neben der befahrbaren Randbreite ist ein eventueller Höhenunterschied zwischen Rasen und z.B. Terrasse von Bedeutung. Wenn es dort bei Dir keinen Höhenunterschied gibt, kannst Du die meisten Mäher, die mit Begrenzungsdraht arbeiten, in die nähere Auswahl nehmen. Ansonsten bleibt meiner bescheidenen Meinung nach nur der Gang zum Baumarkt und der Einkauf / Einbau von Randstreifen / Mähkanten als Betonsteine. Die gibt es hier bei uns in 16 cm Breite. Das sollte für ein randnahes Mähen mit den Geräten, die mit "randnah" beworben werden, ausreichen.


    **Emotion:** Um es mal ganz klar (und ziemlich verärgert) zu sagen. Viele Hersteller faseln etwas von "gelegentlichem Nacharbeiten" oder anderen Unsinn in den Bedienungsanleitungen von Geräten, die nicht randnah mähen (können). In der Werbung wird da vorsichtshalber und meistens gar nichts zu gesagt. Im Tagesgeschäft heisst das aber, dass -je nach Määäh-Robbi-Marke- ein bis zu 25 cm (Zentimeter, nicht Millimeter) breiter ungemähter Streifen rundum den gemähten Bereich stehen bleibt, den man wie bisher von Hand nachmähen darf/kann/muss. **Ende Emotion** :)


    Zu diesem Thema sollte man sich also ganz genau erkundigen.

    Die veröffentlichten Zentimeter-Angaben würde ich persönlich seeehr großzügig auslegen und nicht wirklich "zentimetergenau" auffassen.


    D) Gegen Moos ist kein Kraut / Gras gewachsen.

    Bevor Du Dich für einen Määäh-Robbi entscheidest, schlage ich vor, dass Du erst mal entscheidest, was mit der vermoosten Fläche geschehen soll.

    Wenn sie bleibt, wie sie ist, dann gilt: Dem Määäh-Robbi ist es eigentlich "egal" ob er über Gras oder über Moos fährt. Es ist natürlich in solchen Fällen angenehm, wenn die "Bereifung" eher einem Traktor (o.ä.) gleicht und nicht einem Rennauto mit profillosen Slicks.


    Wenn Du aber beabsichtigst, dem Moos endgültig den Garaus zu machen und neuen Rasen zu säen oder auszurollen, dann lautet mein Tipp: Warte ab, bis die "neue" Fläche komplett angewachsen ist und eine feste Struktur hat. Das hätte eventuell den Nebeneffekt und Vorteil, dass Du dann (ab heute, Ende mai 2020) noch mindestens bis zum Jahresende mit der Anschaffung eines Robbi warten kannst. Vielleicht erfüllen die 2021-er Modelle ja endlich die Erwartungen aller Määäh-Robbi Besitzer. :)

    Scherz beiseite. Ein Määäh-Robbi hat die Neigung, sich im frisch Eingesäten einzugraben oder den frisch ausgelegten Roll-Rasen-Teppich anders "zurecht zu rücken" als Du Dir das gedacht hast. Siehe viele posts in diesem Forum.


    E) Die passenden Arbeitszeiten muss man leider immer noch selbst herausfinden und einstellen. Es gibt (immer ) noch kein Gerät, das zuverlässig (!) nach dem Prinzip arbeitet: Mach alles kurz und danach fahre nach Hause". Das schreibt nur leider kein Hersteller in dieser Deutlichkeit in die Werbung. Die Robbis fahren meist ziemlich wahllos im Zick-Zack über die Fläche bis der Akku fast leer ist und haben dann nach dem x-ten Durchgang auch wirklich das letzte lange Hälmchen abgesäbelt. Tipp: Lass Dich bei der Kaufentscheidung nicht von vermeintlich "intelligenten" Lösungen beeinflussen. Intelligent im Sinne von "menschenähnliches Denken und Handeln" gibt es in diesem Segment nicht. Falls doch, lass es mich (uns) bitte wissen, dann verkaufe ich mein Neugerät nämlich sofort. ;)


    F) Messer oder Klingen ? Das ist meiner Meinung nach eine Glaubensfrage. Messerbalken werden stumpf, Klingen auch. Beides muss man öfter tauschen als die Messer am "normalen" Rasenmäher. Nimm das, was der Hersteller Deiner Wahl anbietet.


