Prinzip der Rasenroboter

  • Hallo an Alle;

    Ich wollte hier kurz einmal etwas zu dem allgemeinem Prinzip des Mähens feststellen:

    Dazu kurz eine Information, ich bin von Beruf Biologe und Chemiker.

    Bei einem Versuch verrotteten 5 cm lange Grasshalme nicht einmal in 2!! Jahren in unserem Klima. Egal welcher Mäher, er muss jeden Tag laufen,damit die Abschnitte klein bleiben und damit die Oberfläche für die bacterielle Zersetzung groß ist.
    Bei allem Respekt für die Leistung des Robomow bei Trattores Video, Sinnvoll ist das nicht oder man muss das Schnittgut aufsammeln.
    m.f.G. K.H.


  • Dem gibts nicht hinzuzufügen, ich denke Trattore macht dies sonst auch nicht:nono:. Hat eben im Herbst zu früh seinen Mäher eingemottet.:lol:
    Wichtig ist halt noch das die Messer immer scharf sind, damit die Schnittstelle am Grashalm gerade ist und nicht ausgefranzt. Somit ist die Oberfläche immer schön grün und hat keine bräunlichen Stellen wie man es zumeist von Sichelmessermähern kennt. :cool:

    Gruß aus Moers:tsü:
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  • Robomow 3xWoche laufen lassen und das Herz des Besitzers schlägt höher !


    Ab und an noch Unkrautvernichter drüber und dann haben auch die breitblättrigen keine Chance mehr und die Grasnarbe verdichtet sich vom feinsten !


    Gruß aus Nordbayern

  • @ Tomberg;

    völlig richtig!! Die Bedeutung der Schnittfläche wird häufig völlig unterschätzt! Eine ausgefranste Schnitfläche kann die vielfache Oberfläche haben und damit einen großen Wasserverlust verursachen!
    m.f.G. K.H.

  • Hallo Karl heinz
    Herzlichen danke für deine Info:jummp: es so wie Tomberg sagt habe zu früh mein Robomow überwintert :shocked: Aber ich stimme dir voll zu. Mein Robomow kommt 3 mal in der Woche raus:jummp: ich finde es sehr gut das du im diesem Forum bist und uns Info gibst was den Rasen angeht. Danke

    GrussTrattore

    Edited once, last by Trattore ().

  • Hallo an Alle;

    Trattore hat mich ermutigt ein Paar Tipps zum Rasen zu geben, (Hoffentlich nicht zu belehrend)

    1. Seht Ihr Moos müsst Ihr Kalken ( Gras ist relativ PH-Neutral (Säurewert))
    2. Seht Ihr Klee, nicht Kalken, Klee liebt alkalische Böden! Unkrautvernichter verwenden.
    3. Die Remineralisierung des Schnittguts unterliegt der RGT-Regel (Reagitions-Geschwindigkeits-Temperatur), d.h. bei 10 Grad höherer Temperatur zersetzt sich das Schnittgut ca. 3x schneller. Das Bedeutet, bei kälteren Temperaturen öfter Mähen damit der Abschnitt kleiner ist. Der Rasen unterliegt zwar auch der RGT-Regel, das macht sich aber nicht so bemerkbar, da das Wachstum auch von anderen Faktoren abhängt.
    4. Düngen: Stickstoffdominaten Dünger verwenden. Alle Düngerkomponenten werden zwar ausgewaschen (Regen) aber Gras ist ein N-Fresser und es gibt so kleine Biester (Denitrifizierende Bakterien) die aus Stickstoffdünger vereinfacht Luft machen.
    5. Ist der Rasen gelblich, trotz Düngung, fehlt Eisen (FeIISO4), aber Vorsicht! das macht auf Terrasenplatten Rostflecken, ich verwende dann Weckselschuhe am Rasenrand.
    6. Bei meinen Versuchen habe ich festgestellt, dass alle 2-3 Jahre ein Auftrag von Urgesteinsmehl sinnvoll erscheint. Dies scheint die Versorgung mit Spurenelementen zu verbessern ( Co,Mn etc.) kann ich aber noch nicht beweisen!
    7. Achtet auf einen Mg (Magnesium) -Gehalt eures Düngers, Mg ist das Zentral-Atom im Blattgrün (Chlorophyl); ohne Mg keinen grünen Rasen.

    Ich bin jetzt nicht immer auf die ursächlichen Zusammenhänge eingegangen (zuviel BioChemie) aber ich hoffe ich habe euch ein Paar Tipps geben können ohne Aufdringlich zu sein!
    m.f.G. K.H.