    G) Leiser Betrieb. Beim Händler auf der Kunstrasenfläche sind alle Geräte "leise" bis "flüsterleise". In Echtzeit hört/fühlt sich das schon ganz anders an. Ist vielleicht neben der zu schneidenden Halmlänge auch eine Frage der Empfindlichkeit des Gehörs. Ich höre unseren Määäh ganz deutlich ein bisschen "jaulen" wenn die Sensen in Betrieb sind. Im Fahrbetrieb ohne Määähen höre ich nix. Nachbars dagegen sind begeistert, dass man "ja gar nichts hört". Wie gesagt ziemlich individuell die Sache mit der Lautstärke. Leiser als ein "normaler" Elektromäher sind sie aber- glaube ich- alle ;). Wenn man die vereinzelten Beiträge im Forum liest, wird es auch mit zunehmendem Alter des Gerätes und der Sensen schon mal "lauter".


    H) Vollständige Bedienung am Gerät und aussagefähigem Display. Das ist meiner bescheidenen Meinung nach ein unabdingbares Kriterium für ein solches Gerät. Auch auf die Gefahr hin, dass mich jetzt Heerscharen von aufgebrachten Jungspunden als "ewig Gestrigen" schelten. Ohne "Tasten und Display" geht gaar nicht (ich spreche hier aus Erfahrung und Verärgerung).

    Jedweder "Ersatz" über Äpp oder was auch immer für eine externe Steuerung ist und macht abhängig vom Funktionieren einer weiteren Komponente. Siehe i)


    I) Bedienung via Äpp. Ist in jeder Hinsicht verzichtbar, es dürfte allerdings kaum mehr ein aktuelles Gerät am Markt geben, mit dem Du nicht auch vom Ballermann aus mit Deinem Handy den heimischen Mäher anschubsen kannst.


    Leider, leider, leider. Ich muss diese persönliche Meinung als IT und Netzwerkprofi hier einfach so hinstellen, weil durch die bescheuerte IoT-Welt der Unsicherheit von Daten und Netzwerken Tür und Tor geöffnet wird.


    Ganz abgesehen davon sind derartige Apps häufig von billigen Skriptkiddies in Fernost zusammengeklickt, die selbst keine Ahnung vom Rasenmähen haben. Toll, was die alles für Statistiken abrufen können. SounSoViele Kilometer gefahren ... genial ... Dass dabei aber auch SoundSoViele Meter ungemähten Randes stehen geblieben ist, bleibt ohne Erwähnung. :(


    Ein Gerät, welches *nur* funktioniert wenn und während es mit dem WLan oder anderen netzen verbunden ist, würde ich nicht kaufen.
    Blauzahhn-Geräte dürften ausgestorben sein, weil diese Verbindungstechnik doch eher für den unmittelbaren Nahbereich gedacht ist.

    GSM-Geräte kenne ich nicht, kann mir aber auch keinen Grund vorstellen, warum ein Määäh-Roboter eine Telefonverbindung haben sollte/müsste. Jedenfalls sind mir keine Notfallsysteme bei diesen Geräten bekannt, die ähnlich wie Neuwagen beim Auslösen des Airbag einen Notruf an 112 absetzen.


    Hey Ihr SuperMeister im Forum. das wäre doch mal ein Feature für die Zukunft. Mähroboter mit Airbag der bei Kollision mit Hindernis auslöst.


    J) Alexa, Google und Konsorten. Siehe i). Denkmal: Gib mir bitte einen seriösen Grund, warum ich auch nur ein einziges Bit der Daten zur Steuerung meines Määäh-Roboters von einem PC / einer App oder einem anderen "Signalgeber" erst einmal um die halbe Welt zu einem derer Server und dann wieder zurück auf mein WLan und von dort in den Robbi schicken soll, wenn es auch kinderleicht von PC / von einer App aus über das selbe WLan einen *direkten*, unkomplizierten und von mir komplett überwachbaren Weg innerhalb des heimischen Netzes zum Robbi gibt. (Tausende andere Anwendungen der Steuerungstechnik nutzen diese Wege seit Jahrzehnten fehler- und störungsfrei).


    Wie oben schon gesagt, bin mal gespannt welchen Shitstorm ich mit derartigen Äußerungen heraufbeschwöre.


    Für mein Gerät gibt es (GsD) ein einfaches und intuitives GUI zur Steuerung, das vom ANsatz her auf Schnick-Schnack verzichtet und genau das (und nur das) von sich aus anbietet, was die Steuerung des Robbi einfach und bequem macht. Wer mehr will, kann darüber hinaus auch in die große weite www-welt hinaus um dort Daten abzuholen. :thumbup::thumbup::thumbup:Schau mal bei Eisha oder unter Entwicklungsprojekt: Worx Landroid & Kress Mission Desktop App auf Seite 1 im ersten Beitrag zum Thema DeskApp nach. Das Programm ist aber eventuell auf Geräte weniger (oder sogar nur eines einzigen) Hersteller begrenzt.


    K) Installation: Wenn man den Beiträgen im Forum Glauben schenkt, sind viele Leute, die einen Installationsservice der Hersteller in Anspruch genommen haben, nachher nicht besonders begeistert, weil zum Teil das Kabel lieblos auf oder in den Boden "gehämmert" wurde. Wer nicht gerade aus gesundheitlichen oder ähnlichen Gründen daran gehindert ist, beim Verlegen des Begrenzungskabels einige Zeit auf allen Vieren durch den Garten zu kriechen, der sollte das vorzugsweise selber machen.


    L) Sonstige Wünsche: Schön zu lesen, dass Du ansonsten offensichtlich wunschlos glücklich bist :)


    M) Kosten ... Das musst Du selber am Markt heraussuchen. Ich persönlich halte 500€ für zu knapp kalkuliert aber 750-1000 halte ich bei Deiner Grundstücksgröße für realistisch. Gebraucht würde ich einen Määäh-Robbi übrigens aus verschiedenen Gründen nicht (!) kaufen.


    N) Solide, einfach zu bedienen, wartungsarm ... Also wie Dein Auto ?? :):) Es geht hier dann wohl um die "Eier legende Woll-Milch-Sau".

    Zu "Solide" habe ich noch keine Erfahrung. Die meisten Geräte haben viel Kunststoff verbaut. Ob das "solide" ist, weiss ich nicht.

    Zu "einfache Bedienung" kann ich sagen: Die Kommandos "Stop", "Losfahren und Mähen" und "Fahre zur Ladestation" können wohl alle Geräte nach Knopfdruck am Gehäuse befolgen. Die individuelle Steuerung ist meist von Gerät zu Gerät und sogar innerhalb eines Herstellers zwischen den Geräten unterschiedlich (ausführlich).


    O) Zur Begrenzung der Mähfläche ziehe ich persönlich die "Hardware"-Lösung mittels Begrenzungsdraht einer reinen Softwaresteuerung, womöglich noch durch "Lernmodus" vor. Für Begrenzungsdraht ist die Lektüre zum Thema "Reserve" von großer Bedeutung, weil sich dadurch eine Menge Frust bei der Installation und den ersten Testrunden vermeiden lässt.


    Eine vermeintliche (!!) Steuerung per GPS (weil da ja alle glauben so kompetent mitreden zu können) ist technisch auf einer Fläche von 200 qm vollkommener Schwachsinn, weil die Auflösung des reinen GPS-Systems für eine Fläche von 200 qm =20x10m gar nicht ausreicht , um zuverlässig (!!) zu arbeiten. Alle meinen zwar, dass sie im Auto vom GPS allein in die heimische Garage oder zu "Tante Elli" gelotst werden, dem ist aber nicht so.


    Im Forum gibt es zwar auch Berichte einiger individueller "Konstellationen", in denen ein Robbi den Begrenzungsdraht nach außerhalb überfahren hat, aber ungleich mehr Berichte, dass GPS oder "Off-Limits" nicht oder unzuverlässig arbeitet. Der Robbi soll bei mir mähen und nicht auf der Straße.