  • Hallo Karl-Heinz#6

    Herzlichen Dank für die Tipps zur Rasen Pflege:lol: Hätte eine Frage, ist keine Frage zum Roboter:nono: was kann man gegen Hundeurin machen bei mir verbrend der Rase wo der hund uriniert hat:wuerg:

    Danke Gruss Trattore:jummp:

  • Hallo Trattore;

    das ist vorallen ein Osmoseproblem! Der Urin enthält eine hohe Harnstoffkonzentration ( eigentlich ein guter N-Dünger), aber durch die hohe Konzentration wird den Pflanzen Wasser entzogen, was dann zum Gelbwerden führt. Es gibt nur ein einziges Gegenmittel: WASSER! Harnstoff und Harnsäure sind relativ Neutral und Kalk oder ander Stoffe verschlimmern nur die Situation, da dadurch sich die Konzentration (Anteil der gelösten Stoffe, welche ist egal) noch erhöht. Einfach nur Wasser gießen!!
    Ich hoffe das hat Dir geholfen!

    m.f.G. K.H.

  • Hallo Trattore;

    Ihr habt doch viel Wasser in der Schweiz, lass doch einmal am Tag einen Rasensprenger laufen!
    m.f.G.K.H.

  • Ein freundliches Hallo an Alle;

    ich will einmal kurz von einem Test berichten:

    1. Rasen vor der letzten Kaltperiode gekalkt;
    2. Danach (2 Wochen) geschnitten, vertikutiert und gedüngt;
    3. dann ca. 20 Tage von Robi mähen lassen (1x / Tag)

    Jetzt ist der Robbi bei Bosch zur Reparatur und ich habe im genau 24 Std. Abstand 2x mit einem Akku-Mäher (Bosch Rotak Li) gemäht!
    Ergebniss: Trotz relativer Trockenheit, Grasabschnitte von bis zu 2 cm. Dis führt zu einer indiskutablen Verrottungszeit!

    Folgerung: In der Wachstumzeit (jetzt!) müssen unseren Robotmäher mindestens 2x am Tag mähen, damit die Abschnitte klein bleiben.

    m.f.G. K.H.

  • Hallo maxmerlin;

    der Automower wird da weniger Probleme haben, da er viel länger auf der Fläche ist und häufig doppelmäht sind die Abschnitte naturgemäß kleiner.
    Das ist dann ein Vorteil des Prinzips CHAOSMÄHEN. Ein Bosch muss einfach öfter raus als einmal / Tag. Bei mir ist er nach 45min. "fertig", aber das nutzt nichts,wenn das Gras danach wie wild wächst und die Abschnitte zu lang werden.
    Mann muss das Ganze etwas differenziert sehen. Jedes Sytem hat Vor- und Nachteile.

    m.f.G. K.H.

  • Also ich kann deine Untersuchungen nur bestätigen. Bei den Automowern wird so wenig Abgeschnitten, dass man Probleme hat, hinterher überhaupt etwas zu finden. Das Ergebniss kann sich sehen lassen.


    Die Idee der Boschmäher finde ich sehr spannend, mal sehen wie sich die Geräte nach mehreren Jahren im Einsatz so beweisen.
    Husqvarna geht mit dem neuen 330 X einen anderen Weg, das Chaos System bleibt, allerdings wird mit einem Onboard GPS der Rasen kartografiert und die Stellen an dem der Rasen nachweislich schneller wächst wird vom Mäher automatisch öfters angefahren.
    Außerdem wird wird es eine Wetterfunktion geben, der Mäher überwacht den Graswachstum um dann in Trockenperioden und daraus folglich weniger Graswachstum automatisch seine Mähzeiten zu reduzieren. (das gibt dann auch schon beim 320)

  • Hallo maxmerlin;

    das ist ein wunderbarer Ansatz, aber nicht ganz durchdacht. In der Landwirtschaft wird bei neuesten Maschinen auch der NPK-Gehalt des Bodens berücksichtigt.
    Was ist wenn der User gedüngt hat und wässert?. Besser wäre es, wenn beim Mähen der Strombedarf kartiert würde (= Graswachstum) und danach die Mähzeit eingestellt würde (Zukunftsmusik)!

    m.f.G. K.H.

  • Hallo Karl Heinz,


    entschuldige, dass ich bei meiner Aussage zur Wetterfunktion so missverständlich ausgedrückt habe, aber es liegt auch ein wenig an der Bezeichnung die Husqvarna dieser Funktion gegeben hat.


    Der Mäher stellt die "Trockenperiode" die damit verbundene schwächere Wachstumsphase nicht etwas mit einem Teperatur/Regensenor fest, sondern misst im Mähvorgang den Widerstand des Messermotors.



    Das partielle Düngen in der Landwirtschaft ist mir überigens bestens bekannt. Nebenbei sind wir auch noch Claas Händler ;-)


    http://www.claas-agrosystems.c…sensoren/crop-sensor.html



    Willkommen, die Zukunft ist jetzt!

  • Hallo,
    DAS ist genau was ich meinte! SUPER! Wenn sie das auch noch mehr oder weniger qm-weise kartieren kaufe ich sofort einen Automower!!
    (Wenn ich es mir leisten kann). Das wäre wirklich ein Durchbruch!!

    m.f.G. K.H.