    P) Reparatur beim Händler vor Ort oder beim Versandhändler macht möglicherweise keinen Unterschied, weil beide ein defektes Gerät mit großer Wahrscheinlichkeit zur Reparatur einschicken und nicht selbst reparieren werden. Das dürfte also kaum ein Auswahlkriterium sein, wenn man sich beim seriösen Versandhandel einkauft, der auch irgendwo noch eine oder mehrere Präsenzfilialen unterhält. Ich persönlich kaufe lieber vor Ort als in Amazonien.


    Und wenn das Gerät dann nach Ablauf der Garantiezeit seinen Geist aufgibt, wird sich eine Reparatur vielleicht gar nicht mehr lohnen, weil wir dann alle schon längst den heimischen Rasen von Drohnen im Rückenflug absäbeln lassen. ;)


    Q) Wartungsaufwand ... dürfte sich in Grenzen halten. Regelmäßig das Määäh-Werk sauber machen, ab und an die Messer wechseln und täglich frisch gepressten grünen Strom zum Frühstück in den Akku sollten fürs erste ausreichen.


    R) Du bist nicht immer vor Ort ... Das dürfte der eigentliche Knackpunkt sein.

    Alle Hersteller -und glaub mir, ich habe vor dem Kauf zig Bedienungsanleitungen heruntergeladen und gelesen- weisen auf der ersten Seite darauf hin, dass ihr Gerät aus Sicherheitsgründen nicht unbeaufsichtigt betrieben werden darf. Da musst Du Dir also etwas sinnvolles einfallen lassen.


    Übrigens: Zaun um den Garten herum oder sonstige "unüberwindlichen Hindernisse" sind rein rechtlich gesehen keine Rechtfertigung für unbaufsichtigten Betrieb auch wenn einige selbsternannte Stammtischjuristen meinen, das anders sehen zu müssen. Wenn Dein "unbeaufsichtigt" betriebener Robbi Nachbars rumstreunender Töle oder vielleicht auch einem Einbrecher (oder schlimmer noch, einem Kind) den Fuß oder eine Zehe absäbelt, dann "biste dran". Im ersten Fall (Töle) wegen Sachbeschädigung im zweiten Fall (Einbrecher) wegen Körperverletzung. Und auf (grobe) Fahrlässigkeit wird sich der Richter nicht einlassen, denn Du warst informiert und hast es trotzdem "getan", das ist Vorsatz. Das ist kein Witz sondern bitterer Ernst.


    S) Regensensor. Das steht zwar nicht in Deiner Liste, ist aber meiner Meinung nach zusammen mit einer Steuerung "Verzögerung nach Regen" eine sinnvolle Sache. Begründung: Wenn Määäh-Robbi auch bei Regen arbeitet, dann verschmutzt und verklebt das Mähwerk recht schnell. Die Folgen sind zwar nicht dramatisch, können im dümmsten Fall aber zu schnellem Akkuverbrauch führen, weil das Mähwerk höheren Widerstand überwinden muss.


    Wenn man Glück hat, registriert der Regensensor einsetzenden Regen ab einer bestimmten Stärke und Dauer und schickt das Gerät zur Ladestation bzw lässt es erst gar nicht rausfahren. Die Steuerung "Verzögerung nach Regen" gibt vor wieviel Zeit nach einer Regenheimfahrt vergehen soll/muss bis sich der Robbi wieder "auf den Rasen traut".


    T) Akku. Hier gibt es im Forum die "wildesten" Diskussionen und Erfahrungen, die ich hier weder diskutieren noch kommentieren will.


    Zur Veranschaulichung nur ein Beispiel: Ein Nutzer war mit seinem 2Ah Akku, der zum Lieferumfang gehörte, nicht zufrieden, weil der auf seinem Grundstück nach 1,5 Std zu schnell "leer gelutscht" sei. Die kurze Ladezeit von nur 30 min hat er nicht hinreichend in Erwägung gezogen. Kauft er sich einen 5 Ah-Akku in der Hoffnung, die effektive Arbeitszeit des Robbi zu verlängern. Hat leider nicht geklappt, denn neben der längeren Laufzeit (nun 2.5 Std) hat er sich auch eine lämgere Ladezeit (jetzt 2-2,5 Std) "eingefangen".


    Diese Darstellung soll keine Häme** sein, sondern nur verdeutlichen, dass man nicht in allen Bereichen der Määäh-Robbi-Welt strikt nach Milchmädchenrechnung vorgehen sollte.


    **(Ich gehöre schließlich selbst zu den Akku-Nachkäufern, habe dabei aber so moderat aufgestockt, dass sich Lauf- und Ladezeit noch halbwegs zu einer brauchbaren Mähzeit ergänzen.)


    U)V)W)X)Y) reserviert für die Fortsetzungen des Romans ...


    Z) Ich wünsche Dir ein glückliches Händchen bei der Auswahl Deines Lieblings-Määäh-Roboters und nach erfolgreicher Installation viel Freizeit, in der Du den Robbi beim Sensen beaufsichtigen darfst. 8)


    So, jetzt ist es doch ein Samstagsnachmittags Roman geworden.
    Vielleicht ist ja das ein oder andere Nützliche dabei.

    Gruß

    Grtz von MJ

    L1000 WR147E (2020) / / FWv: 3.01 + Upd 3.08 + Upd 3.16 / ACS / 4Ah (bestes Verhältnis Ladezeit-Mähzeit / NT 3775 90W 3000mA / Inst: Mai 2020 / Rasen: grün ca 500 qm, H-Form, Neigung < 10 Grad.

    *Teppfuhler dienen zur Auflockerung der Beiträge. Wer welche findet, darf sie als Trophäe behalten.*

    Edited 2 times, last by Furness2 ().

  • P) Reparatur beim Händler vor Ort oder beim Versandhändler macht möglicherweise keinen Unterschied, weil beide ein defektes Gerät mit großer Wahrscheinlichkeit zur Reparatur einschicken und nicht selbst reparieren werden. Das dürfte also kaum ein Auswahlkriterium sein,

    das ist ein Trugschluss ;)

    Mit freundlichen Grüßen Schelm1
    3x Robomow RS 630 + 3x Husqvarna Automower 450 X & 1x Automower 430X für 11.500m² / 2x Vorwerk VR200 / VR300 Neato D7 + D5 + BotVac D85 (AD) + Connected (AD) / 2x IRobot Roomba 980 /EVO M678 + Braava 380/ Scooba 450 / iRobot Looj 330 / 2x Ecovacs Deebot 950 + OZMO Slim 10 / Roborock S50 / Hunter Bewässerungsanlage :thumbsup: / Miele RX2 (AD) , Xiaomi Mi Gen. 1 / Samsung Navibot 8895 und 8981 :rolleyes5: / ILIFE A4 :frown2: ----- Smart Home: eQ-3 Homematic IP + CCU3 , Fritzbox-Homematic , Lupusec XT2 und XT3 , Nuki Smart Lock 2.0, Philips Hue , Osram Lightify / ---> Tipps zum Robomow RS / MS / RC / MC <--- / Rechtshinweis: Alle Angaben sind ohne Gewähr und stellen nur meine Meinung dar. Beachte ---> § 3 <---

  • Puh, ich will echt nicht wissen, was du durchgemacht hast! 8|


    Das einzige, was ich die hier noch anbieten kann ist ein Bier und gegrilltes Fleisch auf meiner Terrasse und du guckst dir mal das Gegenteil an und ich erzähle, wie es komplett gegenteilig sein kann!



    Btw: xzcd hat damit auch keine Antwort auf ihre/seine Frage bekommen. ?(

  • Also nun zu dir ;)

    Ich würde gern zuerst klären, was es genau bedeutet, dass der Robbi selbständig sein soll.

    Am Anfang oder wenn man etwas im Garten ändert, muss man sicherlich immer wieder ran oder den kleinen mal retten... Die Messer müssen auch gewechselt werden.

    Wie allein ist denn allein? Hier hat eben schon jemand nach einem Mähroboter für seine Schwiegermutter gesucht. Da kannst du ja mal meine Antwort nachlesen. Mähroboter für Schwiegermutters ca. 360m² Garten


    Ein Pate wäre schon gut. Oder immerhin eine App, die dir meldet, wenn etwas nicht stimmt... Aber so ganz allein in einem 400km entfernten Ferienhaus... Nee. Das ginge nicht... Mit keinem Hersteller.